Multikulturell...

Geschrieben von BBouvier am 10. Januar 2005 01:35:21:

Tübingen, 22. Januar 2005
0718Uhr:
...jetzt noch fix den Nasenpflock durch
beide Ohren und „ Kuhmist aus der Tube“
schön mittig in das sich schon lichtende Haar massiert,
darüber das (islamische) Baumwollkopftuch:

Oberstudienrat Semmelbröck war fast fertig, das Haus zu verlassen.

Noch ein Blick in den Sonderteil des Kulturplans:
Richtig, fast hätte er es wieder vergessen!
Diese Woche war doch „Monat des tamilischen Freiheitskämpfers“!
Leise schon mal „Haare-Haare-Krischna“ übend, zog er die
(tschetschenischen) Pelzstiefel wieder aus.
Die waren doch nur immer dienstags!
Ein erstes Anzeichen unbewussten Widerstands?
Fröstelnd trat er barfuss in den Schneematsch hinaus.

Aus dem Sisalbeutel die kleine Trommel geholt,-
Es konnte losgehen.
Auf einem Bein hüpfend (der Kaftan störte nur kaum),
und rhythmisch, laut:„Haare-Haare!“
psalmodierend, machte er sich, dazu die Trommel schlagend,
auf den Weg in seine 8 Km entfernte Schule.
Asylanten fuhren ja auch nicht alle Auto.
Nur Kultusminister Goldblum hatte einen Wasserbüffel-Karren.

Gleich am Goethe-Weg, - Entschuldigung, das war noch 2003- jetzt hiess der:
„Mustafa-el-Ramon-Timbuktu LANE“ ,
traf er auf Frau Hoppenstedt.
„Schalom, Signora Hoppenstedt!“
„Grosny-danye Gaspodin Semmelbröck!
Schaun Sie mal, was ich hier habe!:"
Sie hob die Falten ihres seidenen Hüfttuchs aus dem Schnee und drehte sich um.
-Die müsste auch mal wieder auf die Sonnenbank-, dachte Semmelbröck, als er den weissen Rücken sah.

„War ganz billig, der Schubkarren!
Hab ich im „Rot-Front – Laden“ neben dem Döner-Stand für nur 3755 Dahrim gekriegt.
Jetzt brauch´ ich mit meinen 77 Jahren die ganzen Panzerfäuste nicht mehr zu schleppen.“
Und sie lächelte selig, ihre (nach Mode der Titzis) braun gefärbten Zahnstummel entblössend.

Semmelbröck verbeugte sich tief (nach japanischer Sitte).

Und das war sein Glück:
Aus den Ruinen der Häuser von gegenüber eröffneten Schüler
des Arafat-Gymnasiums
( Befreiungsfront von Galiläa) mit 3 schweren MG´s
gerade das Feuer auf ihn.
Steinsplitter regneten ihm auf den Kaftan.
Sein Kopftuch verrutschte.
„Die liegen voll im Trend“,
murmelte Semmelbröck, während er flach am Boden robbend in die Shoa-Street einbog....




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