Re: Wann hat der Wechsel zum Negativen begonnen?

Geschrieben von Harry am 11. Februar 2006 20:38:15:

Als Antwort auf: Re: Wann hat der Wechsel zum Negativen begonnen? geschrieben von HJH am 11. Februar 2006 03:57:53:

>Moin AxelP
>Am Beispiel der "Energiekrise", besser die "Erdölkrise", die auch die Deckung des gesamten Energiebedarfs der (westlichen) Welt in Frage stellte, und heute mehr denn je unsere Wirtschaftlichkeit, und letzten Endes unser Überleben in Frage stellt, lässt sich der Wechsel von den frühen 70igern ins Heute mindestens anmessen. Der damalige "Schah von Persien" brachte es so auf den Punkt:
>"Das Erdöl ist viel zu wertvoll, um verbrannt zu werden."
>In einem Vortrag vor dem "Rhein-Ruhr-Klub e.V.", den ein hier nicht näher beschriebener Zeitgenosse (längst verstorben) im April 1974 hielt, heißt es wie folgt:
>"...es gab eine Energiekrise, es gibt eine Energiekrise, es wird eine noch größere Energiekrise geben, und es wird ein großer Schatten da sein...Ich behaupte also, es ist nicht nur eine Krise gewesen, es ist eine! Ich möchte sogar sagen, die Erdölkrise ist ein Paukenschlag des Geschichte, ein geschichtliches Erdbeben, dessen Ausdehnung wir erst im Laufe der nächsten...Jahre in ihrem ganzen Umfang erkennen werden; wir können sie aber auch schon jetzt klar erkennen für die Jahre, die vor uns liegen.
>Die Welt ist mit knappen Weltvorräten sorglos umgegangen, sie hat mit ihnen geaast; sie hat sich benommen wie ein Spieler oder Hasadeur und hatte vor, es weiter zu tun, denn die eigentlichen Schwierigkeiten aus der Erdölkrise stehen uns noch bevor. Die Futurologen nahmen für die 80er Jahre eine Verdreifachung des Bedarfs an Erdöllieferungen, vor allem aus der arabischen Welt, an, ja sie gehen von dieser Verdreifachungsmöglichkeit als selbstverständlich aus. Es floß reichlich, von Jahr zu Jahr reichlicher. Es schien überreichlich vorhanden zu sein und war billig zu gewinnen. Und doch: die Krise war veraussehbar!
>Der Club of Rome hat seinen berühmten Meadow-Bericht "Grenzen des Wachstums" 1972 veröffentlicht. Wer ihn damals gelesen hat, der mußte wissen...das Erdöl eine ganz besondere Rolle spielt, wegen der wenigen Jahrzehnte, in denen...die jetzt bekannten Erdölvorräte, gerade auch der arabischen Länder, erschöpft sein würden.
>...als nun der Nahost-Krieg ausbrach, und auf einige der erdölfördernden Länder ein besonderer Druck ausgeübt wurde, nunmehr das Erdöl als politische Waffe zu benutzen, da haben die Araber durch ihre ersten Beschlüsse eine Lawine abgetreten, über deren Umfang und Bedeutung sie sich selbst...damals nicht klar waren. Sie faßten den Beschluss, ab sofort die Produktion um 5% zu kürzen und danach jeden Monat um weitere 5%...schon diese Ankündigung allein hat einen wahren Taumel in der Welt hervorgerufen und Reaktionen ausgelöst, mit denen man wohl kaum gerechnet hatte. Diejenigen Länder, die besonders stark auf Einfuhr angewiesen waren, stürzten sich förmlich auf die arabische Welt und wollten Erdöl kaufen um jeden Preis...Erdöl um jeden Preis war die Losung.
>...es wurde damals eine Entwicklung in Gang gesetzt, die psychologisch und emotional bedingt in ihrem weiteren Verlauf schwer vorauszusehen war. Im November und Dezember 1973 haben-gegenüber dem September-die vier Hauptländer, nämlich Saudi Arabien, Kuwait, Lybien und das Scheichtum Dhabi, genau das getan, was angekündigt war...die Förderung um 5% gedrosselt...In den zwei Monaten November/Dezember haben die vier Staaten aufs Jahr gerechnet 186 Mio. Tonnen weniger gefördert. Diese 186 Mio. Tonnen sind zusammengezählt der gesamte Einfuhrbedarf der Bundesrepublik plus die Hälfte des Einfuhrbedarfs der USA. Getroffen hat diese Kürzung vor allem die USA und Japan. Die USA, weil sie der eigentliche Adressat der politischen Drohungen waren, und Japan, weil es sich nicht rechtzeitig lieb Kind gemacht hatte bei den arabischen Staaten.
>Die Krise, die eingetreten ist, ist keine Krise für die multinationalen Konzerne, obgleich das so aussieht. Sie verlieren zwar zunehmend scheinbar ihr Eigentum an den Erdölquellen, aber sie machen Manipulationsgewinne auf allen Ebenen: in der Verteilungsdirektive, in der Schiffahrt, in der Veredelung...die wissen sich schon zu helfen. Es sind wohl, wenn es so etwas überhaupt gibt, kapitalistische Raubtiere par excellence!
>Ich muß...an einen ein halbes Jahrhundert zurückliegenden Ausspruch des amerikanischen Eisenbahnkönigs, Vanderbilt, denken...er hatte die Preise der Eisenbahntarife bedeutend heraufgesetzt und wurde von der Presse interviewt, was er glaube, das das Publikum dazu sagen würde. Und da antwortete Vanderbilt "Public be damned", das Publikum sei verdammt. Daraus hat sich in Amerika der Begriff entwickelt des "public-be-damned-spirit"...und den haben sich die sieben Schwestern, wie man die sieben größten internationalen Ölkonzerne häufig nennt, angeeignet. Sie haben alles noch in der Hand und sind schon dabei, mit den überschüssigen Geldern...sich nun an anderen Energiequellen zu beteiligen und mitzuwirken...wir werden sie also auch als Inhaber von Kohlengruben, Gaserzeugungsanlagen, Aufbereitung von Ölschieferlagerstätten und ähnlichem wiederfinden...
>...Die andere Seite der Medaille der Erdölkrise ist die erdölexpotierenden Länder werden...in Zukunft schätzungsweise Einnahmen von 90-100 Mrd. Dollar im Jahr haben. Und es steht fest...daß dabei ein Überschuß nach Deckung aller Kosten übrigbleiben wird von 40-60 Mrd. Dollar im Jahr! Das ist etwa die Dollarmenge im sogenannten Eurodollarmarkt...Die größten Sorgen oder Probleme, die die arabischen Länder haben, ist nicht, daß sie die Förderung verkaufen oder daß sie sie nicht zu sehr hohen Preisen verkaufen können, sondern was sie mit dem verdammten Geld machen sollen, das als Überschuß verbleibt...Sie können sich die schicksten Armeen und die schicksten Luftwaffen und die besten Panzerkräfte halten, wenn sie sie bemannen können!
>Wir stehen also vor riesigen Umlagerungen. Eine dieser Umlagerungen steht schon fest: Iran wird eine mittlere Weltmacht werden. Und die jetzige Dritte Welt wird eine Vierte Welt werden, denn zwischen die bisherigen Welten, die industrielle Welt, die kommunistische Welt und die unterentwickelte arme Welt, schiebt sich eine neue Dritte Welt ein, nämlich die, die unterentwickelt, dünn bevölkert, aber unvorstellbar reich ist...Die Perspektiven, die sich aus dieser Konstellation auftun, sind außerordentlich. Man braucht sich nur vorzustellen, daß allein durch die Tatsache der Steigerung der Erdölpreise in Dollar sich eine Dollar-Nachfrage ergeben hat von einer Höhe, wie sie der arme Dollar in den letzten zwei Jahren nicht gekannt hat. Jeder brauchte erst einmal zusätzliche Dollar, um Erdöl bezahlen zu können, und mußte Dollar beschaffen. Daher ergab sich ein beinahe ruckweises Ansteigen des Kurses des U.S.-Dollars.
>...Es ist gar nicht auszuschließen, daß eines Tages die erdölfördernden Länder erklären, sie wollen nicht Dollarbezahlung haben, sondern sie wollen einen Teil in Gulden haben, oder einen Teil in Schweizer Franken, oder - Gott behüte - einen Teil in Deutscher Mark...
>...Es ist daher...ganz unzulässig, diese Entwicklung zu bagatellisieren. Wir haben keinen Markt, auf den wir uns verlassen können. Es gibt keinen freien Erdölmarkt. Der Markt ist im höchsten Maß manipuliert: spekulativ, polisiert; er ist daher in jeder Beziehung unübersehbar und unvorausehbar.
>...Im Klartext sollte man wohl sagen: So kann das alles nicht weitergehen. Es ist keine Zeit zu verlieren. Die Zukunft hat schon begonnen. Wir müssen es nur begreifen."
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>Soweit eine sehr stark gekürzte Rede zur "Erdölkrise" vom April 1974.
>Damit ergibt sich folgendes: Der für uns lächerlich anmutende "Karikaturenstreit" ist eine eingefädelte Aktion der USA, mit "Führern" europäischer Nationen (plus eine "Führerin" namens Merkel in vorderster Reihe!), und deren Handlangern aus Presse und Journalientum zwecks Verbreitung der Mohammed-Karikaturen, auch, und v.a. in der arabisch-moslemisch geprägten Welt. Dies soll dazu dienen, in diesen Kulturkreisen Unruhe zu stiften. Zunächst gegen den Westen, doch vielmehr in den eigenen (teils zerstrittenen Lagern) des Muselerdölmarktes (man siehe auch den Hass zwischen Schiiten und Sunniten...). Durch diese geöffnete Hintertür soll versucht werden, und diese ohne Zutun durch Krieg von außen (=Westen), Krieg und Tod unter den Muslimen zu provozieren. Bis sie soweit geschwächt das Feld räumen, und der Westen (Öl) abräumen kann...

Hallo zum letzten Satz,

die Rechnung dürfte nicht aufgehen. Korkowski hat nicht nur das Schlachten der Moslems untereinander beschrieben, sondern auch, dass diese eines Tages merken, wie beknackt sie sind, ihre Glaubensbrüder zu bekämpfen und dass sie damit aufhören und dass die heute noch Gemäßigten sich ihnen anschließen zum Kampf gegen uns Ungläubige und dass sie unsere Kirchen schänden und unsere Geistlichen schlachten und uns drangsalieren. Die Christenverfolgung aus den Prophs ist damit nachvollziehbar und hinreichend erklärt. Sie wird nicht durch die Roten vollzogen, wie man urspünglich glaubte. Wenn die kommen, ist bei uns das Chaos längst perfekt.

Im Übrigen zeigt Dein Beitrag insgesamt unter statistischer Betrachtung deutlich auf, wie sich zwangsläufig die Länder des Globus bemächtigen, die die Möglichkeit haben, ihm die Ressurcen zu entreißen und diese an andere Länder solange zu verhökern, bis sie deren Volkswirtschaften mehrheitlich in der Tasche haben. Wenn man dann noch die Bevölkerungsexplosionen der Glaubensbrüder aufaddiert, kann ein Mathematiker sicher ausrechnen, wann wir fällig sind. Man sieht auch hier wieder, der WK3 ist unsere einzige Chance zu überleben.

LG
Harry

>Einfach, aber zweckmäßig gedacht...(für diese Uhrzeit;-)
>Gruß
>Jörg
>
>>Dass wir uns in einer lange andauernden Abwärtsbewegung befinden dürfte jedem klar sein, wir weit das nach unten geht steht in den Sternen. Um das ganze besser zu verstehen frage ich mich, wann der Peak war.
>>Nach einigem Überlegen bin ich zum Entschluss gekommen, dass es etwa 1973 gewesen sein muss.
>>http://en.wikipedia.org/wiki/1973
>>http://de.wikipedia.org/wiki/1973
>>Da wurden Dinge fertiggestellt, die heute so nicht mehr machbar wären und politische Entwicklungen hatten ihren Anfang, die heute anfangen durchzuschlagen.
>>cu AlexP


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