Re: Gemeinsame Vorstellungen zielgerichteter Geschichte

Geschrieben von BBouvier am 09. Januar 2005 13:13:10:

Als Antwort auf: Re: Gemeinsame Vorstellungen zielgerichteter Geschichte geschrieben von Badland Warrior am 09. Januar 2005 12:49:41:

Hallo, Baddy!

Ja, durchaus einverstanden.

"""Da kann als bessere Erklärung vielleicht
die Lehre der Veden herhalten.
Diese gehen von einer zyklischen Betrachtung aus
und Zeitaltern (Yugas)."""

Eben!
Und hier, in Europa, haben wir eine völlig andere Vorstellung.
Möglicherweise sehen die Westeuropäer ja nur zu kurz?
Die Vorstellung eines "Punktes Omega" und Zielgerichtetheit
("nach oben")
teilen sich ja auf merkwürdige Weise
Teilhart de Chardin (religiös)
und Darwin (mechanistisch).
Auch der Kommunismus lebt vom Glauben an
(irdische allerdings)"Erlösung".
(hier wohl eher schlicht geklaut)
......................................................................

Ich weiss nicht, ich weiss nicht...:
Schöpfungsprinzip ist eigentlich "Wachstum" und nicht
immerwährende Wiederkehr.
Vielleicht mag ja beides zutreffen:
Wachstum durch Wiederholung, jedoch auf höherer Ebene.
Und es kommt nur auf den Abstand des Betrachters an.

Gruss,
BB


>Moin, Bouvier!
>Ich würde es als vordergründige Ähnlichkeit betrachten. Die "Retter"-Thematik ist ursprünglich vorderorientalisch, da im Messianismus begründet. Mashiach und Christos sind "Der Gesalbte". Einig sind sich chie Überlieferungen nur da, wo es um einen Zusammenbruch geht (alles muss zerstört werden), nachdem es wieder qaufwärts geht. Also eine neue gausssche Kurve im Sinne von Widdowson und Beasley.
>In der Edda z. B. gibt es definitiv KEINE Retterfigur. In der Offenbarung des johannes ist das auch alles sehr zentriert auf Jesus und die Auserwählten, während das in der Edda schwammiger gehalten wird. Während das Weitergehen in der Edda offen ist, wird in der Offenbarung ganz offen von einem Ende der Geschichte gesprochen. Jesus ist wieder da, und gut ist...
>Da kann als bessere Erklärung vielleicht die Lehre der Veden herhalten. Diese gehen von einer zyklischen Betrachtung aus und Zeitaltern (Yugas). Ob wir demnach gerade ins Kali-Yuga eintreten, mitten drin oder am Ende sind, weiß ich auch nicht genau. Da müsste ich meine Hindukontakte wieder aufwärmen, die etwas eingeschlafen sind.
>Ich selbst bin der Meinung, dass es keine lineare Fortsetzung gibt, sondern eher eine zyklische. das heißt, erst einmal geht die "Achterbahn" der Menschheit die gausssche Kurve nach unten bis zum Aufprall. Was danach noch übrig ist, wird etwas länger brauchen, um die nächste Kurve hochzukommen. Im Allgemeinen sagt mir jedoch das Ragnarökbild wesentlich mehr zu, als das der Offenbarung.
>Ich nehme an, dass gewisse Gemeinplätze in Letztere eingeflossen sind, das Ganze jedoch holzschnittartig auf die christliche Sichtweise als "euinzig Wahre" verengt wurde.
>Baddy


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