Ölpreis - Iran - mögliche Teuerungen bei uns
Geschrieben von Greif am 22. Januar 2006 13:59:31:
Hallo Leute,
wenn ich so an den Iran denke, und die Sache mit dem Ölpreis einbeziehe, komme ich auf folgenden Nenner.
Über kurz oder lang, egal ob Krieg oder Sanktionen, werden wir wohl einen Ölpreis von 200 Dollar sehen.
Dann rechne ich mal grob durch, wie sich das auf unser Leben auswirkt. Selbstverständlich kann ich nur Grobwerte nenne, da ich nicht weiß, inwieweit der teuere Rohstoff Öl in welcher Höhe in der Produktion von Gütern durchschlägt.
Wenn ich von einer groben Vervierfachung des Ölpreises ausgehe, kann man wohl die Kraftstoffe fast genauso hochsetzen.
Super anstatt 1,20 Euro also für 4,80 Euro pro Liter. Wenn ich dann mal 60 Liter eintanke, bezahle ich knappe 288 Euro für die Betankung. Damit komme ich 600 KM weit. D. h. ich kann 12 Tage in die Arbeit fahren. Nach dieser Rechnung kommen auf mich knappe 600,-- Euro an Benzinkosten im Monat auf mich zu, nur wenn ich zur Arbeit fahre.
Diesel ist dementsprechend billiger, wenn man das bei solchen Preisen noch sagen kann.
Das Brot wird wohl um das doppelte steigen, also von jetzt ca. 2,- Euro /Kg auf 4 Euro/kg. Da schmeckt die Scheibe doppelt gut.
Das Heizöl dürfte die Erhöhung wohl komplett mitmachen. Von derzeit 60 Cent auf dann schlappe 2,40 Euro pro Liter. Wenn ich dann meinen jährlichen Heizölkauf von 3000 Liter mache, kommt mir der dann auf 7.200 Euro.
Die Wurst beim Metzger wird wohl auch doppelt so teuer werden, wie bisher. D. h. eine Steigerung von derzeit durchschnittlich 1,50 Euro /100 gr. auf 3,-- Euro /100 gr. So kommt mir der Kauf von 300 gr. Wurst dann auf ca. 10,- -Euro. Wurst wird es dann wohl seltener auf der Speisekarte geben.
Das Bierchen (Kasten) dürfte wohl auch auf 20,-- Euro pro Kiste steigen. Ebenso wird wohl Kleidung, Schuhe teuerer werden.
Daneben werden wohl Strom, Gas, Wassergebühren (als Ersatz für die Städte wg. wegbrechender Steuereinnahmen) ebenso doppelt so teuer werden, wenn nicht 3x so teuer wie bisher. Die Mietnebenkosten dürften sich wohl auch verdoppeln, wenn nicht verdreifachen.
Wenn ich allein die Spritkosten rechne und dann noch das Heizöl, kommen auf mich mtl. Mehrbelastungen von 1.200 Euro zu, wenn ich in die Arbeit fahren will und das Haus weiterhin so warm sein soll, wie bisher.
Die Folge der Preissteigerung werden wohl kaum exorbitante Lohnsteigerungen sein. Ich denke, die Unternehmen werden reihenweise Pleite gehen und die Leute werden beim Staat angestellt mit ALG 1, danach Hartz IV. All diejenigen, die jetzt schon Rente oder Hartz IV empfangen, werden wohl auch keine nennenswerte Erhöhung erhalten, ebenso die Neuzugänge.
Sie werden da sparen, wo sie können oder müssen. So werden wohl auch kommunale Gebühren nicht mehr überweisen, Steuern nicht mehr bezahlt. Es werden die finanziellen Mittel nur noch für Lebensmittel aufgewendet werden.
Spätestens dann wird wohl eine Rationierung der Lebensmittel einsetzen und es wird härteste Grabenkämpfe um Lebensmittel geben. Ob es da dann schon Unruhen gibt, oder schon früher, ich weiß es nicht.
Wenn jemand Fehler findet in meinen Überlegungen, so kann er sie behalten. Ich habe mich mit diesem Gedanken an den PC gesetzt und kurz mal niedergeschrieben.
Ich denke, jedes Stückchen Garten, das man dann als Gemüsegarten nutzen kann, wird dann wohl gebraucht werden.
Gruß Greif
- Ölpreis ist die kleinste Komponente am Benzinpreis Micha aus dem Süden 22.1.2006 15:39 (2)
- Re: Unterschied Greif 22.1.2006 17:45 (1)
- Re: Unterschied Harry 22.1.2006 20:03 (0)