TK 7. Januar 2006

Geschrieben von Tarman am 06. Januar 2006 23:41:17:

Unser derzeitiger Bundesumweltminister Gabriel bescherte uns eine wahre Perle der Weisheit: am besten für die Umwelt sei die Kilowattstunde, die nicht verbraucht würde. Finde ich auch. Wenn sich diese Weisheit in der Regierung ausbreitet, kann uns die Regierung ein gutes Beispiel geben. Diese schweren, spritschluckenden Panzerlimousinen sind eine einzige Umweltsünde. Die könnte man locker durch sparsame Kleinwagen ersetzen. Die Chauffeure behalten wir bei, aber die Leibwächter müssen schließlich nicht überall mit. Leibwächter, die nicht transportiert werden, verbrauchen nämlich keinen Tropfen Sprit. Diese ganzen Sicherheitsmaßnahmen sind sowieso überflüssig. Bundeskanzler werden bei uns höchstens geohrfeigt. Ach ja, auf Adenauer sollte mal ein Attentat verübt werden, aber seitdem hat niemand mehr ein Regierungsmitglied für derart wichtig befunden, daß er auf ein solches einen Anschlag verüben wollte.

Überhaupt ließe sich bei der Regierung eine Menge Energie einsparen. Warum muß der ganze Plenarsaal des Bundestages beleuchtet und beheizt werden, wenn sich gerade einmal ein Zehntel der Abgeordneten dort langweilt? Warum brauchen parlamentarische Staatssekretäre, die sowieso nichts zu tun haben, Dienstwagen? Da reichen doch Dienstfahrräder. Wofür die vielen Auslandsreisen unserer Politiker? Wofür die Hubschraubertransporte? Das kostet doch alles Energie... Das mag unser Umweltminister gar nicht.

Im Fernsehen lief ein Vierteiler über Napoleon. Große Pläne, viele Siege - und am Ende erledigt. Von wem? Von den Engländern. Die haben ständig geschürt und erschienen erst bei Waterloo auf dem Schlachtfeld. Bluten durften zuvor Preußen, Österreicher und Russen, also ihre Verbündeten. Und das ist so geblieben, daß andere Völker für England bluten durften. Zumindest bis 1945. Trotzdem ging das weltbeherrschende Empire verloren.


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