. \\\\*/// ... Alltagsprophetien: 1. Dezemberwoche 2005 ++_+

Geschrieben von Ego Man am 27. November 2005 16:14:45:

Giftspritzenliege

Dear Souls,
unsere amerikanische Hochkultur steuert in der ersten Dezemberwoche ein neues Jubiläum an:

USA-weit steht die 1 000. Hinrichtung an +++

JARRATT. AMMAN. Die sechs Quadratmeter große Zelle im Todestrakt des Greensville-Gefängnis in Jarratt, südlich von Virginias Hauptstadt Richmond, ist leer und seit Wochen unbenutzt. Ein weißer Tisch, auf dem die Bibel liegt, trennt das Bett und die offene Stahltoilette mit Lavabo. Eigentlich hätte Justin Michael Wolfe hier Ende Juli die letzten vier Tage seines Lebens verbringen sollen, doch der Hinrichtungstermin wurde wegen eines laufenden Berufungsverfahrens verschoben. Der 23-Jährige wurde zum Tod verurteilt, weil er 2001 einen Kollegen angeheuert hatte, seinen Marihuana-Lieferanten zu erschießen, bei dem er Geldschulden hatte.

Professionelles Team

Das Greensville-Gefängnis, betont Gefängniskoordinator Clyde Alderman, sei in erster Linie ein Ort, an dem versucht werde, Häftlinge in die Gesellschaft zu reintegrieren. "Der Großteil unserer Insassen verlässt Greensville nach ein paar Jahren, und wir ermöglichen ihnen bis dahin Aus - und Weiterbildungskurse", sagt Alderman, während er durch das Ausbildungszentrum spaziert, in dem 15 Männer an Computern Grafikdesign erlernen. "Wir wollen Leben verändern, nicht Leben nehmen", betont er.

Doch Tatsache bleibt, dass Greensville über die einzige Todeskammer im Bundesstaat Virginia verfügt. Und Virginia ist der Staat, in dem nach Texas am meisten Menschen hingerichtet werden: Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1976 starben hier 94 Personen auf dem elektrischen Stuhl oder durch eine Giftspritze. Bezogen auf die USA steht nächste Woche die 1000. Hinrichtung an.

Alderman lässt sich nicht von Emotionen leiten, wenn er über das Verfahren einer Hinrichtung spricht. "Wir haben ein ausgesprochen professionelles Team von Freiwilligen, die im Todestrakt arbeiten", betont er. Die Verurteilten verbringen die letzten vier Tage vor der Exekution in Greensville, zuvor sind sie im 50 Kilometer entfernten Hochsicherheitsgefängnis Sussex untergebracht. Zwei Wochen vor der Hinrichtung können die Verurteilen wählen, ob sie durch eine Giftspritze oder den elektrischen Stuhl sterben wollen. Die große Mehrheit stirbt durch die Spritze - einer laut Alderman "völlig schmerzlosen, humanen" Todesart.


In Virginia werden Hinrichtungen um neun Uhr abends vor mindestens sechs Zeugen durchgeführt. Während der knapp zehnminütigen Prozedur ist der Gouverneur über ein rotes Telefon mit dem Wärterteam verbunden; hinter dem schweren blauen Plastikvorhang, wo die tödliche Mischung vorbereitet und gespritzt wird, hängt ein weiteres Telefon, über das eine Direktverbindung zum Justizminister besteht. Alderman ist bei jeder Exekution anwesend. Von Gnadenerlassen in letzter Minute hält er nicht viel: "Wir sind hier nicht in einem Hollywood-Thriller." Die Gerichtsverfahren beinhalteten genügend Berufungsmöglichkeiten.

Diese Aussage bezweifelt Strafverteidiger Gerald Zerkin, der vom Staat Virginia angestellt ist. Zerkin vertritt seit Jahren Menschen im Todestrakt. "In Sachen Todesstrafe ist Virginia sehr wirkungsvoll", sagt er zynisch, "das Obergericht hat sich mit fast allen Berufungsverfahren zum Tod Verurteilter auseinander gesetzt und kaum je ein Urteil aufgehoben."

Zerkin steht mit dieser Meinung nicht alleine da. Robin Maher vom US-Anwaltsverband betont, dass es in ihrem Verband keine einheitliche Haltung zur Todesstrafe gebe. "Einig sind wir uns jedoch, dass der Prozess fair sein muss, wenn die Todesstrafe aufrechterhalten werden soll", sagt die Anwältin. Sie berichtet von Fällen, in denen die schlecht bezahlten Pflichtverteidiger während des Prozesses schliefen oder unter Drogen standen, in denen Anwälte unvorbereitet ins Gericht kamen und dadurch dazu beitrugen, dass ihre Klienten in einer eintägigen Verhandlung zum Tod verurteilt wurden.

Robin Maher weist darauf hin, dass den meisten der 3 500 Insassen im Todestrakt eines gemeinsam hätten: "Sie sind arm, haben einen niedrigen IQ, eine schlechte Ausbildung und keinen Anwalt." Deshalb reist sie regelmäßig durch die USA und sucht freiwillige Anwälte für die Insassen. Denn: "Für einen fairen Prozess braucht es gute Anwälte." Zwar sorgten in den vergangenen Jahren Fälle von unschuldig zum Tod Verurteilten für Schlagzeilen, die auf Grund von DNA-Analysen freikamen. Doch laut Maher weiß niemand, wie viele unschuldig im Todestrakt sitzen, weil sich zu wenig Anwälte um diese Fälle kümmern.

Die Forderung nach einem fairen Prozess ist der einzige Punkt, der Gegner und Befürworter der Todesstrafe verbindet. Rechtsprofessor Walter Berns vom American Enterprise Institute setzt sich vehement für die Todesstrafe ein, da diese Ausdruck einer gottesfürchtigen Gesellschaft sei, die sich um Moral und Gerechtigkeit kümmere. "Besonders grausame Mörder müssen für ihre Taten bezahlen", sagt er.

Abschreckungspotenzial

Paul Kamenar von der Washington Legal Foundation hebt zwei Punkte hervor, um die Notwendigkeit der Todesstrafe zu unterstreichen: Die Vergeltung einer grausamen Gewalttat und die Abschreckung. "Mit jedem Todesstrafe-Urteil werden 18 Leben gerettet", sagt Kamenar. Das Abschreckungsargument wird von den Gegnern der Todesstrafe jedoch in Frage gestellt. Richard Dieter vom Death Penalty Information Center weist darauf hin, dass Bundesstaaten, die die Todesstrafe kennen, eine höhere Mordrate hätten als jene ohne. "Die Mordrate wird durch präventive Maßnahmen wie Antidrogenprogramme oder Armutsbekämpfung gesenkt, nicht durch die Aussicht, dass ein Mörder hingerichtet werden kann", sagt er.

Die politische Debatte um die Todesstrafe lässt Gefängniskoordinator Alderman kalt. Er und die 1 200 Angestellten im größten Gefängnis in Virginia "tun einfach unsere Pflicht". Dazu gehöre auch, Exekutionen durchzuführen. Dank ihrer Arbeit sei Virginia ein sichererer Ort zum Leben und Arbeiten. Diese Sicht teilt der Philosophieprofessor John Langan von der Georgetown Universität nicht. "In keinem andern entwickelten Land ist die Gefängnispopulation so groß wie in den USA, und zugleich ist keine andere entwickelte Gesellschaft so gewalttätig wie hier", sagt er.

siehe auch hier:

Organization Tx

THE

LORD


BLESS
YOU
ALL
THE WAY
AND
ALL
THAT
TIME!

Ego Man
.


CAPE MENDOCINO/ CA: "Main 'Prophecies' of Jack de Bruin will not come soon!!! THE BIRD WILL COME BACK IN SPRINGTIME IN 2006" (Plansky-Novak; prophetischer Seher).





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