Re: der Gute wird tatsächlich immer aktueller ;))) jetzt nur...
Geschrieben von detlef am 05. November 2005 17:29:12:
Als Antwort auf: Re: der Gute wird tatsächlich immer aktueller ;))) jetzt nur... geschrieben von Elbin am 05. November 2005 16:16:36:
moin,
>ein wenig Sarkasmus sollte gestattet sein;)
ich liebe sarkasmus, fast so wie apfelmus.
(bei ersterem natuerlich weniger, wenn er mir bestimmt ist.)>Die Unruhen welche wir jetzt in F erleben sind das Ergebnis eines selbstverschuldeten Problems.
auf wen moechtest du das "selbst-" denn angewendet sehen?
auf die ueblichen schuldigen, politiker, manager und hintergrund-herrscher?
oder gar am ende auch teilweise auf die modernen equivalente der hippies, die gesellschaftsverweigerer?
denn die neubuerger kannst du doch nicht meinen, das waere ja nicht anstaendig, von denen einen verzicht auf ihre angestammten kulturellen braeuche zu verlangen.>... Diese Satellitenstädte am Rande der Metropolen sind in der Tat Ghettos, wie man sie hierzulande nicht findet.
was ist schlecht an ghettos? ich weiss, dass seit warschau dies wort einen negativen klang hat, aber trotzdem bilden sich ghettos immer freiwillig von menschen, die unter "ihresgleichen" bleiben wollen. erst nach dieser freiwilligen bildung der ghettos setzt der abgrenzungseffekt der umwelt ein.
>Wer in den Banlieues residiert, hat keine Chance auf einen Arbeitsplatz ebensowenig die Möglichkeit in einem bürgerlichen Stadtteil Fuß zu fassen.
sorry, aber als selfmademan kann ich dies einfach nicht begreifen.
>Die harschen Worte die Frankreichs Innenminister vor wenigen Wochen fand um diese Hunderttausende Bewohner zu titulieren, war eine Provokation sondergleichen. *Abfall-Müll-Dreck* der *entsorgt* werden müsse. Die Lage in den Banlieues ist seit Monaten gespannt, Tausende von Polizeiwagen wurden vor Beginn dieser nun publik gewordenen Aktionen bereits angezündet, eine Deeskaltationspolitik fand nicht statt und das Problem ist über Jahre gewachsen, unternommen wurde nichts.
ja, wirklich empoerend, dass diese franzosen sich so drastisch ausdruecken. da lob ich mir doch die vornehme zurueckhaltung deutscher politiker im umgang mit den liebgewordenen zukuenftigen durchschnittsdeutschen. wo wuerde das wohl auch hinfuehren, wenn in deutschland drastische probleme mit drastischen worten bedacht werden wuerden.
diese frechheit der franzosen kann eigentlich nur daran liegen, dass sie noch so rueckstaendig sind, das wort franzose vorwiegend fuer keltische menschen zu gebrauchen.>Es ist zu leichtfertig gedacht die Ausschreitungen seien mit dem *Dschihad* in Verbindung zu bringen, es handelt sich um ein hausgemachtes, soziales Problem. Trabantenstädte dieser Größenordnung existieren weder in D noch im restlichen Europa. Das was wir hier haben ist von der Einwohnerzahl und auch von der Migrantenstrukur nicht vergleichbar.
abgesehen von der zentralistischer ausgerichteten franzoesischen staatsform, wird das ganze ein mentalitaetsproblem sein.
ich hatte als kellner in HH mal einen tunesischen gehilfen.
den hielt ich anfangs auch fuer faul und frech. das ging so weit, dass ich mich sogar angegriffen fuehlte, als er mich mit einem abgebrochenen glas verletzte.
doch nachdem ich mich daraufhin mit den psychologischen aspekten seiner situation vertraut machte, mich, mit einer bratpfanne, bei ihm entschuldigte,
hatte ich einen fleissigen, willigen und freundlichen gehilfen.
dieses positive verhaeltnis hielt ueber ein halbes jahr, ohne, dass ich ihn oefter als einmal woechentlich koerperlich erinnern musste.
mit etwas gutem willen, und tatkraeftiger fuehrung, kann man diese leute alle wunderbar integrieren.
die koennen ja schliesslich nichts dafuer, dass sie aus einem kulturkreis stammen, wo freundlichkeit als schwaeche ausgelegt wird.>Auch deswegen sage ich, dass diese *Vorhersage* nicht zutreffend ist. Wenn es zu Unruhen in D kommen wird, dann wird es andere Gründe haben. Zumindest in einem Punkt haben unsere Multikulti-Schwärmer doch etwas geleistet, nämlich die Ghettoisierung verhindert.
ich fuerchte, dass diese sich sehr schnell herausbilden wird, sobald das stadium der offenen gewalt erreicht ist.
gruss,detlef