Re: rural places with rampant banditry
Geschrieben von BBouvier am 01. Oktober 2005 14:54:38:
Als Antwort auf: rural places with rampant banditry geschrieben von Spitama am 01. Oktober 2005 14:31:02:
>>"... and if you look at other periods in history, for example, the plague years of the 1300s, what you see is really very impressive disorder in the country side, in the rural places, with rampant banditry, and people not really being able to live stable lives, and as a consequence of that, you get falling food production during another crisis, which only aggravates the problem. And I wonder myself about people who are moving out to rural places, thinking they’re going to have a survival bolt hole, and what kind of bargain they’re making for themselves. I myself tend to promote the idea that it’s at least as good, , and perhaps a better idea, to think about living in a small town in a cohesive community, ...."
>
>Yap, genau das habe ich mir auch schon gedacht : was geschieht mit den "einsamen" Höfen, die sich abseits der Städt während der Versorgungskrisen in Sicherheit wiegen? Abgelegenheit in Deutschland, lustig. In meiner überall käuflichen Generalkarte ist geradezu jeder Bauernhof eingezeichnet. Da fällt doch eine Meute nach der anderen über die vermeintlichen Ressourcen her, Schrotflinten und Hofhunde helfen auf Dauer wenig, zumal auch die ordinäre Frankfurter Nied-Gang mit großprojektliligen Teilchenbeschleuniger daherkommt. Eine Weile wird man sich bewaffnet zur Wehr setzen können, aber auf Dauer? Ich vermute, daß in jenen Zeiten die Horden wie im 30-jährigen Krieg auf Nahrungssuche umherziehen werden. Schauen wir uns doch mal den Krieg in Jugoslawien an: bewaffnete Truppen, auch selbsternannte Paramilitärs, zogen von Dorf zu Dorf, mordeten, brandschatzten und vergewaltigten. Und ich weiß von Leuten, die von daher stammen, daß dort fast jeder Bauer eine Waffe hatte. Und? Hat es was genützt? Nee. Im Gegenteil: Widerstand wurde umso brutaler vergolten.
>Leider ist die Situation in den Städten dann nicht besser.
>Also doch Flucht ins Wäldchen nebenan? Auf zum geselligen Waldfest mit tausend anderer Bürger?
>Saurier hat sich eine Gegend in Südfrankreich als Fluchort ausgesucht - dort ist es wirklich einsam. Nur zu blöd, daß ich mittlerweile nur aus meinem Bekanntenkreis eine Handvoll Leute kenne, die dann auch dorthin ziehen. Ist also nichts mit dem Eremitentum. Warum zur Hölle bezeichnet jeder diese Gegend als "einsam", wenn alle schon mal da waren?
>Viele Grüße!
>Spitama
Hallo, Spitama!Dazu habe ich eine Schau:
Auf der (autoleeren) Autobahn südlich Ulms,
in der Menmminger Gegend, ist diese voll mit Leuten
zu Fuss, auf Fahrrädern, mit Karren etc,
Richtung Alpen, Richtung Sicherheit.
=>Alle Richtung "Kleines Walsertal".
Dort z.B. dürfte es dann rasch ein wenig eng werden.Ganz anders beurteilte ich "Wald" pauschal.
Eigentlich neigt der Mensch dazu, in "Starre"
hocken zu bleiben.
Zu Hause.
Oder aber, der "Fluchtinstinkt" greift,
aber erst, wenn die Gefahr REAL und vor AUGEN.
Ergebnis:
=> Siehe oben.
(Volle AUTOBAHNEN!)Der "moderne Mensch" fürchtet sich ganz scheusslich
allein.
Mehr noch "im Wald".
Und zu essen gibts da auch nichts.
Und auch kein Haus.
Spätestens nach einer Nacht ist der
Postangestellte Dosenkohl wieder draussen,
und (wegen des entsetzlichen Abenteuers)
vorzeitig ergraut.Am besten dürfte es Dörfern ergehen, die es auf die
Reihe bekommen, eine straff organisierte Miliz
aufzustellen.
Nette Lektüre dazu von Löns:
"Der Werwolf".Gruss,
BB