Russische Presse konstatiert die Verwirklichung eines neuen Militärblocks

Geschrieben von Suchender am 03. August 2005 17:30:13:

Presse von Russland zum neuen Niveau der russisch-chinesischen Beziehungen

Die künftigen wirtschaftlichen und politischen Spitzenreiter - Russland und China - peilen ein neues Niveau ihrer Beziehungen an mit der eindeutigen Ambition, die künftige geopolitische Weltordnung zu beeinflussen.

Dies sollen nun auch die für Ende August geplanten gemeinsamen russisch-chinesischen Militärübungen "Friedensmission 2005" demonstrieren.

Laut einer Konzeption der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs werden die sich "stürmisch entwickelnden Länder" - Brasilien, Russland, Indien und China - gegen 2050 die grundlegenden Welttrends prägen. Brasilien ist von Russland in jeder Hinsicht ziemlich weit entfernt, dafür werden die Beziehungen mit Indien und mit China in letzter Zeit als vorrangig gestaltet, stellt die "Iswestija" fest. Vorerst allerdings nicht als ein Gegengewicht zum Westen.

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In den USA und anderen Ländern des Pazifikraums ruft die Tatsache besondere Besorgnis hervor, dass die Übungen im Rahmen der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (Kasachstan, China, Kirgisien, Russland, Tadschikistan und Usbekistan) stattfinden, betont die "Nesawissimaja Gaseta".

Wurde diese Organisation bisher als eine antiterroristische betrachtet, so nimmt sie jetzt Züge eines Militärblocks an. Sollte sich auch Indien der Organisation anschließen, so könnte ein beinahe ganz Eurasien umfassender Militärblock entstehen, was die nach Abschluss des Kalten Krieges entstandene monopolare Welt zweifellos stören würde.

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Ob in den Medienberichten nun russischer Nationalstolz einer Großmacht mitschwingt, sei dahin gestellt - auf jeden Fall hegt man vor einem neuen Weltkrieg keine Ängste, was darauf schließen läßt, daß auch die russische Presse im Dienst der russischen Politik steht ... .


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