Re: Zerstörung der Infrastruktur
Geschrieben von Harry am 02. Juli 2005 21:32:41:
Als Antwort auf: Zerstörung der Infrastruktur geschrieben von offthspc am 02. Juli 2005 18:31:24:
>Ist doch ein klassisches Mittel des Widerstandskampfes.
>Ob früher französische Eisenbahner ganze Züge in Täler "umgeleitet" haben oder ob Partisanen Brunnen vergiftet haben....
>Stets wurde versucht mit den wenigen zur Verfügung stehenden Mitteln maximalen Schaden anzurichten.
>Ach ja, nicht vergessen:
>Französische "Masquards" (bitte korrigiert mich falls falsch) und Partisanen sind heute laut Geschichtsschreibung natürlich "Gute" gewesen, Helden sowieso.
>Bei den Irakis muß die Geschichte noch geschrieben werden.
>Ob in irakischen Schulen in 30 Jahren über den heldenhaften, todesverachtenden Freiheitskampf der Iraker gegen die Besatzer oder über die sinnlosen, terroristischen Anschläge der Nach GK II Zeit gelehrt wird muß sich noch entscheiden !
>Ehrlich gesagt:
>Als da beim "Sturm auf Bagdad" die Bilder der verlassenen Kanonen und Panzer in der Nähe Bagdads gezeigt wurden habe ich schon innerlich vermutet:
>Diesmal sind die Iraker nicht so Propaganda verblendet wie im erstem Golfkrieg und lassen sich auf der Straße aus der Luft abknallen.
>Da gibt es wohl eine andere Strategie.
>Asymetrische Kriegsführung.
>Und wenn die Zeit zwischen den Kriegen genutzt wurde dann kann es im Irak noch Jahrzehnte so weiter gehen da vermutlich mehr als genügend Kampfmittel in diversesten Verstecken gelagert sind.
>Imho geht es jetzt darum die "Herzen der Bevölkerung" zu gewinnen auf das diese Druck auf den Widerstand ausübt.
>Ob das mit waffenstarrenden, brausenden Sturmfahrten durch Wohngebiete und der Anheuerung internationaler Söldner sowie der Uniformierung ehemaliger Kleinverbrecher gelingt ?
>Oder wäre es besser gewesen die US hätten mal eine Bomberstaffel damit beauftragt Care-Pakete und Dollarnoten vom Himmel Bagdads regnen zu lassen ?
>Wahrscheinlich war die Variante 2 mit den Care-Paketen zu wenig profitabel....
>So sitzt wahrscheinlich der Großteil der Einwohner Bagdads auf ihren heimlichen Wasservorräten und hofft auf weitere möglichst blutige Anschläge.
>Zumindest ich würde mich so verhalten wenn ich zwangs-befreit würde.
>Nicht vergessen !
>Die irak. Bevölkerung wurde keineswegs wie etwa die deutsche am Ende von WK II "sturmreif" bombardiert.
>In dieser Hinsicht ist im großem und ganzem (Stichwort: Kollateralschaden) das Kriegsinstrumentarium der USA ob seiner Treffgenauigkeit bewunderswert.
>(Ja ich weiß; so gut wie in der Propagande behauptet ist deren Krempel natürlich nicht ... aber noch vor 40 Jahren hätte es wohl ein B52 Flächenbombardement gegeben. Mit allen Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung)
>
>Das Fazit:
>Die Besatzer/Befreier (siehe: zukünftige Geschichtsschreibung) können nicht gewinnen.
>Die Widerstandskämpfer/Terroristen (s.o.) können nicht verlieren.
>Die Lösung muß wohl von 3 Seite kommen.
>mfG
>offthspc
Hallo dazu,Korkowski beschrieb in den 80er Jahren die Situation der sich gegenseitig abschlachtenden Moslems. Er beschrieb aber auch, dass sie eines Tages einsehen, wie schwachsinnig es ist, die eigenen Brüder abzuschlachten und dass sie davon ablassen und dass gemäßigte und Fundamentalisten (auch hier bei uns) gemeinsam gegen den Westen kämpfen. Die Christenverfolgung bei uns wird damit zu erklären sein.
LG
Harry