Re: Interessantes zur Zukunft

Geschrieben von Wizard am 17. Juni 2005 04:01:04:

Als Antwort auf: Re: Interessantes zur Zukunft geschrieben von Wolfi am 17. Juni 2005 01:44:03:

Moin Wolfi,

>Meiner Meinung nach werden von den klugen Köpfen mehr als nur einige übrigbleiben.

kommt darauf an, was oder wen du damit meinst.

Das, was man gemeinhin heute als kluge Köpfe meint, also Wissenschaftler etc. werden eher wenige übrig bleiben. Kluge Köpfe im Sinne von Experten im Überleben und Handwerker die noch mit veralteter Technik oder auch ganz ohne auskommen eher mehr.

>Viele wirklich kluge Köpfe sind ja irgendwie mit der Politik,Hochfinanz od. der Rüstung verbunden, und da sitzen immerhin die Personen die am ehesten Wissen, wann es zur Sache geht.

Das schon. So mancher von denen wird auch versuchen vorzubauen. Aber! Die meisten von denen sind im Grunde nichts weiter als rosa Hasis auf ihre Weise. Sie glauben, das sie mit ihrer Masche bis in alle Ewigkeit weiter machen können und das ihnen ihr Geld Schutz und Sicherheit bieten wird. Beide Sorten täuschen sich (hoffentlich). Mit ihrem Geld können sie sich hinterher höchstens den Hintern wischen und jeder von denen, der von den richtigen Leuten erkannt und erwischt wird, kann sich beglückwünschen. Ich für meinen Teil werden jedenfalls kein Pardon kennen. Sie kannten ja auch keins. Das heißt nun natürlich nicht, das ich mich gleich wenn es los geht wie der restliche Mob auf sie stürzen werden. Aus dem Kram werde ich mich schön heraus halten. Aber wenn mir hinterher einer von denen über den Weg läuft, sollte er / sie sehr schnell laufen.

>Wobei die Politiker ja nicht die Klügsten zu sein brauchen.
>Die sind eher Bauernschlau,wie es bei uns so schön heißt.
>Dadurch kann ich mir sehr gut vorstellen, daß diese Personenkreise wohl auch für "unvorhergesehene" Aktionen mehr als gut vorgesorgt haben.
>Dürfte für sie auch kein allzu grosses Problem darstellen.
>Für was haben die denn fast unbegrenzte Finanzmittel.

Stimmt, aber eben weil sie sich genau darauf verlassen, wird es ihnen um so mehr an den Kragen gehen. Für ihren Schutz brauchen sie einige Leute, die ihnen treu ergeben sind oder zumindest gut bezahlt. Die Leute brauchen aber auch was zu beißen und spätestens wenn das weniger wird und selbige erkennen, das es ums Ganze geht, werden sie sehr schnell gegen ihre Herren gehen. Sie könnten statt der Söldner sich aber auch einfach in einem Bunker mit Vorräten einigeln. Nur, die Vorräte werden nicht ewig halten und dann müssen sie raus. Fakt ist, egal wie sie es auch drehen und wenden, keiner von ihnen ist halbwegs fitt im Survival, die meisten sind nicht mal fitt genug um ihren Hintern aus dem Sessel zu heben. Stell dir nur mal vor, einige von unseren Politikern schaffen es tatsächlich so gerade noch aus Berlin herauszukommen. Und was dann? Beim nächsten Bauern um was zu essen und / oder Unterkunft betteln? Wie würden die meisten wohl reagieren, wenn sie einen von denen durch die Landschaft schleichen sehen ...

>Wir unterhalten ja auch eine Vorsorge, nur aber im kleinen.

Ja, das ist schon richtig. Nur bei uns geht es ums Überleben an sich und nicht wie bei ihnen um "Wie verarsche ich weiterhin die Massen um mich selber zu mästen". Unsereiner übt sich in handwerklichen und überlebenstechnischen Dingen, Hat seinen Fluchtrucksack / Fluchtkleidung, auf sich und seine Planung zugeschnittene Vorräte etc. Bei denen sieht das ganz anders aus. Die habe irgendwo ihre Villa / Bunker oder was auch immer, Vollgestopft mit Vorräten sie meist wohl eher auf Luxus als auf Überleben ausgelegt sind und ihre "Wachhunde". Wer wird da wohl weiter kommen?

>Dabei spielt es für solche Gruppen gewiss keine Rolle ob. es ein Stück Land ist, eine Groß-Bunkeranlage od. vieleicht eine abgeschiedene Insel.

Eben! Es wird keine Rolle spielen, weil es die falschen Vorbereitungen sind. Egal wie sie es auch drehen und wenden. Irgendwann sind sie am Ende der Fahnenstange. Unsereiner wird selbst dann noch weiterkommen, wenn er nur das nackte Leben gerettet hat (vorrausgesetzt, er / sie hat sich vorher damit eingehend beschäftigt). Bei denen ist da nichts in dieser Richtung. Oder glaubst du, das z. B. ein Schröder, Fischer Kohl oder sonst wer von denen auch nur in der Lage ist, in der freien Natur ohne irgendwelche Gehilfen, Ausrüstung oder Vorräte mehr als nur ein oder zwei Wochen zu überleben?

>Lezteres finde ich am Reizvollsten.

Wenn keine großen Naturkatastrophen mit auf dem Plan stehen würden, würde mir eine Insel auch gefallen, wenn keine anderen Möglichkeiten bestehen würden. Sie müsste allerdings wenigstens die Größe von z. B. Bremen haben und reichlich Wild und Pflanzen bieten. Im Normalfall ziehe ich aber Berge und Wald vor.

>Ersteres und Zweites kann ja schon lange in einem Millitär-Sperrgebiet, od. in einem Naturschutzgebiet aufgebaut sein.

Ja sicher. Nur nutzen wird es nicht viel. OK, wenn welche am Arsch der Welt auf einer Insel hocken, sind sie so lange Sicher, wie ihre Vorräte reichen und keiner an sie heran kommt. Aber beides wird nicht ewig der Fall sein.

>Und bestimmte Personenkreise wissen eben, daß zu einem raschen Wiederaufbau
>eben auch kluge Köpfe gehören.

Ja klar, kommt immer darauf an, was man wieder aufbauen will. Einen zustand wie jetzt werden sich meist nur Leute wünschen, die darin bestens versorgt sind und / oder lieber denken lassen als selber zu denken. Jeder halbwegs vernünftige Normalbürger wird sich (wenn er es überstanden hat) mit Händen und Füßen wehren wenn ihm jemand vorschlägt den Quatsch noch mal von vorne anzufangen. Man wird sich sehr schnell an eine gewisse Freiheit gewöhnt haben und vor allem daran, das man auch den Lohn für seiner Hände Arbeit selber erhält. Schau nur mal in die USA, dort schwärmt man immer noch von der Freiheit aus der Gründerzeit. Auch wenn die Zeiten längst vorbei sind. Zumindest für die Massen. In einigen Gegenden leben die ja immer noch so. Viel anders wird es hier nicht sein, wenn die Leute erst mal den Geschmack der Freiheit kennen. Nur eben mit dem Unterschied, das die sich so schnell nicht wieder in die Scheiße begeben. Deshalb hatte ich ja auch das mir den 500 bis 1.000 Jahren geschrieben.

>Für "normale" Arbeit gibt es sicherlich ausgesuchtes Personal.

Wird es dann auch geben. Jeder der was auf dem Kasten hat, wird Leute haben, die z. B. die Schafe hüten.

>Klingt zwar wie bei einigen Verschwörungs-Theorien, aber für die Oberschicht ist immer noch vorgesorgt worden.

Ja, aber nur so lange, wie sie die Zügel selber in der Hand hatten. Diesmal, so hoffe ich zumindest, werden sie ihre Zügel fallen lassen müssen und das wird es dann für sie gewesen sein. Sicher, das hängt auch von der Gegend ab (global gesehen) und wie viel die Gegend samt der dort befindlichen Bevölkerung von was abbekommt und wie die dortige Bevölkerung damit umgeht. Nehmen wir mal als Beispiel England und gehen davon aus, das die dort weder von übermäßig großen Naturkatastrophen noch vom großen Gemetzel in Richtung Bürgerkrieg was abbekommen. Da wird sich dann recht wenig dort ändern. Ganz anders sieht es aus, wenn die Natur dort voll drauf haut. Große Teile der Herrscherkaste (Politik und Königshaus) sind samt 60 % der Bevölkerung schlagartig weg. Die Überlebenden werden bestimmt nicht gleich losrennen und sich eine neue Regierung anschaffen. Die Schotten werden schnell mal eben ihre alten Clans ausgraben und genau so wird es in anderen Gegenden auch laufen. Nix mehr mit Regierung von oben.

>Dafür wird beim Zivilschutz fleissig gespart,bleibt weniger Pöbel übrig mit dem man sich womöglich nach einer Kriese(Krieg,globalen Katastrophen) herum ärgern muß.

Genau daran arbeiten sie ja. Für sich alles und für den "Pöbel" nichts. Und genau das wird sich die verbliebene Bevölkerung merken. Auch wenn sie im Moment noch wie ein verschrecktes Karnickel hinterm Baum vorlugt. Spätestens dann, wenn die Raubtiere nicht mehr zu sehen sind, kommen sie raus und werden selber zu Raubtieren. Sie kennen halt den Geschmack von Freiheit nur vom Hörensagen und meist das noch nicht mal. Aber lass sie erst mal davon kosten.

Ein Schaf bekommst du leicht in den Stall. Da genügt ein Plastikeimer und eine Hand voll Schrauben. Die Schafe denken Futter und rennen rein. Versuch das mal mit einem Rudel Wölfe.

>Ob solche Pläne existieren, od. "danach" funktionieren weis ich nicht,glaube aber, daß sich der Prozentsatz zwischen klugen u. normalen Köpfen sich zu deren Gunsten verändern wird.

Existieren werden solche Pläne mit Sicherheit und es werden auch mit Sicherheit nicht nur Pläne auf dem Papier sein. Es kommt halt darauf an, was genau auf uns zu kommt, wie weit es Schaden anrichtet und in wie weit und in welcher Größenordnung die Bevölkerung was von der Freiheit zu sehen bekommt.

Ich vermute mal, das die Drahtzieher den Knall deshalb soweit wie möglich hinauszögern, um so gut wie möglich selber darauf vorbereitet zu sein und die Bevölkerung so weit wie möglich zu verblöden. Beides kann man ja mit wachen Augen und Verstand bestens beobachten. Das ganze ist aber ein gewagtes Risiko. Je länger es sich noch hin zieht, um so mehr Wut baut sich auf. Sie werden versuchen den Scheitelpunkt zwischen Wut und Verblödung zu überschreiten, weil sie dann wieder auf der sicheren Seite sind. Knallte es vorher oder haben sie sich verrechnet, ist es das für sie gewesen. Schaffen sie es, herzlichen Glückwunsch. Dann laufen wir alle anschließend als chipüberwachte Sklaven herum, die sie sich ganz nach belieben genetisch zurechtzüchten und mit technischen Implantaten bestücken. Deswegen graut mir ja auch so davor, das alles nur halb so schlimm wird und wir zeitmäßig nur um 50 oder 100 Jahre zurückgeworfen werden. Die Menschheit hätte dann so schnell (wenn überhaupt) keine Chance mehr als solche zu überleben. Denn was dann kommt, ist im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle auf Erden. Nur merkt es dann keiner mehr. So was wie Matrix wäre dann eine durchaus denkbare Realität, auch ohne die Herrschaft von Maschinen. Was dann kommt, kann sich kein normaler, geistig gesunder Mensch mehr vorstellen. Ähnliches habe ich nur mit anderen Worten auch schon im Proph. geschrieben. Nutzt aber alles Reden nichts, renn es keiner hören will. Die Masse, selbst hier, möchte lieber den Kopf in den Sand stecken. Sieht man daran, dass man es am liebsten nur ganz sanft hätte und danach möglichst schnell wieder so aufgebaut wie es war.

Zum Teil gehöre ich ja selber auch dazu und such nach dem Resetknopf. Aber eben nur zum Teil. Zum Glück ist bei mir dieser Teil sehr klein. Einen Warmstart und neu booten können und müssen wir vergessen. Der ganze Scheiß gehört auf den Müll Ist wie Windows. Früher die ersten Versionen waren noch brauchbar, da hätte man bei vernünftiger Entwicklung was gutes draus machen können. Nun wird es aber mit jeder Generation schlimmer und es wird Zeit den Kram von der Festplatte zu schmeißen um was neues zu installieren. Da aber im Moment nichts neues da ist, steht man vor der Wahl mit Windows weiter zu arbeiten oder die Arbeit wie früher von Hand zu erledigen, bis was neues und besseres verfügbar ist. Beim Rechner könnte man auf Linux umsteigen. Da wir Billyboy zwar fluchen, aber mehr auch nicht. Im realen Leben sieht das ganz anders aus. Wenn man da ernsthaft zu einer Alternative greifen wollte (wenn eine da währe), würde Billyboy einen abknallen oder zumindest einsperren und den Schlüssel wegschmeißen. Also muss man erst mal den Billyboy loswerden und möglichst keinen neuen ran lassen.

MfG

Wizard


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