Grundsätzliches zur Wirkung von Kernwaffen!!

Geschrieben von Otto am 16. Juni 2005 19:45:22:

Hallo Forum !
Da hat mich ein "altes"Forumsmitglied angemailt und kritisiert , warum ich immer auf dem FALLOUT rumschreiben würde ! Wenn Kernwaffen eingesetzt würden , dann wäre ja wohl alles Wissen darüber sinnlos !
Das sollten alle Forumsmitglieder lesen , daher direkt im Forum :
1. Das Märchen , daß wenn Kernwaffen eingesetzt werden- alles sinnlos wäre - haben uns Medien und Politiker eingeredet !!!!
2. Natürlich gibt es gegen Kernwaffen keinen 100% Schutz ! Aber wo gibt es das überhaupt? Gibt es gegen Messer oder Steine einen 100% Schutz? oder gegen Kugeln?
3.Dort wo Kernwaffen gezündet werden (in Bodennähe oder wenige km darüber) ist natürlich ohne "starke" Schutzräume kein Überleben möglich , daraus folgt:
im Ernstfall Großstädte oder militärische und politische Zentren meiden!
4.Der Zerstörungsradius einer Kernwaffe geht mit der 3.Wurzel der Energie!
daraus folgt z.B. bei einer 20kt-Bombe(Hiroshima) wäre im Keller ein Überleben bei ca 1,5km Entfernung vom Boden-Nullpunkt möglich, bei einer 200kt-Bombe bei 3 km , bei einer 2Mt-Bombe bei 7 km und bei einer (unwahrscheinlichen)20Mt-Bombe bei 15 km.Da um die Großstädte die Bevölkerungsdichte sehr schnell abnimmt , wäre bei 20kt mit ca 10-20 tausend Toten(bei Warnung), bei 200kt mit ca 40-80 tausend Toten , bei 2Mt mit etwa 200-400 tausend Toten, bei 20Mt mit ca 1 Million Toten zu rechnen. Das klingt furchtbar, aber durch Evakuierung könnten die Zahlen deutlich niedriger ausfallen !
5. Mit dem fallout haben uns die Medien den Horror eingeredet:jetzt gäbe es auch auf dem "flachen Land" kein Überleben ! Aber das ist grundsätzlich falsch!
6.Im Gegensatz zu den Druck-Hitze-und Primärstrahlungsschäden wächst der Fallout zwar mit wachsender Bombenenergie flächenmäßig an , aber nicht Intensitätsmäßig! Grund dafür ist , daß zwar die Menge radioaktiver Spaltprodukte linear mit der Energie steigt , aber ebenfalls steigt die belastete Fläche an.Daher wird die "Bezugsdosisleistung" von Fallout(die theoretisch auf eine Stunde nach Explosion hochgerechnete Dosisleistung an einer bestimmten Stelle) nicht merklich verändert (es sei den Regen oder Schnee...würden die Dosis beeinflussen).
7.Aber diese Bezugsdosisleistung (z.B.1000 rem/h oder 10Sv/h) wird oft garnicht erreicht, da der Fallout oft nach 1 Stunde noch garnicht ausgefallen ist!
8. Im Gegensatz zu Tschernobyl nimmt die Aktivität von Fallout rasend ab!
nach 7 Stunden auf 10%,nach 2 Tagen auf 1% nach 14 Tagen auf 0,1%...
9. In dieser Zeit sollte man einen Ort aufsuchen, der Strahlenschutz liefert(Keller ohne Fenster,Wohnraum möglichst innen liegend-Bad,..,Wohnraum in "Hochhaus", oder z.B. Loch im Garten,U-Bahntunnel,....)auch ein selbstgebauter Erdbunker (möglichst luftdicht) schützt nicht nur vor Fallout,sondern hat in Hiroshima wenige Meter neben dem Bodennullpunkt vor allen anderen Schäden geschützt!
10.Auch die Gefahr der Kontamination sinkt schnell ab!Am schlimmsten ist sie während der Fallout runterkommt!Da sollte man nicht im Freien sein!Aber auch hier kann Wissen das leben retten! Gruß Otto


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