Wie könnte man ...
Geschrieben von Wizard am 17. Mai 2005 03:00:59:
Als Antwort auf: Re:Genau so würde ich..... geschrieben von Saurier61 am 16. Mai 2005 20:36:58:
... ein solches Projekt aufziehen und was könnte man alles damit machen?
Oberste Zielsetzung wäre aus unserer Sicht die Schaffung einer möglichst sicheren Zuflussstätte, die nicht nur allen dort ansässigen ein Dach über dem Kopf bietet, sonder auch Nahrung und Schutz.
Optimal wäre hierzu ein größerer Bauernhof oder noch besser ein kleines Dorf. Selbstverständlich an einem in der Zukunft möglichst sicheren Ort, der ausreichend Schutz, Nahrung, Wasser und was man sonst so benötigt (z. B. Brennholz, jagdbares Wild) bietet. Vorzugsweise in einem kleinen und möglichst schwer zugänglichen Tal.
Ist so ein Hof oder Dorf gefunden, müssen möglichst schnell die ersten von uns hin um mit der Arbeit zu beginnen. Ist alles soweit hergerichtet (Wohnraum, Arbeitsbereiche etc.) kann man mit dem Jugendamt in Kontakt treten, welches dann die Kinder und Jugendlichen vermittelt. Vom Jugendamt erfolgt auch die Zahlung.
Auf dem Hof könnte Kindern und Jugendlichen folgendes vermittelt werden:
Leben in einer Gemeinschaft mit sinnvoller Einbringung der eigenen Person.
Umgang mit Tieren, Landwirtschaft und der Natur im allgemeinen.
Handwerkliche Grundkenntnisse (Holz, Metall, Leder, Stoff usw.), quasi eine Berufsvorbereitung / Berufsfindung.
Survivalkenntnisse, die man als Pfadfinderkram betitelt (muss das Jugendamt nicht unbedingt wissen).
Dann natürlich noch jede menge Freizeitangebote, halt alles was sich dort so machen ließe.
Was es für die Kinder und Jugendlichen dort nicht mehr geben wird:
Alkohol, Drogen, Tabakwaren (je nach Alter), herumlungern, Vandalismus, übermäßiger Konsum von Glotze und Daddelgeräten, Konsumzwang usw.
Gewisse heute bei Kindern und Jugendlichen übliche Neigungen ließen sich sogar gegen sie verwenden (hier im positiven Sinne gemeint). Gewisse Dinge und Aktivitäten dürfen z. B. nur von solchen gemacht werden, auf die man sich verlassen kann. Sie müssen sich also gewisse Dinge erst "verdienen". Hört sich zwar erst mal komisch an, aber das funktioniert. Bei mir durften z. B. nur Kinder und Jugendliche mit auf eine Fahrradtour, die vorher ihr Fahrrad vorgeführt hatten. Mängel an Fahrrädern mussten sie selber in Ordnung bringen. Unter meiner Aufsicht und Anleitung versteht sich. Also nix mit Pappi mach mal oder zum Fahrradladen bringen und Pappi zahlt. Wer sein Fahrrad in Ordnung hatte, durfte mit auf die kurzen Touren, die Schulung und Training für größere Unternehmungen waren. Wer also mal auf eine zwei oder drei Tage dauernde Tour mit Zelten und Grillen mit wollte, musste sich vorher schon ein wenig bemühen. Ähnlich habe ich es dort mit dem Werken und einigen anderen Dingen gemacht. Klar, zu Anfang ist das gar nicht so leicht, weil von den Kindern und Jugendlichen kaum einer zu irgendwas Lust hatte, dass auch nur entfernt nach selbstständigem Denken und Arbeit ausgesehen hat. Das ändert sich aber erstaunlich schnell, wenn sie sehen, was man so alles machen und erleben kann. Meine eigenen drei Junges waren dabei natürlich gute Zugpferde ;-))
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MfG
Wizard