Re: Das kommt jetzt alles, alles, alles unter'n Hammer .....
Geschrieben von Platon am 08. Mai 2005 17:14:
Als Antwort auf: Das kommt jetzt alles, alles, alles unter'n Hammer ..... geschrieben von NoPasaran am 08. Mai 2005 11:33:43:
Moin.
Damit rückt die Möglichkeit näher, daß von einigen Foris zeitlich in etwa 10 Jahren angesiedelte Bauprojekte zeitlich näher rücken könnten, womit sich dann die erhoffte Restlaufzeit verringerte. Das ginge dann auch mit den meisten anderen, besonders in den letzten Monaten erkennbaren Anzeichen einher.
Gruß,
Platon>..... zu singen nach der Melodie von "Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel", oder auf guat wienerisch: "Vakaafts mei G'wand, i fahr' in Himmel" .....
>Hallo Leut's,
>eine Meldung im OnLeinSchpiggl, die mir irgendwie nicht weiters und besonders auffiel, aber dann, beim täglichen Reinschauen bei Freace, da hat's geschnackelt:
>Das Wappentier des Topmanagements ist bekanntlich der Lemming, und es scheint, daß die Top-Etage der Politik da nicht zurückstehen will.
>Rot-Grün will Privatisierung ausbauen
>Die rot-grüne Koalition will die Finanzierung, den Bau und den Betrieb wichtiger Infrastrukturprojekte verstärkt an private Investoren übertragen. So sollen die wachsenden Milliardenlöcher in den öffentlichen Haushalten gestopft werden.
>Berlin - Einem vertraulichen Eckpunktepapier der SPD-Fraktionsspitze zufolge sollen Straßen, Schulen, Gefängnisse, Universitäten sowie die kommunale Wasser- und Stromversorgung künftig immer dann in private Hände gegeben werden können, wenn dies günstiger ist als eine rein staatliche Lösung, berichtet der SPIEGEL.
>Und weiter:
>Die Koalition verweist bei ihren Planungen vor allem auf internationale Erfahrungen. Durch die Partnerschaften könnten "Effizienzgewinne und damit Kosteneinsparungen in Höhe von 10 bis 20 Prozent" erzielt werden. Allein in Großbritannien würden inzwischen circa 20 Prozent aller öffentlichen Projekte auf diese Art bereitgestellt.
>Ah ja, Großbritannien. Vielleicht sollten sich die betreffenden Damen und Herren mal vor Ort schlau machen, wie das in Großbritannien so aussieht mit der öffentlichen Infrastruktur, beispielsweise was die Bahn, und da ganz speziell den Zustand der Gleiskörper und der Signalanlagen betrifft, oder die medizinische Versorgung für die Nicht-Upper-Class, oder die Wasserversorgung et cetera.
>Aber was tut man nicht alles, wenn der Pleitegeier schon am Dachfirst sitzt, unter Mitbringung seiner Familie, der Angeschwägerten und des engeren und weiteren Freundeskreises .....
>Zwei Kommentare dazu.
>Erstens, was die potentielle Knast-Privatisierung betrifft: Das scheint in den USA eine echte Wachstumsbranche zu sein, afaik - wer will, kann googlen - führen die USA die Hitparade des prozentuellen Anteils Knackies pro Einheit Einwohnerschaft so ziemlich an, was frau/man vom Land der Tapferen und Freien ja wohl auch erwarten durfte, denn wo eine einschlägige Lücke, dort auch ein Markt. Was ich mich' frag', ist allerdings folgendes: Wie kann ein Privatknastunternehmer für sein Produkt Marketing betreiben ? Da wird's nämlich schwierig .....
>Hab' ich hier eigentlich schon einmal gesagt, daß, imvho, Demokratie und Kapitalismus auf etwas längere Sicht absolut inkompatibel sind ? Nein ? Na, dann sag' ich's jetzt.
>Und zweitens die Tante SPD betreffend, denn die ist inzwischen wirklich hübsch schizo: Einerseits der Münte, der diese Kapitalismus-Debatte vom Zaun bricht - was, nebenbei, längst überfällig war, wobei man sich, was Ton und Details betrifft, durchaus noch streiten kann, aber nicht prinzipiell -, und dann andererseits sowas. Und dazu noch zwei links, einer davon allerdings englisch:
>Der deutsche ist wiederum aus'm OnLeinSchpiggl, as follows:
>Kapitalismusdebatte
>Manager wollen Schröder zur Rede stellen
>In der Kapitalismusdebatte haben sich nun drei hochrangige Manager international operierender deutscher Firmen zu Wort gemeldet. Sie fordern ein Gespräch mit dem Kanzler. Ihre Argumente dürften Gewicht haben: Schröder hatte sie persönlich zu Beauftragte der Bundesregierung berufen.
>Berlin - Die drei Regierungsbeauftragten für Investitionen aus dem Ausland, Lufthansa-Aufsichtrats-Chef Jürgen Weber, Siemens-Aufsichtsrats-Chef Heinrich von Pierer und Ex-Daimler-Manager Klaus Mangold, wollen zusammen mit 20 Vertretern amerikanischer Firmen in Deutschland, darunter Ford und Motorola, mit Gerhard Schröder das Gespräch über die Folgen der Debatte führen. Weber sagte der "Welt am Sonntag", das Treffen werde am 1. Juni stattfinden. Schröder werde dann aus erster Hand erfahren, wie die Kapitalismusdebatte auf das Ausland wirkt. Er hoffe, "dass bei dem Gespräch etwas hängen bleibt". (Hervorhebung von mir, NoPasaran)
>Sprich, die meinen, daß es Zeit für zumindest Schadensbegrenzung wäre. Keep the sheep in bondage deep ..... (Muß ich mir merken, gäb' vielleicht eine ganz gute hook line für einen Songtext.)
>Und schließlich noch dieses hier, Jurassic Park, Psuedo-events, and Prisons / The fallout from Abu Ghraib, und zwar mit Bezug auf das, was in diesem Artikel als 'Pseudo-Event' bezeichnet wird: Denn der ganze politische Zinnober, der denen, die sich das noch andrehen lassen, als ebensolcher wichtiger verkauft wird, ist letztlich nur noch ein riesiger Pseudo-Event, die wirklich wichtigen Entscheidungen fallen ganz woanders, beispielsweise dieses Wochenende in Rottach-Egern, mit Anschauungsbericht hier. Aber wer halbwegs englisch kann, sollte sich diesen Artikel reintun, das zahlt sich wirklich aus, wie alles, was der Autor dieses Artikels so schreibt, und was den betrifft: Der ist schon sehr, sehr unwahrscheinlich, siehe hier, bißchen runterscrollen, der zweite Eintrag.
>lg Nopasaran
- Interessanter Gedanke, das ..... (n/t) NoPasaran 09.5.2005 08:28 (0)