Re: Putin weiß, wer sein Land kaputt gemacht hat und sucht Verbündete

Geschrieben von Alceste am 07. Mai 2005 15:35:35:

Als Antwort auf: N : Frage in die Runde.. geschrieben von Apollo am 07. Mai 2005 14:32:53:

>Wie würdet ihr diese Meldung interpretieren ?

Hallo Apollo,

bei Putin habe ich schon lange den Eindruck, daß er weiß, wer sein Land kaputt gemacht hat und er daraus die Konsequenzen zieht.

Anders als die deutschen amerikanisierten Brainwash-Zombies weiß Putin, daß es zwischen Rußland und Deutschland Jahrhunderte der gegenseitigen Sympathie und Achtung gegeben hat, und daß diese Zeiten für beide Länder sehr glückliche Perioden gewesen sind.

Um diese kontinentalen Friedensblock zu zerstören, wurde vom Westen aus der Erste Weltkrieg angezettelt und die bolschewistische Revolution gesponsert.

Warum wohl bezieht sich der ehemalige Gulag-Sträfling Alexander
Solschenizyn auf Anthony Sutton und schreibt, daß Leo Trotzkij vom Wall-Street Banker Jakob Schiff erhebliche Gelder erhalten hat?

Ich interpretiere Putins Poilitik als Versuch, an die vor-bolschewistischen Zeiten anzuknüpfen und sich durch eine verstärkte Partnerschaft mit Deutschland den Fängen des US-Imperialismus zu entwinden, der sein Land nicht nur ausbluten läßt, sondern zugleich danach trachtet, es zu filetieren. Putins Warnung an jene, "die das Geld haben" war mehr als deutlich.

Bestimmt hat er dabei jeden Gedanken an die Soros-Foundation, Goldman-Sachs, Rothschild, Rockefeller und die anglo-amerikanischen Mineralölkonzerne entschlossen von der Schwelle seiner Bewußtseins gewiesen.

Was also macht der russische Staatspräsident?

Er treibt Interessenpolitik und versucht für sich und sein Land das Beste herauszuholen, indem er sich nach neuen Partnern umsieht. Eingefahrene Denkschablonen und strafbewehrte Geschichtslügen interessieren ihn dabei wenig.

Vladimir rollt für Deutschland den roten Teppich aus, daß man für seine Zukunft große Sorgen haben muß.

In einem BILD-Interview fallen folgende Sätze. Hier eine kleine Auswahl:
* Ich persönlich habe die Deutschen nie als feindliche Nation gesehen.

* Mir ist es bis heute völlig unbegreiflich, warum Dresden vernichtet werden mußte. Aus Sicht der Kriegsführung bestand damals dafür überhaupt gar keine Notwendigkeit

* Sogar während der schwierigsten Phase des Krieges rief die sowjetische Führung das Volk dazu auf, nicht alle Deutschen mit den Nazis gleichzusetzen: „Hitlers kommen und gehen, aber das deutsche Volk bleibt.“ Und das war keine bloße Propaganda. Es war die Überzeugung der meisten sowjetischen Bürger. Eine solche Sicht der Dinge haben mir auch meine Eltern vermittelt.

* Damals wurde das deutsche Volk in vieler Hinsicht zum Opfer der politischen Verantwortungslosigkeit seiner damaligen Spitzenpolitiker. Es wurde durch die nationalsozialistische Ideologie vergiftet und in ein blutiges Gemetzel verwickelt. Auch für Millionen von einfachen Deutschen wurde dieses militärische Abenteuer zur persönlichen Tragödie.

* Wir hatten einmal eine Deutsche als Zarin, Katharina die Große, die unter unseren Herrschern eine der tatkräftigsten gewesen ist.

* Natürlich. Denn es geht um die größte Tragödie nicht nur des 20. Jahrhunderts, sondern der gesamten Weltgeschichte, in deren Mittelpunkt unsere beiden Völker standen. Und es ist geradezu unsere Pflicht, die Lehren jenes Krieges in Erinnerung zu behalten.

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Wenn ich mir den letzen Absatz anschaue, bin ich froh, daß Putin den 8. Mai in Moskau feiert. Auf deutschem Boden würde er Gefahr laufen, wegen Verharmlosung des "historischen Offenkundigen" mit einem Strafverfahren überzogen zu werden.

Mit seiner Aussage - wenn wir sie mal auf das 20. Jahrhundert beziehen - hat Putin auf eine Art und Weise recht, daß das gesamte Selbstverständnis der BRD und ihrer Politiker schlagartig zu Staub zerfallen müßte, wie einst die Mauern von Jericho.

Ich wünsche Vladimir gute Leibwächter und eine loyale Armee. Wenn es ihm zu Hause nicht mehr gefällt, würde ich ihn gerne bei uns in höchsten Ämtern sehen.

Rußland hatte eine deutsche Zarin, warum sollten wir nicht mal einen russichen Kanzler oder Bundespräsidenten haben?

Er ist doch eh der einzige Politiker weit und breit, der sich öffentlich für deutsche Interessen stark macht.

Warum sollen nur Spargelstecher aus dem Osten kommen? Es ist höchste Zeit, nicht nur das arbeitende Volk auszuwechseln, wir sollten endlich mal den politischen Eliten ein Rendezvous beim Arbeitsamt verschaffen.

Alceste



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