Re: meine Gedanken @Werner

Geschrieben von Saurier61 am 22. April 2005 10:56:03:

Als Antwort auf: Re: Antrag an Forum(smaster) meine Gedanken geschrieben von werner am 22. April 2005 00:01:41:

Hallo Werner,

ja, darüber hab ich mir auch schon Gedanken gemacht. In meinem Garten muß ich ja gegen kleine Fraßmonster auch was unternehmen.

Da ich in meinem Garten keine Chemie versprühen will, hab ich Lösungen gegen Insekten gefunden.

Kohl wird von rankender Kapuzinerkresse gegen Tauben Kohlweißling, Kohlmotte und Schnecken geschützt. Man muß nur ab und an auslichten, damit der Kohl Platz bekommt. So kann man auch Gurke, Zucchini und Kürbis vor Schnecken schützen. Gegen Kaninchen könnte man aus kleinen Ästen einen Schutzwall bauen, nach oben hin enger werdend.

Von der Kapuzinerkresse kann man übrigens die Blütenknospen als Kapernersatz nehmen, Blätter und Blüten sind essbar.

Auch andere Blüten sind essbar, wie z. B. Holunder, Rosen, Jasmin, Kamille, Lavendel, Ringelblumen, Stiefmütterchen und Zucchiniblüten.

Ringelblumen einmal ausgesät vermehren sich wie Unkraut. Keine Fraßfeinde.
Die o.g. Blüten kann man in Suppen und Salaten verwenden. Teilweise auch als Gewürz.

In meinem Garten hab ich übrigens die Erfahrung gemacht, dass wenn ein Gemüse einzeln steht, zwischen Blumen und anderem einzelnstehendem Gemüse, es kaum Schädlingsbefall gibt.

Insekten werden von den Gerüchen der Pflanzen angezogen. Je mehr auf einer Stelle stehen um so stärker riecht es.
Deshalb schützen sich z.B. Zwiebeln und Möhren gegenseitig gegen Möhren und Zwiebelfliege.

Jungfer im Grünen (Blume) um Salat gepflanzt hält Schnecken fern.

Buschtomaten kann man unter einem Baum oder Felsüberhang wachsen lassen, denn das Einzige was ihnen schadet ist viel Wasser auf den Blättern. Buschtomaten müssen auch nicht ausgegeizt werden, können wild wachsen.

Karoffeln kann ich da anbauen, wo kein Wildschwein hinkommt, die können nicht klettern ;-)) (ich bin dann im Gebirge)

Bohnen und Kartoffeln fressen Kaninchen eh nicht, die sind (roh)für Kaninchen giftig.

Topinambur hat soweit keine Fraßschädlinge, außer vielleicht Wildschweine, da gilt dann das Gleiche wie für Kartoffeln.
Topinambur kann man kaum ausrotten. Solange noch ein kleines Stück der Knolle im Boden ist, wächst es wieder nach. Selbst Reste vom Putzen sind in meinem Kompost gewachsen. Seitdem kommt das in die Biomülltonne ;-))Topinambur ist absolut frostfest.

Zum Anbau von Kartoffeln noch ein Hinweis: Auch wenn sie Frost bekommen, man kann sie dann zwar nicht essen, aber sie schlagen im Frühjahr wieder aus und bilden neue Kartoffeln die dann wieder essbar sind.

Außerdem sind Kartoffeln, die kurz vor dem Winter ohne Keime in den Boden gegeben werden (oder im Herbst im Boden vergessen wurden) schon Ende Mai fertig und außerdem sind die Pflanzen viel kräftiger. Man kann dann ernten und einen Teil wieder in den Boden setzen für die nächste Ernte im Herbst. So hab ich immer 2 Mal im Jahr Kartoffeln. Meine Schrebergarten-Nachbarn verstehen das immer noch nicht *ggg*.

Kartoffeln kann man auch vor dem Setzen teilen. Dann sollten an jeden Teilstück 2 bis 3 Augen sein (aus 1 mach 2 oder drei). Manchmal wachsen auch aus Kartoffelschalen neue Pflanzen. Also nicht wegwerfen sondern einbuddeln.
Bohnen zwischen Kartoffeln gepflanzt erhöhen den Ertrag von Beiden.

Steckrüben und Rote Beete, Radieschen, Rettich und alle anderen Wurzeln kann man mit Tagetes vor Schädlingen schützen.

Da Erbsen gerne von Vögeln gefressen werden, nehme ich Zuckerschoten. Die kann man auch trocknen.

Rhabarber werde ich auch anbauen. Ein kleines Wurzelstück reicht aus, es darf beim Transport nur nicht austrocknen. Rhabarber wird nicht von Tieren gefressen und ist das erste Gemüse im Jahr. Kann man bis Ende Juni ernten. Am besten ist der rote Rhabarber, der ist nicht so sauer. Vitamine A,B,C und Mineralstoffe Kalium, Calzium, Phosphor.

Für alles werde ich wohl kein Patent-Rezept haben, aber wenn ich sehe, was den Pflanzen geschadet hat, fällt mir für das nächste Mal bestimmt eine Lösung ein.
Verluste wird man immer irgendwie hinnehmen müssen. Aber wenn man das Doppelte bis Dreifache des Bedarfs anbaut, kann man doch relativ sicher davon ausgehen, dass man im Endeffekt genügend ernten kann.

Und der Zeitfaktor spielt hier auch keine große Rolle, es geht keiner mehr einer geregelten Arbeit nach, hat also fast den ganzen Tag für den Anbau Zeit.

Lieben Gruß von
Helga



>>Das hatte ich auch geschrieben:
>>-Plünderer sind faul. Sie bauen nichts an, sie machen es sich einfach und nehmen das was andere erarbeitet haben. Sie gehen dahin, wo es am einfachsten ist, Beute zu machen. Sie werden nicht in den Bergen herumklettern und nach evt. Beute suchen, das ist denen viel zu anstrengend.-
>>Ich habe mir schon eine Gegend ausgesucht, in der es in weitem Umkreis keine größeren Dörfer gibt und das Gelände ist nicht mit Fahrzeugen befahrbar.
>>Sollte sich doch mal jemand dahin begeben, dem ich nicht begegnen möchte, verzieh ich mich für eine kurze Zeit, denn für Plünderer ist es da, wo es nichts zu holen gibt uninteressant und sie wandern weiter.
>>Mit weiterziehen meinte ich nicht, ganz aus der Gegend verschwinden.
>>Es wird da im Umkreis von ca 30km genügend Ausweichmöglichkeiten geben. Außerdem kenne ich mich dann da besser aus, als diejenigen, die zufällig vorbei kommen könnten -Heimvorteil;-).
>>So sind wir immer noch in der Nähe unserer versteckten Ausrüstung und Anbauflächen.
>>Auch wird der Anbau von Lebensmitteln mindestens 2 km vom Aufenthaltsort entfernt stattfinden. Alternativ kann man auch den Umkreis auch noch erweitern.
>>Ob ich nun in weiterem Umkreis nach Wildpflanzen suchen muß, oder weiß, wo etwas wächst ist ein großer Unterschied.
>>Die Ausrüstungsgegenstände und Saatgut, die versteckt werden, sind nicht in unmittelbarer Nähe des Aufenthalts. Hier geht Sicherheit vor Bequemlichkeit.
>>Zelte werden so getarnt, dass man schon drüber stolpern müßte, Kochstelle wird auch ausserhalb gebaut.
>>Ich bin zwar ziemlich sicher, dass da nie jemand auftauchen wird, aber Vorsicht ist immer angebracht.
>>Im übrigen werde ich auf den Anbau von Getreide verzichten.
>>Man baue auf einem 30X30 cm Beet Gtreide an, auf einem anderen Kohl (Kartoffeln).
>>Das Getreide ergibt dann eine Hand voll, mit dem Kohl (Kartoffeln) macht man 4 Personen satt.
>>Lieben Gruß von
>>Helga
>
>Hallo Helga
>Da ist ein Schwachpunkt drin.
>Das vereinzelte gute Zeug wird Schnecken, Karnickel, den allerletzten echten Hasen, Wildschweine, Rehe etc. anziehen.
>Vor allem Schnecken.....
>Schätze, du erntest nur die Kartoffeln. - falls sich die Wildschweine nicht noch weiter vermehren.
>
>Hast du da eine Lösung ?
>Gruß
>werner


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