Re: Antrag an Forum(smaster) meine Gedanken
Geschrieben von werner am 20. April 2005 21:36:39:
Als Antwort auf: Re: Antrag an Forum(smaster) meine Gedanken geschrieben von zyncron am 20. April 2005 21:04:47:
>Aber zur Frage Gruppe/Einzelkämpfer:
>Ein einzelner Plünderer wird relativ einfahc von einem Familienclan im Schach gehalten, aber auch Raub-Plünderer können sich in Gruppen organisieren. Nur werden diese keine "schwachen" Mitglieder in ihrer Runde dulden.
>Als Sippe hast du eventuell die Oma dabei, oder deine Kinder. Mit dieser Gruppenzusammenstelllung kommst du z.B. langsamer voran, und du musst gegebenenfalls "kompromissbereit sein (bzw. Einem bewaffneten Räuber nachgeben) weil du Verantwortung für andere trägst. Ein toter Vati nützt den Kindern nämlich nichts mehr. Da kann es schon mal vorkommen das sman ein Versteck welches von Plünderern gefunde wurde aufgeben und sich verziehen muss anstatt es zu verteidigen.
>Nicht dass das jetzt jemand falsch versteht, ich will ganz bestimmt nicht dazu aufrufen Familienmitglieder zurück und im Stich zu lassen. Aber ein Familienclan der auf einzelne Mitglieder Rücksicht nehmen muss ist gegenüber einer Guerilla-Truppe ganz klar im Nachteil.
>Nicht dass ich das gutheißen täte, aber es wird vermutlich dazu führen dass am Ende mehr von den "Guerillas" über bleiben wie von den "braven Familienclans".
>zyncron
Ist die Frage, wo du das "Ende" setzt.
daß die Gesellschaft kurzzeitig (im weltgeschichtlichen Sinn gemeint, ich lebe zu kurz, um beurteilen zu können, ob es Generationen, Jahrzehnte oder bloß Jahre braucht) verwildert und ihre Schwachen u.U. zurücklassen muß, denke ich auch.
Halte ich auch für einen notwendigen Verjüngungsprozeß unserer Gene, denn seit der "medizinischen Revolution" werden wir im echten Sinn durch Degeneration immmer lebensuntüchtiger.
Hoffe, jetzt schreit keiner "Nazi-Ideologie".Schon mittelfristig wird es notwendigerweise wieder zu sozialen Strukturen kommen, weil sich auch eine Gruppe rücksichtsloser Mörder, Räuber, Piraten etc. sonst in kurzer Zeit gegenseitig umbringt oder vereinzelt.
Also wird die Gruppe im Vorteil sein, die sich schnell wieder ihrer zivilisatorischen Erfahrungen erinnert und entsprechende Strukturen intern durchsetzt.Erfolgreiche Gesellschaften haben eigentlich immer einen aggresiv lebenstüchtigen, d.h. kriegerisch erfolgreichen Anfang.
Gutes Beispiel btw. ist die Entstehung des römischen Reiches - wenn ich es ohne lange nachzulesen noch aus dem Kopf zusammenbringe....dann war das etwa so:
Eine ursprünglich landwirtschaftlich basierte Gruppe Einwanderer fand in den fruchtbaren Schwemmlandebenen des Tiber in Latium guten Ackerboden vor und wurde dort seßhaft.
Der erwirtschaftete Reichtum ließ sie nicht zur Ruhe kommen, weil dauernden Angriffen ausgesetzt.
So entwickelte sich aus einer bäuerlichen Gesellschaft ein Kriegervolk, das in den ersten Jahrhunderten seine Kriege praktisch ausschließlich aus Selbstverteidigungsgründen führte und dabei so geübt und erfolgreich wurde, daß das riesige römische Reich daraus wurde.Dann wurden sie fett und trugen die Folgen ihrer Degeneration.
Amen.:)))
.....
......jedenfalls bin ich durchaus nicht der Meinung, daß die abgrundtief Schlechten und Erzegoisten einen evolutionären Vorteil haben, im Gegenteil.
Forschungen haben ergeben, soweit ich mich erinnere, daß uneigennütziges Sozialverhalten innerhalb der Sippe die Überlebenswahrscheinlichkeit steigen läßt.
Ist wahrscheinlich effektiver, die Frauen zu beschützen, als sich den Nachwuchs kidnappen zu müssen
und ist wahrscheinlich günstiger, einen verletzten erfahrenen Krieger zu versorgen und aufzupäppeln als einen gekidnappten Jungen entsprechend auszubilden und loyal zu erziehen.
Gruß
werner