Die Bertelsmann-Stiftung ein humanistisches Feigenblatt ???!!!
Geschrieben von Gast am 06. April 2005 12:16:
Als Antwort auf: Re: wenn die Geschichte eines Großkonzerns bis 1921 ausgegraben werden muß geschrieben von Suchender am 05. April 2005 17:42:
Eine Stiftung, die im Besitz von 70% des Konzerns ist und allein hunderte von Mitarbeitern braucht, um die Gewinne, die aus dem Konzern rüberwachsen, möglichst effektiv und sinnstiftend wieder in die Gesellschaft einzbringen, ist für dich ein Feigenblatt ??!! Da bleibt mir doch echt das Frühstücksei im Halse stecken.
Vielleicht klickst du mal die Website dieser Bertelsmann-Stiftung an, damit du wenigstens weißt, worüber du dich moralisch entrüstest.
Kaum ein gesellschaftliches Problem, das nicht aufgegriffen wird und bei dem nicht versucht wird, Problemlösungen oder Verbesserungen oder wenigstens Problembewußtsein zu erreichen. Quer durch den Gemüsegarten. Und ob es nun um Wissenschaft, Bildung, Integration von Zuwanderern, Seniorenbetreuung, Volkskrankheiten, Bürgerbeteiligung in Kommunen, Staatsschulden oder was auch immer geht - alles Themenbereiche, die im gesamtgesellschaftlichen, also auch in deinem Interesse liegen.Und wenn du dort mal ein bißchen herumklickst, kommst du bei den Projekten vom hundersten ins tausendste. Aber für dich ist das alles anscheinend nur zum Wohle einiger weniger. Vermutlich dient aber für dich auch noch die Bürgerbeteiligung in Kommunen oder die Seniorenbetreuung nur der Machtstellung von skrupellosen Herrschenden.
Reinhard Mohn hat keine Feigenblätter nötig. Ich wüßte nicht, daß er sich irgendetwas zuschulden kommen lassen hat.
Soll das ein Witz sein, daß du hier die Verlagsgeschichte ausgräbst, weil da mal von Vorgängern skrupellos 20 Millionen Soldatenheftchen an die Front geliefert wurden und diese Vorfahren offensichtlich so eng mit Nazigrößen verbandelt waren, daß sie von den Nazis auch noch verhaftet wurden?Und was soll der Vorwurf, daß der Profit zählt? Natürlich muß ein guter Manager, der nicht nur die Existenz seiner Mitarbeiter erhalten, sondern noch möglichst viele Existenzen schaffen will, auch profitorientiert sein. Die Frage ist doch, was er dann damit macht. Was willst du ihm da vorwerfen? Daß er 70% seines Vermögens über die Stiftung wieder in die Gesellschaft einbringt? Daß er weitere Konzerngewinne wieder reinvestiert oder auf Genußscheine ausschüttet, die er unter seinen Mitarbeitern verteilt hat?
Daß er sich selbst gerademal ein Büro geleistet hat, das ärmlicher war, als die Büros seiner Mitarbeiter?Wer bist du eigentlich, daß du dich so großartig zum Richter aufspielen kannst. Was hast du bisher für die Existenz anderer und für die Gesellschaft insgesamt geleistet?