Re: wenn die Geschichte eines Großkonzerns bis 1921 ausgegraben werden muß
Geschrieben von Suchender am 06. April 2005 08:56:
Als Antwort auf: Re: wenn die Geschichte eines Großkonzerns bis 1921 ausgegraben werden muß geschrieben von BBouvier am 06. April 2005 00:33:51:
>
>Hallo, Suchender!
>Ganz herzlichen Dank, für Deine interessante Vertiefung
>mich/uns weiterbildender Geschichtsbetrachtungen,
>in Stil und Inhalt, wie bereits hinlänglich
>aus dem "Öffentlichen TV" bekannt.
>Ich kann davon gar nicht genug bekommen!
>Ich schäme mich stellvertretend ja bereits
>seit langem schon gerne und ausgiebig
>für für mich völlig Unbekannte
>und Deren Untaten.
>Jetzt also auch für den Bertelsmann-Verlag.
>Möglicherweise hat vielleicht mein Opa im Schützengraben
>Kleist gelesen, der bei Bertelsmann(!) verlegt worden war!!
>Das raubte mir allerdings den Nachtschlaf.
>Aber mein Opi war eigentlich ein ganz fideler, ein netter
>Mensch, und so ein Verbrechen traute ich ihm eigentlich gar nicht zu.
>Aber eines ist mir -Dank Deiner Aufklärung -
>nun ganz deutlich geworden:
>Hätte er Kleist gelesen - gedruckt bei Bertelsmann -
>dann wäre er womöglich heiter gewesen.
>Und:
>Wäre er heiter gewesen, dann wäre er heiter gewesen.
>Und Schuld hätte Bertelsmann!
>Und wegen der Heiterkeit meines Opis (und Anderer) hat es den Krieg
>so lange gegeben.
>Und Schuld ist nicht nur Bertelsmann, der Kleist gedruckt hat,
>so dass mein Opi den hat lesen können,
>sondern auch mein Opi, weil er bei Bertelsmann
>gedrucktes gelesen hat.
>Und daher ist mein Opi viel böser,als ich dachte.
>Und daher schäme ich mich.
>Du Dich doch hoffentlich auch?
>Denn:
>Das ist doch der Sinn des Ganzen?
>Oder?
>Man kann sich nämlich gar nicht genug stellvertretend
>für völlig Fremde schämen.
>Lieben Gruss,
>BB:-))
Hallo Herr Bouvier,ich gehöre genau wie Sie zu denen, die sich nicht für das Tun und Handeln unserer Vorväter schämen. Sie handelten im Auftrag einer Diktatur - sie hatten keine andere Wahl, wollten sie nicht die persönlichen Konsequenzen für ihre Weigerung, diesem System mit ihrem Leben zu dienen, tragen.
Warum es mir geht, sind die doppelten Standards für Deutsche.
Während die Herrschenden seit Kriegsende weiterhin mehr als deren Fußvolk in die Machenschaften Hitlers verstrickt sind und weiterhin profitieren, wird heute mehr denn je gegen eine Mehrheit der Deutschen mit der rechten Keule um sich geschlagen, wenn sie ihr nationale Integrität in Zusammenhang mit ihrem Recht auf Arbeit einfordern.Der von mir gepostete Artikel zeigt, daß für den Bertelsmann-Verlag in seiner Geschichte politische Skrupel nicht bindend waren und sind, wenn es um globale Macht geht. Das Argument; Bertelsmann hat Kleist gedruckt, können auch andere Verlage für sich verbuchen. Bertelsmann hat aber nicht nur Weltkultur gedruckt und verbreitet, sondern alles, was ihre Machtsstellung ausbaut genutzt und den Herrschenden, genau wie heute, nützt.
Andere Deutsche wurden für wesentlich weniger politische Verstrickung um ihre Existenz und Leben gebracht.
Ich unterscheide nicht, zwischen gut und böse, wenn es um die Existenz einer Mehrheit der (Welt-)Bevölkerung geht – ich denke, daß sich, wie in Ihrem Buch „Die letzten Siegel“ beschrieben, dies durch das Machtstreben einer weniger sowieso alles in Kürze alles verändern wird. Dazu hat in meinen Augen auch der Bertelsmann-Verlag einen nicht unwesentlichen Anteil.
Aufrichtigen Gruß
- Re: wenn die Geschichte eines ...:für Suchender BBouvier 06.4.2005 11:44 (4)
- Re: wenn die Geschichte eines ...:für Suchender Suchender 06.4.2005 13:11 (3)
- Re: Dein Niveau ist wirklich ehrfurchtgebietend Gast 06.4.2005 15:14 (2)
- Bitte, was sind SS-Unterhosen2 Hinterbänkler 06.4.2005 15:35 (0)
- Bitte, was sind SS-Unterhosen2 Hinterbänkler 06.4.2005 15:35 (0)