und nochwas dazu

Geschrieben von Hybris am 09. Februar 2004 06:10:19:

Als Antwort auf: Re: Präsidentenwahl: Putin-Herausforderer verschwunden geschrieben von Hybris am 09. Februar 2004 05:54:41:

>Fehlt nochwas: Rybkin wird im Buch "Wer plant den 3. Weltkrieg" erwähnt. Und: "Iwan Rybkin ist im Zeitraum von 1996 bis 2000 Chef des Sicherheitrates Russlands gewesen". Es heisst auch "Die Namen aller Bewerber um den Posten des Präsidenten sollen vor dem 9. Februar bekannt gegeben werden. Die Präsidentschaftwahlen sind auf den 14. März angesetzt.". Ob der Zeitpunkt zufällig ist?
>Gruß Hybris

Eben gefunden (mal abgesehen davon, daß es Spiegel Online nich für nötig hält, Rybkins Verschwinden zu erwähnen):

"Zur amerikanischen Besorgnis über massive Eingriffe des Kremls in die Parlamentswahlen und kommenden Präsidentenwahlen in Russland äußerte sich Powell nicht. Über die innenpolitische Entwicklung sei nur am Rande gesprochen worden. "Die Zweifel, die es in der US-Regierung gegeben haben mag, werden zerstreut", sagte er. [...] Unterdessen formieren sich die Gegenkandidaten Putins für die Präsidentschaftswahl am 14. März. Der von seiner Partei Liberales Russland unabhängig kandidierende Iwan Rybkin gab heute in Berlin bekannt, er habe bereits 4,2 Millionen Unterschriften von Unterstützern gesammelt. Für eine Teilnahme sind zwei Millionen nötig. Rybkin, der ehemalige Sowjetgouverneur und Verhandlungsführer in Tschetschenien, stellt sich derzeit im Westen vor. Er sagte der Nachrichtenagentur AP, er werde 2,5 Millionen der gesammelten Unterschriften morgen bei den Behörden in Moskau einreichen. Ein gewisser Prozentsatz werde erfahrungsgemäß nicht anerkannt. Bis zum Abschluss des Wahlkampfes könne er mit sechs Millionen Unterschriften rechnen. Neben Rybkin gibt es neun weitere mögliche Gegenkandidaten, denen allerdings nur marginale Chancen eingeräumt werden, nachdem sich Putin seit der Dezemberwahl auf einer Zweidrittel-Mehrheit in der Staatsduma stützen kann. Wie andere Gegenkandidaten übt Rybkin scharfe Kritik an Putins Wahlkampf, der unfair und mit teilweise ungesetzlichen Mitteln geführt werde. Rybkin machte dafür Putins nahezu uneingeschränkte Kontrolle über die Medien verantwortlich. Rybkin besuchte nach eigenen Angaben Washington, London und Brüssel."

Aaaaa-haaa! Rybkin ist also keine Gefahr mehr für Putin, zumal der Rest der Kandidaten gar keine Chance hätte! Und für das Verschwinden ist natürlich keiner aus dem Kreml verantwortlich, der ist halt einfach weg. Wie praktisch... wie früher?!?

Für mich ganz klar: die Sowjetunion gibt es nach wie vor, sie heisst nur anders...

Gruß Hybris



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