Re: Empirische absehbare Entwicklung der Menschheit aus natürlichen Gesetzen
Geschrieben von Simon am 03. Februar 2004 23:00:25:
Als Antwort auf: Empirische absehbare Entwicklung der Menschheit aus natürlichen Gesetzen geschrieben von Simon am 03. Februar 2004 18:55:08:
Wenn man sein System(Staatengebilde oder Gesetzgebung) auf unserem aufbaut ist es keine Neuschaffung sondern sagen wir, eine Reform, man behält gewisse Grundsätze aus unserem Zeitalter und baut darauf auf, meiner Meinung nach kann man so nicht zum Ziel gelangen.
Die Konsequenz wäre den Staat gedanklich nicht mit mehr aufzubauen als Mensch und Natur. Das heißt bewegen wir uns zunächst weg von Ideologien oder dem Glauben und beginnen mit dem ursprünglichen, dem was geschaffen wurde. Ich denke wenn man den Staat rein äußerlich so gestaltet, dass der einfache Mensch der in ihm lebt, bzw. ihn überhaupt belebt, sich am Guten orientiert, ganz allgemein dem Guten, wird man dem zu Folge dem Sittenstaat näher kommen. Wir setzten nicht vorraus das es so ist, sondern das muss das Ziel sein. Wie der Einzelne dieses Gute veranschaulicht liegt ganz in seiner Hand, sein Geist ist frei, er entscheidet, nur frei ist sein Geist dann, wenn er sich selbst darüber bewusst ist. Wir bewegen uns also auf einer Stufe, die sich weit über der heutigen befindet. Zwar ist im Moment ein jeder seiner selbst und vor allem seiner Rechte bewusst, nur können wir nicht zugestehen das sein Geist frei ist. Die Frage nach dem Punkt, an dem der Mensch in Freiheit lebt ist also ein sehr wichtiger, um überhaupt den Staat derart zu gestalten. Der Fehler der zu schnell begangen wird ist die Frage nach der Freiheit, die wäre : was ist denn Freiheit? Die Antwort kann leider nicht gegeben werden, denn ein allgemeines Kriterium der Freiheit gibt es nicht, aber mit dieser Frage müssen wir eines berücksichtigen, wohl kann ein jeder denken was er will, niemals aber machen was er will. Dieses Problem löst man in unserem Staat mit einem äußeren Gesetz, jenes bestraft den Menschen um ihn vor dem Vergehen zurückzuschrecken. Allerdings ist klar wenn dieses Gesetz außerhalb des Menschen liegt, er also nicht eins ist mit dem Gesetz, ein Verstoß doch völlig natürlich scheint. Das äußere Gesetz muss also in den Menschen selbst hineingelegt werden um in dem Staat selbst dauerhaften Frieden zu ermöglichen.
Zusammenfassend kann man sagen, der Mensch ist in seinem Inneren absolut frei und wir dürfen ihm keine Ideologie oder einen Glauben aufzwingen und es als das einzig Richtige verstehen, dann nämlich wäre der Mensch nicht frei. Was jedoch sein Umfeld betrifft muss er sich an dem Guten orientieren, um die Freiheit des Einzelnen nicht zu berühren.
Berühren wir die Freiheit des Einzelnen wenn wir voraussetzen das er sich an dem Guten orientieren muss, sobald er mit seinem Umfeld in Kontakt tritt? Natürlich schränken wir den Einzelnen ein, aber nur um die Freiheit anderer sicherzustellen. Meine Absicht besteht noch gar nicht darin ein Gedankengebäude zu errichten, eher im Großen festzustellen wie der Staat im Inneren auszusehen hat. Die Freiheit scheint also das oberste Prinzip zu sein, bloß darf nicht die scheinbare Freiheit außer Acht gelassen werden, heute denkt ein jeder auch er sei frei, ist es aber gar nicht, wir sind an materielle Gegenstände gebunden, an Geld und das raubt uns unseren freien Willen derart, dass wir unsere Entscheidungen, unser Leben teilweise davon abhängig machen. Machen wir uns selbst abhängig heben wir die eigene Freiheit auf und bewegen uns nicht auf einer neuen geistigen Ebene, sondern verlassen unser Inneres und sind demnach dem Trieb, dem Äußeren ausgeliefert.