ich dachte Ratten sind sehr krankheitsresistenz?
Geschrieben von Puma am 19. Januar 2004 11:03:37:
Als Antwort auf: Zusammenhang zwischen Naturkatastrophen und der Pest geschrieben von IT Oma am 19. Januar 2004 02:33:47:
>Hallo Foris,
>Im Zusammenhang mit den prophezeiten Naturkatastrophen wird sowohl in der Johannes-Offenbarung als auch bei Nostradamus (und einigen anderen) von einer großen Seuche gesprochen.
>Heute habe ich im Wiki des Survival-Forums auf einer verlinkten Website etwas Beunruhigendes zu diesem Zusammenhang gelesen:
>Sobald die Temperaturen das Jahr über nicht mehr über 25 Grad Celsius steigen, steigt die Wahrscheinlichkeit, daß es zu Pestausbrüchen kommt. Das wäre z.B. bei einem Impakt oder einem großen Vulkanausbruch (wie 535 n.Chr.) der Fall. Das liegt an einer Kombination verschiedener Faktoren:
>Der Pestbazillus wird ja durch den Rattenfloh von der Ratte auf den Menschen übertragen. Der Floh saugt infiziertes Blut an der Ratte und infiziert dann den Menschen beim Stich.
>Normalerweise stechen Rattenflöhe nur Ratten, keine Menschen. Und selbst wenn der Rattenfloh Blut saugt, das mit Pestbazillen infiziert ist, wird der Bazillus einfach mit dem Kot ausgeschieden, solange die Temperatur über 25 Grad liegt. Die Chance, sich am Kot zu infizieren, ist für Menschen sehr gering, da der Bazillus in die Blutbahn kommen muß.
>Aber wenn die Temperatur unter 25 Grad Celsius liegt, und der Floh infiziertes Rattenblut saugt, bildet sich im Magen des Flohs aus Blut und Pestbakterien ein Fibrin-Klumpen, und der verschließt den Magen und verhindert, daß der Floh sich sattsaugen kann. Er versucht dann verzweifelt, seinen rasenden Hunger an jedem erreichbaren Opfer zu stillen und infiziert immer mehr Ratten. Wenn die dann ihrerseits an der Pest sterben, springt der Floh in seiner Verzweiflung auch auf andere Tiere, und auf Menschen.
>Verstärkt wird diese Entwicklung noch, weil bei kühleren Temperaturen die Rattenpopulationen zunächst wachsen (jedenfalls ist das für den amerikanischen Südwesten nachgewiesen worden). Und durch schlechte Ernten wegen zu kühlem Wetter wird die Widerstandskraft von Menschen durch Hunger unterminiert.
>Daher hat sich die Pest wohl nach den katastrophalen Jahren 535/36 n.Chr. so rasend schnell verbreitet. Damals war (wohl aufgrund eines Vulkanausbruchs des Krakatau) 18 Monate lang die Sonne nur 4 Stunden am Tag und hinter dichten Staubwolken sichtbar, es war eiskalt, und es gab Schnee mitten im Sommer(!) Wachsen tat kaum etwas in den folgenden fünf Jahren (das läßt sich an Baumringen alter Baumstämme feststellen, und es geht auch aus den zeitgenössischen Chroniken hervor). Mit den Handelsschiffen aus Nordafrika kamen wohl auch schon früher pestverseuchte Ratten samt Flöhen nach Europa (schließlich ist die Pest in Nordostafrika endemisch). Aber das war Jahrhunderte lang kein Problem. Erst als aufgrund der Vulkankatastrophe 535/36 die Temperaturen über Jahre erheblich absanken, kam es 543 n.Chr. zur ersten großen Pestepidemie.
>Meiner Ansicht nach ist das einer der Gründe, warum in Visionen wie der von Stalking Wolf empfohlen wird, bei Eintritt der Katastrophe (Anzeichen: blutigroter Himmel) unbedingt alle Ansiedlungen zu meiden, sich in die tiefen Wälder zu flüchten und zehn Jahre lang nomadisch zu leben, also keinen Ackerbau zu treiben.
>Möglicherweise kommt man mit großen Vorräten an Lebensmitteln in besiedelten Gegenden (selbst mit Waffen!) vom Regen in die Traufe: man stirbt zwar nicht an Hunger, aber an der Pest...
>Gruß
>ITOma