Georgier stürmen Schewardnadses Präsidentensitz
Geschrieben von franz_liszt am 22. November 2003 14:27:05:
Als Antwort auf: Nachrichten 22.11. 03 ( o.T.) geschrieben von Apollo am 22. November 2003 00:03:59:
Hallo Foris,
schaut euch an, was möglich ist.
Gruß franz_liszt
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Samstag 22. November 2003, 14:19 Uhr
Zeugen: Demonstranten dringen in
georgisches Parlament einTiflis (Reuters) - Anhänger der georgischen Opposition sind
am Samstag in der Hauptstadt Tiflis in das
Parlamentsgebäude eingedrungen. Präsident Eduard
Schewardnadse wurde aus dem Saal gebracht. Zuvor hatten
etwa 25.000 Demonstranten seinen Rücktritt gefordert.*********
Samstag 22. November 2003, 13:48 Uhr
Georgier setzen zum Sturm auf
Präsidentensitz anTiflis (AFP)
Tausende Demonstranten in Tiflis haben zum
Sturm auf den Präsidentensitz angesetzt. Die
Gegner von Präsident Eduard Schewardnadse
drängten Sondereinsatzkräfte der Polizei
zurück, die zum Schutz des Amtssitzes
eingesetzt worden waren. Die
Protestteilnehmer schoben auch zwei
Autobusse zur Seite, die ihnen den Weg
versperren sollten. Die Polizisten zündeten
Rauchgranaten, um die Demonstranten auseinanderzutreiben.
In Sprechchören forderten die Präsidentengegner den
Rücktritt Schewardnadses.Zuvor hatte Oppositionsführer Michail Saakaschwili in einer
Ansprache vor den gut 30.000 Demonstranten dem
Präsidenten ein Ultimatum von 45 Minuten gestellt, um seine
Niederlage einzuräumen. Die Kundgebungsteilnehmer waren
dem Aufruf der Opposition gefolgt, die für heute eine "samtene
Revolution" zum Sturz Schewardnadses angekündigt hatte.
"Wir werden dieses Regime niedertrampeln", hatte
Saakaschwili am Freitagabend gesagt. "Schewardnadse ist
am Ende."Schewardnadse hatte die bei der umstrittenen Wahl vor drei
Wochen gewählten neuen Volksvertreter für heute zur ersten
Parlamentssitzung einberufen. Erst am Donnerstag hatte die
Wahlkommission Schewardnadses Regierungspartei zum
Wahlsieger erklärt, gefolgt von der Partei seines Verbündeten
Aslan Abaschidse. Zusammen kommen beide Parteien auf
rund 40 Prozent der Stimmen. Die Opposition wirft der
Regierung Wahlbetrug vor. Auch die EU-Kommission und die
USA beanstandeten die Wahl."Wir verlangen von der Regierung in Georgien, sofort eine
unabhängige und transparente Untersuchung einzuleiten",
sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums. Die
US-Regierung halte die Parlamentswahl am 2. November und
die Stimmauszählung für "massiv" manipuliert. Dafür sei die
Regierung in Tiflis verantwortlich.
- Re: Georgier stürmen Schewardnadses Präsidentensitz - CNN ist Live dabei!!! Tashi Lhunpo 22.11.2003 14:43 (0)
- Re: Georgier stürmen Schewardnadses Präsidentensitz Kiaril 22.11.2003 14:31 (0)