Re: DOM MANI PADME HUM
Geschrieben von Erntemond am 07. November 2003 01:58:37:
Als Antwort auf: Dann wollen wir mal: OM = Satananrufung geschrieben von Franz_2 am 06. November 2003 19:05:33:
136,1 Hz = OM, Brustbein, Herzchakra
Aum & Om, Alpha & Omega, das A und O
Anfang und Ende, Yin & Yang, Amen = AUMGuten Abend,
um OM (bzw. AUM) zu verstehen bedarf es etwas mehr als das Lesen von westlich geprägten Schriften zu diesem Thema. Ich frage mich auch gerade, ob es hier jetzt um OM oder um den tibetischen Buddhismus geht. Im Letzteren gibt es Rituale, die ich wirklich nicht gut heißen kann, aber: Andere Länder, andere Sitten. Wir brauchen da nicht mit unserem Finger auf andere zeigen, wir haben selbst genügend Dreck am Stecken.
Die Invokation der einbalsamierten Leiche Goro (eine Art Zombie…
…. und bewirkt den Rückschritt vom Leben in den Tod, weil der Mensch durch die Anrufung Satans an diesen gefesselt bleibt.
Ist das aus „Maitreya - Christus oder Antichrist“ von Coralf?Die Upinashaden sagen: Die Farbe der Kühe ist verschieden, aber die Milch die sie geben ist einfarbig. Leider haben sich im Laufe der Jahrhunderte die verschiedenen Traditionen und Lehren nicht ergänzt, sondern als separate Systeme entwickelt. So schwört jeder Anhänger eines Systems auf seine (heilige) Kuh. So wurde das heilige OM in Mitleidenschaft gezogen und auch für Untaten – wie im Christentum – missbraucht.
Bevor hier das heilige OM in irgendeiner Art „verteufelt“ wird, empfehle ich jedem, dies selbst erst einmal auszuprobieren:
Anleitung im Original von Takao Miyatani in der Übersetzung von Siegfried Beutel
1.Vorbereitung: Atmen / M - Summen
2.Mantren-Phasen: - Lautbildung / Technik - Klang /Zuhören - Energie spüren bzw. Visualisieren
3.Atem-Phasen: - Einatmen durch die Nase und Aufnahme des Mantrams / Atem halten –Identifikation / Intonisation – Manifestation / Atem halten und dem Echo lauschen
4.Wirkung: Verbindung / Schwingung und Entsprechung / WiederholungWenn man es einmal ausprobiert, darf man auch weiterhin seinem bisherigen „Glauben“ treu bleiben, den kleinen Ausflug verzeiht der liebe Gott ganz bestimmt. :-)
Und nun mal das Wichtigste in Kürze:
Die Silbe AUM ist ein mystischer Laut
Den Veden zufolge ist Klang der Ursprung der Schöpfung dieses Universums. Der vedischen Schöpfungsgeschichte liegt eine Physik der Elemente zugrunde, die dem Element Klang eine fundamentale Rolle zuspricht. Ihr zufolge geht die gesamte Schöpfung aus einem einheitlichen Materie-Bewusstseins-Feld hervor, das unter dem Einfluss der Zeit zu schwingen beginnt. Diese rhythmische Schwingung ist eine direkte Folge der Wechselwirkung zwischen Raum, Zeit und Bewusstsein. Sie äußert sich im äußeren Raum als Schwingung und im inneren Raum als die Inhalte unseres Geistes und unserer Wahrnehmung. Die Veden beschreiben, dass im inneren des Herzens ein feinstofflicher Resonanzraum existiert, in dem dieser Schöpfungsklang anklingt, wenn das Herz oder der Geist von allen Arten materieller Klangschwingung frei ist.Durch das Summen von OM werden Brust, Bauch und Rücken in Vibration gebracht. Dadurch will man Zustände einleiten, welche zum Bereich Kundalini und OBE gehören (und die sind angeblich nicht so verschieden, wie allgemein angenommen wird). Durch nasales Summen und durch Obertöne sollen Regionen des Gehirns in Schwingung versetzt werden, um dadurch ekstatische Zustände einzuleiten.
OM ist jener Laut, welcher gemäß dem Yoga der Ursprung der Schöpfung ist und durch den der Mensch wieder zurück zu seinem Ursprung findet. Die mystische Bedeutung von OM ist bereits so uralt, dass sich im Laufe der Zeit nicht nur viele Mythen herum entwickelten, sondern auch die Art diesen Laut zu gebrauchen immer mehr und mehr differenzierte. Durch die richtige Verwendung des Lautes lassen sich angeblich mystische Zustände erreichen.
Kommentar: Wer schon mal beim „Chanten“ war, weiß, was ich meine. :-)
AUM und Philosophie
Jedes vedische Mantra beginnt mit der Lautfolge AUM. Es dient auch dem Anschwingen unserer Stimmbänder. Es ist sozusagen die Wurzel jeden Wortes, zudem der Urgrund der materiellen Schöpfung. Es steht für das Ursächliche, Gegenwärtige und Zukünftige in Einem (im ewigen Moment), ohne die Dualität von Anfang und Ende. AUM ist Alles, Alles ist die Silbe AUM und selbst das, was dieses "Alles" transzendiert, ist auch AUM.
Eine berühmte vedische Theorie der vier Bewusstseinszustände (Wachzustand, Traumschlaf, Tiefschlaf und Turiya als Vierter) hat im indischen Denken großen psychologischen und metaphysischen Einfluss bewirkt.
"A" das erste Element, ist der Wachzustand (adhi-atma = die ur-erste Existenz)
"U" als zweites Element, ist der Schlafzustand (ubhayatva = dazwischen liegend)
"M" als drittes Element, ist der Tiefschlafzustand ( oder apiti = eingehend)
Das "Vierte" ist ohne Element. Damit kann man nicht umgehen, denn es ist Eins, ohne ein Zweites (advaita, absolute, nonduale Realität).
Ein Blick lohnt sich, im Turya- Bewusstsein gibt es keine Ursache und Wirkung, so wie in den drei anderen Zuständen. In der allgemein bekannten dualen Realität kann man verstehen was "gut" ist, weil man "schlecht" kennt; oder was "groß" ist, weil man "klein" kennt usw. Dieses Vierte Turya hat aber keinen dualen Anhaltspunkt, so können wir es zwar wahrnehmen aber nicht damit umgehen, es weder denken noch erklären.
Dieser auch Turiya genannte "Vierte" Zustand, in den das individuelle "Selbst", jede Nacht nach dem Tiefschlafzustand, für kurze Zeit eingeht, kann von jemandem der dieses Wissen kennt und einen aufrichtigen Blick darauf wirft, individuell verwirklicht werden.„Bei jedem Schlaf läuft man über einen vergrabenen Schatz (turiya), den man aber erst heben kann, wenn man über seine versteckte Existenz weiß.“
Viele Grüße
Erntemond
- Re: DOM MANI PADME HUM Franz_2 07.11.2003 11:28 (0)