"Unsichtbare" Sprengstoffe/improvisierte EMP-Waffen

Geschrieben von Swissman am 07. Oktober 2003 02:05:20:

Als Antwort auf: "Unsichtbare" Bomben und Stromausfälle...? geschrieben von H.Joerg H. am 07. Oktober 2003 00:19:23:

Hallo Jörg,

>Terroristen (Al-Kaida) hätten eine Methode entwickelt, Sprengstoff und damit Bomben aller Art mit einer Möglichkeit der "Ummantelung" zu versehen, die es ermöglicht, den eigentlichen Sprengstoff egal mit welcher Technik, nicht mehr erkennen/ausmachen zu können.

Warum denn so kompliziert? Die meisten Plastiksprengstoffe lassen sich auch ganz ohne Ummantelung nur schwer orten. Semtex ist mit herkömmlichen Methoden sogar überhaupt nicht aufzuspüren: Röntgenstrahlen werden davon nicht (jedenfalls nicht messbar) beeinflusst, und selbst Sprengstoffsuchhunde sind nicht in der Lage, Semtex aufzuspüren. Gleichzeitig lässt es sich in beliebige Form bringen und ist völlig ungefährlich in der Handhabung, solange kein Zünder angeschlossen ist.

Die einzige Möglichkeit, die (meistens) funktioniert arbeitet mit Gammastrahlen, und ist zu teuer, um mehr als stichprobenweise eingesetzt zu werden. Zudem verfügen erst die wenigsten Flughäfen über entsprechende Ausrüstung.

Wenn man vor dem Besteigen eines Flugzeuges neuerdings seine Schuhe röntgen lassen muss, dann ist das absolut lächerlich: Dies ist nichts weiter als Opium fürs Volk! - Solange der Terrorist intelligent genug ist, den Zünder getrennt von den Schuhen aufzubewahren (Kugelschreiber oder Armbanduhren würden sich hierfür anbieten), kann er kiloweise Semtex mit sich herumschleppen, ohne dass dies auffällt.

mfG,

Swissman

P. S.: Mit ein paar Pfund Sprengstoff, der auf mehrere, im Abstand von Sekundenbruchteilen sequentiell gezündete Ladungen verteilt wird, einem Kupferrohr, einigen Autobatterien und sonstigen Kleinteilen (Kostenpunkt insgesamt: einige tausend Euro) lässt sich, wenn man weiss, wie, eine primitive Einweg-EMP-Waffe basteln. Je nach Grösse beträgt der Wirkungsradius mehrere Dutzend bis einige hundert Meter. Das dazu nötige Wissen sollte in jeder Universitätsbibliothek, Abteilung Physik, erhältlich sein.


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