Re: in Deutschland nur ein Bläschen
Geschrieben von Regina am 03. Oktober 2003 12:03:10:
Als Antwort auf: Platzen der Immoblase geschrieben von King Henry am 03. Oktober 2003 00:06:48:
in den USA 50% in 3 Jahren gewachsen = Superblase
(in England ca. 30%)
Bei Zinsen gegen 0% brach ein Bauboom aus - sobald die Zinsen steigen, und das wird zwangsläufig so kommen, macht es BUMM.
Leider bummst es dann auch bei uns!In Deutschland kann man allerdings nicht von einer Immobilienblase sprechen. Die leerstehenden Geschäftshäuser sind bisher grossteils von Steuergeldern "subventioniert". Bei den Insolvenzen der letzten Jahre stehen sie zwangsläufig leer. Eigner erzählten mir, dass das Leerstehen der Bürohäuser für sie kein Problem ist - teilweise sogar, dass es sich steuerlich rechnet, wenn sie leer sind! Das trifft auch auf Klein-Häusle-Besitzer zu, die teilweise steuerlich profitieren, wenn sie nicht vermieten, sondern ihre Verluste abschreiben.
Und das ist wirklich ein Ding! Weil preiswerter Wohnraum bei uns knapp ist, aber es sich nicht lohnt, die Mieten soweit zu reduzieren, bis man einen Mieter hat.Grüsse
Regina
>Hallo Andreas,
>wie Pez es schon gesagt hat, es wurden viele Immobilien gekauft.
>Es gibt Immobilienfonds (wie Aktienfonds, kennst du doch oder?), die kaufen und bauen Häuser und vermieten sie dann. Zum Beispiel die neuen "Wohn-und Geschäftshäuser" die in Städten neu gebaut werden (bei uns auch).
>Nun müssen die Wohnungen und Geschäfte auch vermietet werden.
>Das Geschäft muß sich lohnen, denn die Fonds brauchen ja steigende Kurse (wie Aktien) und gute Gewinnausschüttungen. Also müssen die Mieten auch regelmäßig steigen, zumindest immer mehr als die offizielle Preissteigerung. Bzw. die Preise für ganze Häuser, die weiterverkauft werden.
>Solange das Geschäft gut geht (in Zeiten der Wohnungsnot gibt es zuwenig Wohnraum und dieser ist teuer - wie bei einer Versteigerung wächst der Wert immer mehr an).
>Die Käufer der Wohnungen und Häuser überbieten sich immer mehr mit den Preisen, so sind die Häuser viel teurer als sie wert sind! Ein Haus für 200 000 Euro wird vielleicht für 300 000 verkauft - 50% überbewertete! Es ist wie gesagt, wie bei einer Versteigerung.
>Bald ist es aber umgekehrt "Es gibt genug Wohnungen "(Eichel) - siehst du ja schon an den vielen leerstehenden Ladenlokale und Wohnungen.
>Wenn du dein Geld in 100 Mietwohnungen angelegt hast aber kaum noch Mieter hast (die haben die Wahl zwischen 150 Wohnungen), was machst du dann? Die Wohnungen sind kaum noch was wert, du mußt mit dem Preis/Miete runtergehen - die Immobilienblase "platzt"! Die Preise sinken wie die Kurse an der Börse!
>Um das zu verhindern, will Eichel die Eigenheimzulage abschaffen, im folgenden der Text meines Leserbriefes an die heimische Zeitung:
>Beste Grüße
>Henry
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>Zu: Offener Brief an die Bundesregierung von Schwäbisch Hall, BHW und Wüstenrot. Dewezet 6. September 2003.
>Eichel hat bei einer Sitzung erklärt, es gäbe genug Wohnungen, deswegen wäre eine weitere Förderung nicht notwendig. Über dieses "Es gibt genug Wohnungen" sollte man genauer nachdenken. Tatsächliche Gründe sind folgende: Ein Überangebot an Wohnungen und Häusern führt zu sinkenden Preisen und somit zu einem Platzen der Immobilienblase (denn Wohnungen und Häuser sind maßlos überteuert) und gleichzeitig platzen auch zahlreiche Immobilienfonds, in denen die Leute sehr viel Geld angelegt haben. Desweiteren haben die Banken dann Gelegenheit, Hypotheken zu kündigen, da sie dazu befugt sind, falls der Wert der Sicherheit (das Eigenheim) sinkt! Über diese Zusammenhänge sollte man mal sehr ernsthaft nachdenken!
>Dies sind die wahren Gründe für das Streichen der Eigenheimförderung! Es hat Sinn und Methode zum Wohle der Gesellschaft, auch wenn es einigen nicht paßt - Gemeinwohl geht vor Einzelinteressen. Muß ich noch erwähnen, daß der Bau zuvieler Einfamilienhäuser zu einer Zersiedelung führt, die zu einer Zerstörung der Natur und somit unserer Lebensgrundlage führt? Aber wenn´s um Geld geht, spielt das natürlich keine Rolle. Eichel ist ein Genie - ohne Zweifel!
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