Was machen Sie denn konkret?
Geschrieben von JeFra am 08. September 2003 20:27:34:
Als Antwort auf: So sprach das Rueckrat des Regenwurms (o.T.) geschrieben von ARX am 08. September 2003 14:23:21:
Schon mal irgendeinen Beitrag in irgendeinem Forum geschrieben, fuer den Ihr Arbeitgeber Sie aus politischen Gruenden feuern wuerde, wenn er dahinterkaeme, dass Sie so etwas schreiben? Wenn Sie das schon getan haben und noch auf eine Steigerung dieses Wagemutes aus sind, so koennte ich Ihnen ein interessantes Projekt vorschlagen. Ich hatte vor einiger Zeit in einem anderen Forum eine Diskussion mit einem ehemaligen Journalisten, so zum Thema `Systempresse'. Dabei kam heraus, dass noch viel mehr Meinungsaeusserungen `strafbewehrt' sind, als mir bisher klar war. Es ging (unter anderem) um einen historischen Roman eines bestimmten Schriftstellers zu einem historischen Thema, das auch im 3. Reich (in propagandistischer Absicht) verfilmt worden ist. Ich glaubte, in einer win-win Situation zu sein, denn entweder entspricht das, was im 3. Reich ueber die betreffenden Vorgaenge verbreitet worden ist, der Realitaet, oder man muss sich die Frage stellen, warum der sehr bekannte Schrifsteller so etwas geschrieben hat. Die Antwort war, es sei strafbewehrt, so etwas wie einen Verriss von F. zu schreiben. Ich bin gerne bereit, Ihnen Zitate der relevanten Stellen zu geben. Werden Sie sich mit einem Poster 'F. war ein Rassist, und diese Haltung erklaert sich aus seinem religioesen Hintergrund' vor eine groessere und besonders gut bewachte Synagoge stellen, und jedem, der es wissen will, eine Xerokopie der relevanten Stellen (nebst Kommentar) in die Hand druecken? Wollen wir im Forum eine Umfrageaktion starten (die letzte ist ja, glaube ich, abgeschlossen), wie lange Sie vor der Synagoge stehen werden, bevor man Sie in die Gummizelle oder den richtigen Knast steckt?
Meiner Meinung nach sollte man sich eben ueberlegen, welche Folgen ein derartiges Engagement fuer andere hat, die Sie nicht gefragt haben, ob sie derartige Risiken eingehen wollen. Und wenn man schon Kopf und Kragen mit politisch unkorrekten Aeusserungen riskiert, dann lieber so, dass die Audienz moeglichst gross ist. Beispielsweise lieber im Internetz posten als mit Poster vor die Synagoge stellen oder einen unerwuenschten Seminarvortrag halten.
MfG
JeFra