Mein Ablaufszenario
Geschrieben von Rabe am 11. August 2003 23:37:24:
Hallo Leute, hier nun meine seit langem mit mir herumgetragenen Gedanken zum Ablauf der Invasion aus dem Osten. Wenn sie denn kommt. Passt auch irgendwie zur Zwischenbilanzfrage von BW.
Möglicherweise ist das genau so schon einmal gepostet worden (glaube ich nicht), wenn doch dann bitte ignorieren.Wie in etwa der Russische Angriff auf Mitteleuropa (mit den restlichen Angriffen habe ich mich nicht so sehr befasst) stattfinden soll ist ja bekannt. Die drei Angriffskeile, plötzlich sind sie hier, usw.. Unklar ist wohl noch wie es die Russen so leicht schaffen uns zu überrumpeln. Und dann die Sache mit Prag.
Nun ja, wie wir wissen, haben es die Russen im Kosovokonflikt geschafft weitgehendst unbemerkt eine Einheit nach Serbien zu bringen die dann den Flughafen von Pristina besetzten. Dies halte ich für die Generalprobe für diesen von uns erwarteten Angriff.
Aus mir noch nicht erkenntlichen Gründen (es kommen ja genug in Frage) werden grosse Teile der Angriffsarmee in Serbien sein. Vermutlich per Luftfracht und über die Donau dort hingebracht. Entweder im Geheimen (eher unwahrscheinlich) oder irgendwie mit Tolerierung der öffentlichen Meinung hierzulande. Warum tun sich die Serben dieses Risiko an? Sie haben mindestens noch eine Rechnung mit der NATO offen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie es sind die als Preussen bezeichnet werden. (Ostdeutsche Truppen halte ich dagegen für Quatsch, wobei es sicher zu Kolaborationen kommen wird.) Die Ausrüstung der Jugoslawischen Armee ähnelte der NVA. Auch die Stahlhelme wie ich finde. Möglicherweise kann jemand von euch sagen, ob die Serben als „die Preussen" des Balkans genannt werden.
Aber wieso sind sie so schnell im Ruhrgebiet? Da hilft der Blick auf die Karte. Von Belgrad bis zum Ruhrgebiet sind es etwa 1500km. Immer schön auf der Autobahn von Belgrad nach Budapest, Bratislava, Prag, Dresden dann auf die A4, B7, A44. Dafür ist in 24 Stunden eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 60km/h notwendig. In 36 Stunden ca. 40km/h. Ich denke das ist mit einem modernem Radpanzer und mit sehr wenig Logistik an der Strecke zu schaffen. Fahrerwechsel ist bei diesen Fahrzeugen leicht möglich und sie können mit mehr als 100km/h fahren. Sie werden einfach im normalen Verkehr mitschwimmen. Wir werden nur in den Verkehrsmeldungen im Radio hören: „Behinderungen auf der A4,...usw. durch Militärkolonnen". Natürlich rede ich hier nur von der Vorhut, die strategische und taktische Ziele schnell erreichen soll.
Sie werden sich nicht mit grösseren Besetzungen aufhalten. Berlin wird von dem nördlichen Keil aus Ostpreussen nur Abgeriegelt und umgangen. Ich denke sie werden nur Ziele so um die 20km rechts und links der Autobahnen angehen. Da gibt es leider reichlich wichtige und somit leicht erreichbare Ziele. Kasernen, Kommunikationszentralen, Rüstungswerke-> Know-How Sicherstellung.
Nach dieser Vorhut geht es natürlich richtig zur Sache. Da wird denn Prag ganz wichtig. Von dort spaltet sich der Angriff in die Keile nach Süden und ins Ruhrgebiet. Es ist anzunehmen das hier ein Logistik- und Kommandozentrum sein wird. Dies dürfte allen Befehlshabern im Westen klar sein. Ich glaube ein Angriff auf dieses Zentrum dürfte meiner Meinung nach die entscheidende Massnahme für die Zurückschlagung des Angriffs sein. Wichtiger noch als der gelbe Strich. Da die Kommunikation gelinde gesagt gestört wird, werden die Entscheider in Frankreich, Grossbritannien und USA unabgestimmt Atomwaffen einsetzen. Es ist Ihre letzte Möglichkeit wenn sie nicht einen extrem wichtigen Verbündeten für Jahrhunderte verlieren wollen. Da werden lieber die Tschechen geopfert. Hart, aber so wird’s wohl gemacht. Durch die unklare Kommunikation werden vermutlich zu viele Atomwaffen auf einen zu engen Raum eingesetzt. Hier kommt nun die Geologie ins Spiel. Tschechien liegt auf der Böhmischen Platte. Abgegrenzt vom Bayrischen Wald, Erzgebirge, Riesengebirge und im Süden von den Ausläufern von den Alpen und Karpaten. Eine ziemlich kleine Platte und im geologischen Sinn noch jung und mit aktiven Rändern. Die Heilquellen von Karlsbad und vielen anderen Orten kommen nicht von ungefähr. Nördlich von Prag und vor dem Erzgebirge befinden sich viele „erloschene" Vulkane. Ähnlich wie übrigens in Nord- und Osthessen die auf der Bruchlinie zum Bayrischen/Böhmerwald liegen. Wenn nun ein überdimensionierter Atomwaffeneinsatz dort nördlich und nordwestlich von Prag erfolgen sollte, dann ist eine Zertrümmerung der Böhmer Platte zu befürchten. Ein Impakt hätte dort die gleichen Folgen. Wobei ich einen Impakt für unwahrscheinlich halte, da Ort und Zeitpunkt exakt stimmen müssen um die prophezeiten Folgen zu haben. Aber gänzlich ausschliessen kann ich es natürlich auch nicht. Ganz gleich durch was die Vulkanische Aktivität wieder hervorgerufen wird, die Auswirkungen müssen auch aus geologischer Sicht in Deutschland Folgen haben. Ich erwarte deshalb in der Rhön, Nordhessen und in der Schwäbischen Alb zumindest Erdbeben. In den heute noch besonders aktiven Zonen Rheingraben und Eifel ebenso, wobei ich in der Eifel mindestens Gysire im erheblichen Umfang erwarte. (einer ist da heute noch aktiv, wenn auch sehr unscheinbar). Nur so nebenbei.
Wenn das also so kommt, ist der zentrale Angriffskeil vom Nachschub und Verstärkung abgeschnitten. Wenn dann noch der „gelbe Strich" erscheint, der meiner Auffassung ein biologischer Kampfstoff, dann wird auch der Norddeutsche Angriffskeil abgeschnitten und die Rückzugsmöglichkeiten für die Mitteleuropäischen Truppen sind dahin. Dann ist die Gelegenheit zum Aufreiben der feindlichen Truppen. Der gesamte Angriff der Russen in der Welt muss dann zusammenbrechen. Wenn diese Einschätzung sich dann in der Welt breit macht, geht es den Russen richtig an den Kragen. Da werden sicher plötzlich Verbündete zu Feinde.
Soweit meine Abschätzung des Verlaufes der prophezeiten Ereignisse. Irrtum nicht ausgeschlossen, da ich meinen hoffentlich noch gesunden Menschenverstand benutzt habe.
Die von „BB" beklagte zu schwache Bundeswehr meiner Auffassung ebenfalls zu schwach, aber da ich davon ausgehe, dass die Führung unseres Landes wie auch der der USA ...von den kommenden Entwicklungen zumindest irgend etwas ahnen, sollten alle strategischen und auch schon taktischen Handlungen im Lichte der Erkenntnis der jeweils handelnden betrachtet werden. Für Deutschland sehe ich sowas wie eine Zielreduzierung mit der Kombination zur Fähigkeit von offener Feldschlacht und Angriffen aus der Hinterhand mit Partisanentaktik. Wobei die „guten" Kräfte in nicht gefährdete Gebiete der Welt verbracht werden. (Aus den USA werden immer mehr abgezogen) Die Deutsch-Französische-Brigade hat hier wohl eine entscheidende Rolle. Bezeichnend finde ich, das ein deutscher General die diesjährige Parade in Paris angeführt hat.
Kurz gesagt, sowas wie eine Varusschlacht ist anscheinend für unser gesamtes Land vorgesehen.Ich für meinen Teil jedenfalls habe mein Pulver fürs erste verschossen.
Der Rabe
- Re: Mein Ablaufszenario Charon_77 12.8.2003 09:26 (0)
- Re: Mein Ablaufszenario Georg 12.8.2003 00:43 (0)