Re: @ Wikking - bei allem Respekt ....

Geschrieben von Epidophekles am 19. Mai 2003 23:06:02:

Als Antwort auf: @ Ephistokeles - bei allem Respekt vor Deiner Überzeugung geschrieben von wikking am 19. Mai 2003 09:28:01:

Lieber Wikking,

danke für deine sanften und nicht ganz unberechtigten Ermahnungen!
Soll ich dir auch etwas entgegenstellen, oder soll ich es lassen? Ist es wieder der Kampf um mein eigenes Ego, wenn ich mich im geistigen Kampf durchsetzen will? Ich kann wirklich nicht schlüssig beurteilen, inwieweit ich mich selbst in den Vordergrund stellen und wie weit ich mich für die erkannte Wahrheit einsetzen will, die mir sagt, dass ich sie nicht feige verraten solle, indem ich mich bequem gebe und schweige.... Andererseits wäre auch Schweigen als Antwort auf anders Schweigen angebracht....

Hast du extra den Namen Epidophekles in Ephistokeles umbenannt - und was hätte das zu bedeuten?

Der Beitragstitel "Ich rufe euch erneut zur Entscheidung auf" ist die Überschrift des Textes von Johannes Widmann und nicht von mir erfunden und beansprucht nicht, dass ich mich als besonders auserwählt betrachte. Ich trage einfach die Texte - voller Überzeugung ihrer inhaltlichen Schwere und Bedeutung - weiter und habe Freude, wenn ich mich mit ihnen befasse und sie zu Herzen nehme, und glaube, dass sie dem einen oder anderen ebenfalls Anstoss zu grösserer und reinerer Freude und Klarheit geben können.

Alle Einträge der Kundgabentexte folgten dem Schweigen des Johannes, dem ich mitteilen wollte, dass das Wort Gottes nicht abgeschlossen sei. - Auch hat keiner von euch etwas auf meine Entgegnung gegenüber Johannes gesagt - weshalb ich euch herausfordern wollte, was mir ja hiermit gelungen ist!


Einige weitere Gedanken:

- Wikking, falle nicht in den gleichen Fehler, den du mir vorwirfst: Deine Sichtweise ist nicht für alle gültig. Dass aber die Mehrzahl gerne Persönlichkeiten sind und geistig unabhängig bleiben wollen, ist eine Tatsache, die dir grosse Zustimmung sichern. Meine geistige Unabhängigkeit ist darin begründet, dass ich das Leben des Geistes aus der Liebe schöpfen will, die der Ursprung alles Seienden ist. Bei dir ist das vielleicht ähnlich, aber du weigerst dich, der Tatsache des Geisterfalles ins Auge zu schauen und die Konsequenzen daraus zu ziehen. Das ergibt eine ganz andere Motivation zum Leben, welche aus sich selbst schöpfen will und eben das Verlangen nach persönlicher Überlegenheit zum Antrieb hat, welches die Abwendung vom Quell der Liebe zur Folge hatte. "Licht" können wir alle haben, d.h. "Weisheiten" können unser eigen sein, ohne dass sie an die Liebe zurückgebunden sind, weil wir als Licht geschaffen wurden. Echte und damit lebendige Weisheit ist aber was anderes. Kalte Weisheit, also Weisheit, die nicht mehr die Liebe zum Antrieb hat, macht sie zu Einbildungen, zu Verstandes-Schimären, deren Umsetzung in lebendige und dauerhafte Wirklichkeit aber auf sich warten lässt und deshalb auch mit stets gewaltigerem Druck um Durchsetzung bemüht ist.

- Für Berichte über eigene Erlebnisse und Erfahrungen finde ich den Platz im Forum ungeeignet, weil innere Vorgänge bei schicksalshaften Ereignissen nie hinübergebracht werden könnten. Es genügt, wenn wir einen Menschen zum Freunde haben, welchem wir über lange Zeit hinweg mit 'Mühe' etwas von unserem Innenleben verständlich machen können. Und für oberflächliche Beobachtungen und subjektive Einbildungen ist dieses Forum ja nicht gedacht....

- Aufdringlich erscheint das Engagement mit 'meinen' Texten nur denjenigen, die ihren Wahrheitsgehalt spüren, sich aber nicht dazu durchringen können, von ihrer eingefahrenen Richtung Distanz zu nehmen und ihr Leben auf Kosten ihrer gewohnten vordergründigen Ziele an einer übergeordneten Wahrheit zu orientieren und neu auszurichten. Hier beginnt die Liebe Fuss zu fassen, Liebe zur Wahrheit! Wahrheit ist erstmal reingeistigen Ursprungs, die uns aber übermittelt werden kann, wenn wir die nötige Liebe dazu haben. Erst aus dieser Liebe zur reinen Wahrheit erwächst uns die wahre Weisheit, welche sich unterscheidet von der Wahrheit der Weltweisen. Je mehr sich ein Mensch in eine Weltanschauung hineinmanövriert hat und je mehr er sich auf die Weisheit solcher Geistesausrichtung einbildet, umso schwieriger ist es, ihm die Einfachheit wahrer Weisheit zu übermitteln. Aber er ärgert sich umso massloser, je näher seine hausgemachte Weisheit auf Lücken stösst, die ihn unsicher und heimatlos machen würden - so seine Wahrnehmung. Darum fühlt er sich umso mehr abgestossen, je unzeitiger und aufdringlicher ihm Wahrheit zu vermitteln versucht wird. Da die Zeit aber drängt und die 'Metamorphose' dringlich ansteht, will die Wahrheit die hintersten Winkel ausleuchten, damit sich das dort Befindliche entweder ins Licht begibt und aufsteigt - oder sich als flüchtig beweist, das sich in Höhlen und Schluchten verzieht, wo es sich unentdeckt glaubt und sein Restleben ausleben will....

- Dem einen ist die Weisheit aus der Liebe zu süsslich, dem andern die Wahrheit daraus zu hart. Oder - es wiederholt sich scheinbar alles, es wird ständig dasselbe wiedergekaut - und die Nuancen im Wort werden nicht erkannt, doch gleichzeitig die 'kluge' Bemerkung gemacht, dass in einem einzigen Wort nur ein geringer Teil des geistigen Inhalts ausgedrückt werden kann, also doch viele Worte vonnöten wären, die den geistigen Inhalt umschreiben, um ihm näher zu kommen.

- Ins Leben umsetzen lässt sich etwas erst, so es uns dazu treibt. Beim Menschen sind die Gedanken entscheidend an seiner Willenskraft beteiligt. Rechtes Denken und rechtes Handeln gehen Hand in Hand. Da wir vom rechten Denken aber weit entfernt sind, ist unser Handeln öfter falsch ausgerichtet und dementsprechend die Resultate auf lange Sicht. Bevor falsches Denken berichtigt werden kann, ist Aufklärung über die Wahrheit und über den Irrtum nötig, erst daraus erfolgt ein effizienteres Handeln, was nicht zu verwechseln ist mit einem Handeln, das nirgends mehr anstösst und nur sich selbst zum Nutzen sein will....

- Lebenslust zu haben, ist ja etwas Gutes und damit auch die Vorstellung von einem "glühenden Feuer auf der Suche nach der göttlichen Flamme". Du, Wikking, stellst dir nun dieses Feuer dir eigentümlich vor und verbindest es mit gewissen geistigen Inhalten oder Antrieben, die für dich wichtig sind. Es kommt nun darauf an, ob du einfach das Licht des Feuers nützen willst, oder ob du dich an der Wärme und an der Lebendigkeit des Feuers erfreust, welches erst die Grundlage des Seins darstellt....

Zusammenfassung: Ich bemühe mich trotz nicht zu verleugnenden Schwierigkeiten um objektives Erkennen. Ich glaube erkannt zu haben, dass alles Sein in einem Lebenswasser 'schwimmt', das es hervorbringt, nährt und bewegt. Ich versuche meinen Blick bewusst auf dieses Wasser zu wenden und seine Herkunft zu erforschen. Ich setze darauf, dass das, was mir Leben gibt, höher einzustufen ist als das, was daraus geworden ist. Ich freue mich am Dasein und an meiner Kraft und Gesundheit, freue mich aber auch an der Fähigkeit, lieben zu können. Ja, eigentlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass "LIEBEN-KÖNNEN" über das "Geliebtwerden" geht - und darum strebe ich ersteres unermüdlich an. Die Kraft, lieben zu können, fliesst mir aber nur aus dem hervor, der dieses höchste Ziel an den Anfang und den 'Schluss' gesetzt hat.
Ich bin auf dem Wege, ich mache meine Fehler, ich ringe um Verständnis, um nicht unterzugehen, um mein Leben zu beweisen. - Denn Gott will nicht tatenlose, lethargische, bequeme, rein passive Geschöpfe! - Diese Einsichten hat mir niemand so klar und widerspruchslos nahebringen können als Jesus Christus, Der Sich nebenbei auch Bertha Dudde als Werkzeug für die Endzeit ausgewählt hatl

Danke für Deine Regsamkeit, Wikking!
(fehlt bei mir diese? - ich muss mich eher bändigen, um nicht andere zu überfahren.....)

Mit liebem Gruss
Epidophekles


>Guten Tag Ephistokeles,
>ich halte es für richtig und für OK, wenn man zwischendurch in einem Proph-Forum immer mal wieder geistige Ansätze bringe, die einen Leser inspirieren mögen.
>Diese Inspirationen sollten eigene Erfahrungen sein, Erlebtes und Ge-Lebtes, Durch-Lebtes, also Ein- und Um-Sichten, die von e i g e n e n Reife-Prozessen zeugen und und daher inspirieren können.
>Wie willst Du Menschen durch Texte berühren, durch immer und immer wiederkauende Wiederholungen von immer denselben Themen?
>Du kannst nur helfen und inspirieren, wenn Du selbst etwas durchlebt und verwirklicht hast. Wenn nicht, dann langt ein einmaliger Hinweis auf etwas, was noch ansteht, oder auf ein Buch oder sonstwas ... alles andere ist "krampfhaftes Missionieren" und bewirkt das Gegenteil, als es soll.
>Dies kennen wir vom erhobenen Zeigefinger der abgeblich christlichen Pfaffen, die in der Kanzel von Liebe predigten und sich im kleinen Zimmerchen danach mit jungen Knaben vergnügten, sicher nicht zu deren Erbauung !
>Ich habe Respekt vor Deiner Überzeugung, Ephistokeles, doch die Texte, die Du ständig postest, berühren mich nicht, weil sie im Bewußtsein einer gänzlich vergangenen Epoche entstammen. Da ist nichts von jenem glühenden Feuer der Suche nach der göttlichen Flamme enthalten, das in wirklich geistigen Texten das Herz und die Seele des Lesers in echte Höhen erheben kann - und danach nicht nur inneren Frieden, sondern auch den Samen zu einer e c h t e n Transformation gelegt hat.
>In Deinen Texten stehen Aufforderungen und gebetsmühlenartige Wiederholungen, wie niedrig das Bewußtsein des Menschen doch ist. Doch ohne jedes Leben dahinter, ohne die Lebendigkeit des göttlichen Geistes, der wirklich das Vergänglichkeits-Bewußtsein des Menschen in eine neue Stufe zu erheben vermag.
>Deine Texte hinterlassen bei jemanden, der sie zufällig entdeckt (und gar nicht auf einem Pfad ist) eher Widerwillen, weil es sich unangenehm an die pseudo-christliche Überheblichkeit erinnert fühlt. Bei den meisten Suchern nach der Wirklichkeit werden sie Leere hinterlassen, weil die Tiefe und die Berührung des Ananda in ihnen fehlt, das Agni (das Göttliche Feuer), das uns wirklich inspiriert, uns zu wandeln und zu erkennen. Nur ein Sucher, der g e n a u diesen Pfad von B.D.beschreiten möchte, mag sich davon inspiriert fühlen (wie Du eben) - und nicht nur Worte erkennen, sondern auch Lebendigkeit dahinter. Doch wieviele sind das ?
>In der Zeit, der wir uns mit riesigen Schritten nähern, Ephistokeles, sind keine Phrasen mehr gefragt, die jemand empfangen hat (selbst wenn sie Wahrheit enthalten ), sondern das eigene Erleben und das Erwachen der Seele. Es geht nicht nur darum, das eigene Bewußtsein zu erheben, es geht darum, diese Geistigkeit "herabzubringen" in unsere Welt, durch das eigene Leben, durch die Erfahrungen, durch all die tiefen Täler, die wir selbst im Bewußtsein des EINS-seins mit dem All-Geist durchwandern dürfen.
>Die Sprache hat ihre Bedeutung wahrlich verloren, um "göttliche Durchgaben" weiterzugeben, ist sie doch nur ein Ausdrucks-Mittel des denkenden Verstandes. Sage oder schreibe e i n einziges Wort - und schon ist 50% "Falschheit" dabei, weil das Wort niemals exakt etwas wiedergeben kann ... und ein anderer MEnsch es sowieso total anders auffasst. Sprich z.B. von "Liebe" und meine göttliche Liebe damit, die meisten denken an "Beziehungs-Kisten", an "Bindung", an Sexualität, vielleicht noch an Mutterliebe oder ähnliches. Wer ist wirklich imstande, die wirklich selbstlose Liebe zu b e s c h r e i b e n, jene vor Macht vibrierende Lichtflut, der wir uns in den Momenten tiefster Innigkeit nähern dürfen, wohlwissend, daß wir ihre gänzliche Fülle noch nicht ertragen könnten, ohne darin zu verbrennen?
>Nur wenn Du eine bestimmte Erfahrung Dein eigen nennen kannst, dann sprich über etwas, weil dann die Worte mit dieser Erfahrung aufgeladen sind.
>Doch nur Texte zu rezitieren .. bzw. einfach zu posten, das ist ist Banalität, die nicht innerlich berührt, sondern Leere hinterläßt.
>Die Berührung der Göttlichkeit kann nicht durch Worte wiedergegeben werden, ohne massiv entstellt zu werden. In diesen Zeiten sollten wir das Instrument der Schöpfung werden, o h n e Worte, aus der Stille heraus, in welcher die Unendlichkeits-Fülle liegt, wenn man sie aufrichtig sucht.
>Spürst Du nicht, daß Du auf diese Weise nicht befreiend und reinigen wirkst, wie Du vielleicht gern möchtest, sondern schrecklich aufdringlich, von Deiner Mission nahezu besessen und den Namen Christi für diese Aufdringlichkit mißbrauchend?
>Ich fühle mich unangenehm an Stefan Parlow erinnert ... ich denke, Dein Ansinnen ist jedoch aufrichtig. Warum kreierst Du nicht eine eigene Homepage und stellst die Texte hinein?
>Dann kann sie ein Interessierter lesen.
>Solange Du mit dieser Aufdringlichkeit eine Botschaft verbreitest, verfälscht Du vollständig einen eventuellen Wahrheits-Gehalt. Du machst Dich damit genausowenig zum Instrument Christi, wie es die Inquisition war (verzeih mir den Vergleich ... ich vergleiche Dich sicher nicht mit einem Folterknecht). Nein, Du suchst Dir eine "Mission", an die Dein Ego glaubt, welches daran zu wachsen versucht und schrecklich enttäuscht wird, wenn es nicht ernst genommen wird.
>Das menschliche Bewußtsein ist derart voll von Fallen und Sackgassen dieser Art, daß man wirklich vom Missionieren die Finger lassen sollte, sonst wird man razzeputz zum Sklaven seiner eigenen Mission. Dann plappert man von Christus daher, der in diesen Worten nichts anderes mehr ist als eine leblose Götze, ein Luftballon der eigenen mentalen Vorstellung, der platzt, wenn ein anderer ihn ansticht, oder eine Gips-Götze, schwer, unbeweglich, ohne Leben, ohne Liebe.
>Doch genau das sollte Christus eigentlich nicht sein.
>Was mich weiterhin äußerst unangenehm berührt, ist dieser Mißbrauch des chistlichen Namens im Sinne von: "Ich bin der Einzige - und wer nicht an mich gaubt, der fährt zur Hölle!"
>MANN, was für aufgeblasene Vorstellungen eines verdrehten Un-Glaubens.
>Sorry, hier dreht sich mir nicht nur der Magen um, sondern jede innere Feinheit zieht sich vor solch grobem Umfug zurück. Als wenn die Kirche nicht schon jahrhundertelang entsprechende Aussagen zu ihren Un-Taten und geistigen Entmündigungen verwendet hätte ????
>In unserer Zeit der Wende, in der wir gnadenvoll leben, ist nicht "ein Retter" gefragt, sondern die Hinwendung des menschlichen Bewußtseins an die göttliche Wahrheit und Wirklichkeit. Die exakte Nachfolge Christi ist sicher einer der Wege. Doch dann folge ihm nach, bitte. Er selbst hat wohlweislich k e i n e Texte hinterlassen, die mißgedeutet hätten werden können. Er lebte aus der direkten göttlichen Fülle. Das gilt es in unserem individuellen Leben zu verwirklichen, das EINS-Sein mit dem All-Sein, von dem Jesus stets sprach.
>Nicht ein rezitieren von Phrasen und Durchgaben.
>Gehe hinein in Dein Leben, Ephistokeles, und das kannst Du auch jedem anderen raten, und lerne aus jeder einzelnen Situation, das Göttliche Wirken zu erkennen und das alten menschliche Verhaftetsein zu demaskieren, indem Du keine einzige unbewußte Regung (in Tat und Gedanken) mehr zuläßt.
>Das wird Dich (und uns alle) dem Wirken der Gottheit näher bringen, als alte Texte in alter Sprache.
>Ich hoffe, Dich ein wenig berührt zu haben.
>Möge Dich die Wirklichkeit hinter den verfälschenden Worten berühren!
>wikking



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