Re: Für die Neuen: Der Seherin Gesicht
Geschrieben von BBouvier am 11. Mai 2003 17:19:33:
Als Antwort auf: Für die Neuen: Der Seherin Gesicht geschrieben von Badland Warrior am 11. Mai 2003 16:11:21:
Lieber Baddy!
Danke.
Unseren Ahnen waren auch noch die Auswirkungen des letzten Impakts bekannt,
der vor gut 10 000 Jahren war.
Und da wird berichtet vom Weltenbrand und dem eisigen Fimbulwinter.Ich hab da mal ein Buch von 1910 in der Hand gehabt, in dem der Autor meinte,
sich darüber mokieren zu müssen:
Diese Deppen hätten sich nicht einigen können, ob es nun heiss war oder kalt.
Wär ja totaler Schwachsinn, das!Der gute Mann wusste eben noch nichts von Impaktfolgen.
Unseren wissenden Ahnen einen vollen Becher Met Richtung Walhall schickt daher
Dein
BB
>Hallole!
>Ich weiß ja nicht, wer sich schon durch das ganze Archiv gewühlt hat, aber da wir so einen großen Haufen Neuer hier haben, hier eine Überlieferung aus der EDDA, bezüglich des Kommenden. eine ausdeutung und die isländische version sind irgendwo im Archiv, müsste ich mal raussuchen. Ich glaube, Dunkelelbin müsste das auch können.
>Doch Güldenkamm
> bei den Göttern kräht:
> er weckt die Helden
> bei Heervater;
> unter der Erde
> ein anderer kräht,
> in Hels Halle,
> ein braunroter Hahn.
> 44.
> Gellend heult Garm
> vor Gnipahellir:
> es reißt die Fessel,
> es rennt der Wolf.
> Vieles weiß ich,
> Fernes schau ich:
> der Rater Schicksal,
> der Schlachtgötter Sturz.
> 45.
> Brüder kämpfen
> und bringen sich Tod,
> Brudersöhne
> brechen die Sippe;
> arg ist die Welt,
> Ehbruch furchtbar,
> Schwertzeit, Beilzeit,
> Schilde bersten,
> Windzeit, Wolfzeit
> bis die Welt vergeht-
> nicht einer will
> des andern schonen.
> 46.
> Es gärt bei den Riesen;
> des Gjallarhorns,
> des alten, Klang
> kündet das Ende.
> Hell bläst Heimdall,
> das Horn ragt auf;
> Odin murmelt
> mit Mimirs Haupt.
> 47.
> Yggdrasils Stamm
> steht erzitternd,
> es rauscht der Baumgreis;
> der Riese kommt los.
> Alles erbebt
> in der Unterwelt,
> bis der Bruder Surts
> den Baum verschlingt.
> 48.
> Was gibt's bei den Asen?
> Was gibt's bei den Alben?
> Riesenheim rast;
> beim Rat sind die Götter.
> Vor Steintoren
> stöhnen Zwerge,
> die Weisen der Felswand-
> wißt ihr noch mehr?
> 49.
> Gräßlich heult Garm
> in der Gnipahöhle,
> die Fessel bricht
> und Freki rennt.
> Viel weiß die Weise,
> sieht weit voraus,
> der Welt Untergang,
> der Asen Fall.
> 50.
> Hrym fährt von Osten,
> er hebt den Schild;
> im Riesenzorn
> rast die Schlange.
> Sie schlägt die Wellen;
> es schreit der Aar,
> Leichen reißt er;
> los kommt Nagelfar.
> 51.
> Der Kiel fährt von Osten,
> es kommen Muspells
> Leute zum Land;
> Loki steuert.
> Mit dem Wolfe zieht
> die wilde Schar;
> Byleipts Bruder
> bringen sie mit.
> 52.
> Surt zieht von Süden
> mit sengender Glut;
> von der Götter Schwert
> gleißt die Sonne.
> Riesinnen fallen,
> Felsen brechen;
> zur Hel ziehn Männer,
> der Himmel birst.
> 53.
> Dann naht neue
> Not der Göttin,
> wenn wider den Wolf
> Walvater zieht
> und gegen Surt
> der sonnige Freyr:
> fallen muß da
> Friggs Geliebter.
> 54.
> Gräßlich heult Garm
> in der Gnipahöhle,
> die Fessel bricht
> und Freki rennt.
> 55.
> Der starke Sohn
> Siegvaters kommt,
> Widar, zum Kampf
> mit dem Waltiere:
> es stößt seine Hand
> den Stahl ins Herz
> dem Riesensohn;
> so rächt er Odin.
> 56.
> Der Lande Gürtel
> gähnt zum Himmel:
> Gluten sprüht er,
> und Gift speit er.
> Es muß nun Odins
> mannhafter Sohn
> den Würger von Vidars
> Verwandten treffen.
> 57.
> Der hehre Sproß
> der Hlodyn naht.
> Wider den Wurm
> wendet sich Odins Sohn.
> Mutig trifft ihn
> Midgards Schützer.
> Alle Wesen müssen
> die Walstatt räumen.
> Neun Fuß weit fährt
> Fjörgyns Sohn
> Weg von der Natter,
> die nichts erschreckte.
> 59.
> Die Sonne verlischt,
> das Land sinkt ins Meer;
> vom Himmel stürzen
> die heitern Sterne.
> Lohe umtost
> den Lebensnährer;
> hohe Hitze
> steigt himmelan.
> 59.
> Gräßlich heult Garm
> in der Gnipahöhle,
> die Fessel bricht
> und Freki rennt.
> 60.
> Seh aufsteigen
> zum andern Male
> Land aus Fluten,
> frisch ergrünend:
> Fälle schäumen;
> es schwebt der Aar,
> der auf dem Felsen
> Fische weidet.
> 61.
> Auf dem Idafeld
> die Asen sich finden
> und reden dort
> vom riesigen Wurm
> und denken da
> der großen Dinge
> und alter Runen
> des Raterfürsten.
> 62.
> Wieder werden
> die wundersamen
> goldnen Tafeln
> im Gras sich finden,
> die vor Urtagen
> ihr eigen waren.
> 63.
> Unbesät werden
> äcker tragen;
> Böses wird besser:
> Balder kehrt heim;
> Hödur und Balder
> hausen im Sieghof,
> froh, die Walgötter-
> wißt ihr noch mehr?
> 64.
> Den Loszweig heben
> wird Hönir dann;
> es birgt beider
> Brüder Söhne
> das weite Windheim-
> wißt ihr noch mehr?
> 65.
> Einen Sall seh ich
> sonnenglänzend,
> mit Gold gedeckt,
> zu Gimle stehn:
> wohnen werden
> dort wackre Scharen,
> der Freuden walten
> in fernste Zeit.
> 66.
> Der düstre Drache
> tief drunten fliegt,
> die schillernde Schlange,
> aus Schluchtendunkel.
> Er fliegt übers Feld;
> im Fittich trägt
> Nidhögg die Toten:
> nun versinkt er.
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