der "Übermensch" .. hoffentlich nicht so....
Geschrieben von wikking am 11. Mai 2003 00:27:54:
Guten Abend, Foris,
schon oft wurde hier das Thema "Übermensch" bzw. homo superior zur Diskussion gebracht und die Ansichten von Nietzsche mit denen z.B. von Aurobindo verglichen. Hoffen wir, daß eine eventuelle nächste Menschheit nicht so entstehen wird, wie hier unten visionär geschildert:
ein schönes Wochenende
von wikking
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„Herr Professor Moggast, bitte kommen Sie umgehend ins Büro des militärischen Leiters, Ebene fünf, Sektion weiß!“, tönte eine befehlende Stimme durch die Gänge und Zimmer einer riesigen, unterirdisch angelegten Versuchsanlage, die derart geheim war, dass auch hier nicht viel darüber berichtet werden kann. Prof. Karl Moggast, eine wissenschaftliche Größe auf dem Gebiet der fortgeschrittenen Gen-Technologie, unterbrach tatsächlich sofort seine Arbeit, denn so eine seltene Besuchsaufforderung beim militärischen Oberbefehlshaber war meist gleichzusetzen mit einem neuen Forschungsauftrag und konnte viel Geld bedeuten.
‘Die nächste Weltreise auf der Queen Elisabeth II ist gesichert...’ frohlockte der Genforscher insgeheim und dachte lustvoll an die beiden jungen und sehr willigen Thai-Mädchen, die seine Auftraggeber während der letzten Luxus-Reise als besondere Aufmerksamkeit in seiner noblen Suite auf dem Luxus-Liner untergebracht hatten.
Professor Moggast eilte in den weißen Bereich und klopfte an die Tür des militärischen Leiters. „Bitte treten Sie ein!“ schallte eine feste Stimme von innen. Der Wissenschaftler trat ein, setzte sich in den angebotenen Sessel vor dem obligatorischen Eichenholz-Schreibtisch des Chefs und lehnte ein Gläschen Cognac dankend mit den Worten ab: „Herr Oberst, ich stecke gerade in einer neuen Versuchsreihe. Da brauche ich einen völlig klaren Kopf!“
„Lobenswert, wirklich lobenswert!“ erwiderte der Militär, setzte sich dann mit seinem Cognac (er arbeitete offensichtlich an keiner Versuchsreihe) an die andere Seite des Tisches, überlegte kurz, schüttete den Schnaps auf einen Zug in sich rein und atmete tief durch.
Professor Moggast nützte dieses ihm inzwischen schon bekannte Ritual, um seinen Gegenüber wieder einmal ausgiebig zu betrachten. Zum wiederholten Male fragte er sich, wie ein äußerlich so unscheinbarer Mensch zum ranghöchsten Offizier eines derart brisanten Geheimprojektes hatte aufsteigen können: Kleine, drahtige Gestalt, schmale, engstehende Augen hinter einer billig wirkenden Nickelbrille, erinnerte fast etwas an Heinrich Himmler, die breiten Nasenflügel wirkten unnatürlich in dieser Schmächtigkeit, zeugten aber vom starken Willen des Oberst, besonders wenn er tief ein- oder ausatmete. Und genau das tat er jetzt...
Er holte tief Luft, wobei seine Nasenflügel sich beängstigend weit bewegten, dann sprach er mit salbungsvoller Stimme: „Herr Professor Moggast, mit Ihnen als wissenschaftlichem Leiter verfügt unsere Basis über die Kapazität im Bereich der supra-humanen Genforschung. Sogar unsere amerikanischen Verbündeten konnten in ihrem letzten inoffiziellen Statement zum Stand ihrer eigenen Forschungen bei weitem keine derartigen Erfolge vorweisen. Sie wissen, ich betone es bei einer solchen Gelegenheit gerne immer wieder, dass Sie Ihrem Land mit Ihren Forschungen einen ungeheuren Dienst erweisen, was wir Ihnen ja in spürbarer Weise bereits offenkundig gemacht haben. Unsere Basis kontrolliert sich selbst, wir haben keine Instanz über uns. Weder Bundestag noch Bundesrat ahnen von unserer Existenz, weder Kanzler noch Präsident dürfen je etwas von unserer Arbeit erfahren, um sie nicht zu potenziellen Gegnern werden zu lassen. Wir sind ins Leben gerufen worden anläßlich jenes Sondergesetzes zur Terrorismus-Bekämpfung, das niemals revidiert wurde. Somit sind wir ohne Zeitbeschränkung legalisiert und nur unserem hohen Ziel verantwortlich, der völligen Kontrolle von destruktiven, subversiven Elementen. Sie wissen dies natürlich alles. Doch man sollte sich diese hohe Aufgabe täglich in Erinnerung rufen, um etwaige moralische Fragen bereits im Keime zu ersticken...“
„Ich habe keine moralischen Probleme, Herr Oberst“, warf Professor Moggast ein.
Der Militär lächelte. „Ist mir bekannt. Das macht Sie so wertvoll für unser Projekt. Herr Professor, die Zeit schreitet voran, und durch die Entdeckung der Möglichkeit einer emotionalen Steuerung der Massen durch Beigabe von bei uns gezüchteten Viren im Trinkwasser sind wir sowieso schon einen Schritt weiter als alle anderen. Doch heute möchte ich Ihnen eine besonders brisante Aufgabe übertragen, einen Auftrag, der möglicherweise schicksalsbestimmend für den Fortbestand der Menschheit sein wird. Haben Sie jemals Nietzsche oder die Schriften von Gurdieff gelesen? Oder vielleicht sogar Adolf Hitlers ‘Mein Kampf’? Oder auch amerikanische, erst kürzlich freigegebene CIA-Veröffentlichungen über die okkulten Orden des 3. Reiches, wie die Totenkopf-SS, die Thule-Gesellschaft, die Schwarze Sonne ... oder ähnliches?“
Da der Wissenschaftler sich kaum für philosophische oder politische Bücher interessierte, zögerte er zunächst etwas, dann sagte er: „Nein, ehrlich gesagt ... mit den Philosophen hab’ ichs nicht so. Und von der Nazi-Ära will ich eigentlich recht wenig wissen...“
„Hmmm...,“ machte der Oberst, um dann fortzufahren: „...ist aber nicht so schlimm. Das, was Ihren neuen Auftrag angeht, werde ich Ihnen nun mitteilen...“
Er lehnte sich nachdenklich in seinen Sessel zurück und schaute geradewegs in die neugierig blitzenden Augen des Forschers. Dann begann er: „Als Wissenschaftler werden Sie mir sicher zustimmen, dass die jetzige Menschheit nicht gerade der Endpunkt der Entwicklung sein kann. Sie selbst haben vor ein paar Jahren hierzu ein interessantes Referat gehalten, in dem Sie von einigen bisher noch nicht ausreichend geklärten DNS-Stukturen gesprochen haben, die möglicherweise eine in die Zukunft gerichtete Entwicklungs-Linie in sich tragen könnten. Nun, wir haben uns in der Führungsebene in den letzten Monaten recht ausführlich mit Nietzsches und Gurdieffs Ideen des Übermenschen beschäftigt und auch mit den teilweise recht überspitzten Aussagen von Adolf Hitler verglichen, der in der so genannten arischen Rasse bekanntlich den Ansatz zu einer weltbeherrschenden Herrenrasse sehen wollte. Herr Hitler war leider ein despotischer Krieger mit nicht allzu viel Intelligenz, sonst hätte er die theosophischen Quellen und tibetisch-buddhistischen Weisheitslehren, aus denen er, sein geheimer Mentor Haushofer und seine schwarzen Orden ihre Theorien schöpften, nicht derart eigenwillig interpretiert...“
„Theosophie...“ unterbrach der Professor seinen Chef, „...ist das nicht diese geheime Lehre von Helena Blavatsky, dieser russischen Okkultistin, die schon vor Heinrich Harrer lange Jahre in Tibet gelebt hat?“
„Nun, sie behauptete, dass sie dort war. Belege gibt es nicht. Auch ist die Theosophie eigentlich keine Geheimgesellschaft, denn Blavatskys Hauptwerk, die ‘Geheimlehre’ ist frei verfügbar, doch sehr schwer verständlich und durchaus vielseitig zu interpretieren. Doch wir wollen hier nicht in theoretische Betrachtungen verfallen. Tatsache ist, dass auch bei Blavatsky eine Menge Hinweise darüber zu finden sind, dass der jetzige Mensch eher eine Art ‘Zwischenwesen’ darstellt als eine so genannte Krone der Schöpfung. Eine neue, kommende Menschenrasse scheint also tatsächlich bereits in den Genen vorprogrammiert zu sein. Wenn man demzufolge die Aussagen aus Wissenschaft und Philosophie zusammennimmt, dann wird eine unüberwindliche, kämpferische Rasse aus dem jetzigen verweichlichten Menschen entstehen. Eine Rasse, für die die heutigen globalen Probleme nur lächerliche Kindereien sein werden. Und damit, Professor, sind wir beim zentralen Thema Ihres Auftrages: Sie sollen nicht nur dieses zukunftsgerichtete DNS-Fragment analysieren, sondern auch intensive Forschungen dahingehend betreiben, damit wir hier in unserem Institut die ersten Vertreter dieser neuen Menschheit entstehen lassen können. Wie Sie dies bewerkstelligen, ist Ihre Sache. Doch ich erwarte erste Erfolgsnachweise schon Mitte nächsten Monats. Die Konkurrenz schläft nicht, Professor. Wir wissen, dass die Chinesen an inhaftierten Dissidenten schon massenweise Versuche zu ähnlichen Zwecken durchgeführt haben, ebenso die Amis, die mit den geheimen Antischwerkraft-Scheiben operieren, um ihr Vorgehen - also die Entführung von Menschen zu Versuchszwecken - danach als Aktionen von Außerirdischen tarnen zu können. Ich denke, es wird noch an ganz anderen Stellen weltweit zum Thema geforscht. Versteht sich von selbst, dass die Nation, die als erste solche Experimente erfolgreich beendet, die absolute Weltherrschaft erringt, wirtschaftlich und militärisch! Versteht sich weiterhin, dass wir die Ersten sein werden, die Erfolg haben. Deutschland hat sich lange genug hinter den Amis verstecken müssen, und dieser Europa-Wahn..., naja..., ich sage lieber nichts dazu. Wir sollten uns jedenfalls nicht gleichschalten lassen...“
„Von Politik versteh’ ich nichts. Aber der neue Auftrag reizt mich außerordentlich. Ich werde mein Bestes tun!“
„Das erwarte ich von Ihnen, nicht mehr und nicht weniger, Professor! Was ich noch sagen wollte..., nun..., wir haben natürlich nichts von der Sache, wenn Sie einfach so einen Übermenschen produzieren, am Ende gar eine so intelligente Wesenheit, dass sie uns - ihren Schöpfern - überlegen sein könnte. Das Wesen, das Sie züchten sollen, muss uns natürlich voll und ganz ergeben sein. Seine Fähigkeiten sollen unseren Zielen kämpferisch dienen. Absolute Kontrolle durch uns..., Sie verstehen?“***
- Interessanter Link zu Tibet, Shambhala, etc. Badland Warrior 11.5.2003 09:47 (1)
- Re: interessantes Fett, aber triefend franz_liszt 11.5.2003 11:01 (0)