Kriegsgefangene
Geschrieben von Razor am 14. April 2003 19:04:38:
Als Antwort auf: NACHRICHTEN (o.T.) geschrieben von franz_liszt am 14. April 2003 02:22:44:
Sie waren 21 Tage in Saddams Hand. 21 Tage voller Ungewissheit, Todesangst. Die Bilder ihrer Gefangennahme gingen um die Welt. Seit gestern sind die sieben Amerikaner wieder frei.
Heute berichtet die „Washington Post“ über das Martyrium der GIs. Schon bei der Gefangennahme wurden die US-Soldaten getreten und mit Stöcken geschlagen - obwohl einige unter Schussverletzungen litten. Die irakischen Wärter verhöhnten sie, brachten sie immer wieder an andere Orte. Sie mussten auf dem nackten Fußboden schlafen, bekamen gesüßten Tee zu trinken, aßen Reis. Weder durften sie duschen noch ins Freie. Jeder saß in einer Einzelzelle, die Zellen dazwischen blieben frei, um jedes Gespräch zu verhindern.
Am schlimmsten für die Kriegsgefangenen aber war die ständige Todesangst. Gefreiter Patrick Miller (23): „Meine erste Frage nach meiner Gefangennahme war: 'Werdet Ihr mich töten?' Sie sagten Nein ... aber ich habe ihnen nicht geglaubt.“
Army-Köchin Shoshana Johnson (30), einzige Frau unter den Gefangenen: „ Ich kam an den Punkt, an dem ich glaubte, sie würden uns umbringen.“ Offizier David Williams: „Ich dachte, ich würde meine Frau niemals wiedersehen.“
Als die US-Truppen näher rückten, wären die Gefangenen fast durch Bombenangriffe gestorben. Wände und Tür des Gefängnisses wurden teilweise zerstört, aber die Wachen verhinderten jeden Fluchtversuch.
Offizier Ronald D. Young (26): „Wir konnten spüren, wie dieses ganze Ding zusammenbrach. Wir waren die Bastarde des Irak. Niemand wollte uns behalten.“
Freigelassen wurden die Amerikaner in dreckigen Schlafanzügen, Plastiklatschen, Resten ihrer Uniform. Sie humpelten in die Freiheit – erschöpft, aber glücklich.
ob Amerika wohl glaubt das Kriegsgefangenschaft so etwas wie ein Klassenausflug ist???? Ob die Gefangen in Guantanamo besser behandelt werden?
Gruss Razor