Syrien - erschreckende Parallelen!

Geschrieben von franz_liszt am 14. April 2003 02:29:21:

Als Antwort auf: NACHRICHTEN (o.T.) geschrieben von franz_liszt am 14. April 2003 02:22:44:

Hallo Foris,

nicht nur, dass die USA munter drauflosargumentieren, dass jetzt Syrien dran ist - die Parallelen zum Beginn des Irakkriegs sind erschreckend. Die Politik der USA hat sich ganz schön verändert. Der Faktor X ist nicht nur aus dem Zeitverlauf lt. Korkowski gestrichen, er ist auch aus dem Handeln der USA verschwunden - kein Gezerre mehr mit anderen Mächten wie den UN - alles schön direkt und zielstrebig.

Sogar mit Signalfoto!

Gruß franz_liszt

*********

Sonntag, 13. April 2003
Syrien im Fadenkreuz der USA
"Eine Menge böser
Fehler"


Karte zur aktuellen
militärischen Lage


US-Präsident George W. Bush hat
Syrien am Sonntag erneut davor
gewarnt, Mitgliedern der
irakischen Führung Unterschlupf
zu gewähren, und das Land zur
Zusammenarbeit aufgefordert.
"Syrien muss mit den Vereinigten
Staaten und unseren
Koalitionspartnern kooperieren
und darf keinem Mitglied der
Baath-Partei, des Militärs und
anderen Personen, die zur
Verantwortung gezogen werden
müssen, Zuflucht gewähren",
erklärte Bush in Washington.

US-Verteidigungsminister Donald
Rumsfeld sagte, sollte sich der
irakische Präsident Saddam
Hussein in Syrien aufhalten, würde
das Land einen großen Fehler
begangen haben. Er fügte hinzu,
im Irak seien syrische Kämpfer
getötet und gefangen genommen
worden, die auf Seiten der
irakischen Truppen gekämpft
hätten.

"Die syrische Regierung macht
eine Menge böser Fehler", sagte
Rumsfeld in einem Interview des
US-Senders CBS. Sollte Saddam in
Syrien entdeckt werden, "würde
Syrien einen noch größeren Fehler
gemacht haben". Auf die Frage,
wie sich die USA in diesem Fall
verhalten würden, antwortete der
Minister: "Das letzte, was ich tun
würde, wäre nun darüber zu
sprechen.

Drohung wegen Massenvernichtungswaffen

Syrien könnte zudem zu einem Angriffsziel für die USA werden, sollten
in dem Land irakische Massenvernichtungswaffen gefunden werden.
Richard Perle, Mitglied der Verteidigungspolitischen Kommission und ein
Planer des Irak-Kriegs, sagte am Wochenende ", die USA müssten auf
einen solchen Fund reagieren. Im Falle eines solchen Fundes würden
die USA zunächst von Syrien verlangen, "dass sie alles abgeben, was
in ihrem Besitz gelangt ist, um die Bedrohung zu beseitigen", ergänzte
Perle. "Wenn das nicht geschieht, würde wohl keiner ausschließen
wollen, dass wir die volle Breite unserer Möglichkeiten ausschöpfen."
Falls wir keine Alternative haben, sind wir bereit zu tun was notwendig
ist, um Amerikaner und andere zu verteidigen ", fügte Perle hinzu.

Scheer: Bekannte Bilder

Für den Träger des Alternativen Nobelpreises, Hermann Scheer,
zeichnen sich in den Drohungen Parallelen zum Beginn des
Irak-Krieges ab. In einem "Spiegel"-Interview sprach Scheer über den
"immer gleichen Vorwand und die gleiche Argumentation der
US-Regierung. Das ist eine Beleidigung des politischen Verstands".
Bislang habe der Kriegsverlauf eher bewiesen, dass die irakische Seite
mit ihren Beteuerungen Recht gehabt habe, dass ihre
Massenvernichtungswaffen nach dem Golfkrieg von 1991 vernichtet
worden sind.

Wieder geht's um Öl

Es scheint nicht unwahrscheinlich, dass die USA mit gleicher Strategie
ihr nächstes Ziel ins Visier nehmen: Syrien, meint Scheer im "Spiegel".
Dort sei nach US-Vorstellungen eine Pipeline durch Land geplant, um
andere Öllieferstränge "um bis zu drei Viertel abzukürzen", will der
SPD-Bundestagsabgeordnete erfahren haben. Sollte dies auf dem
Verhandlungsweg nicht möglich werden, sei die erneute
Vorwandsuche für eine Okkupation wahrscheinlich.

Mit seinem Verdacht Scheer nicht allein. "Ich würde derzeit kein Geld in
Damaskus anlegen", verkündete am Freitag freimütig der frühere
NATO-Oberbefehlshaber Wesley Clark in der "Berliner Zeitung". Syrien
müsse mit einem Angriff rechnen, wenn es seiner Regierung nicht
gelinge, "die amerikanischen Bedenken auszuräumen". Dabei gehe es
um die angebliche Unterstützung regimetreuer Iraker, Kontakten zu
Terrorgruppen sowie den Besitz von Massenvernichtungswaffen.



Antworten: