Re: Nostradamus nennt mögl. den Monat des Beginns der Teuerung
Geschrieben von Astro am 17. Februar 2003 13:19:18:
Als Antwort auf: Nostradamus nennt mögl. den Monat des Beginns der Teuerung geschrieben von Fred Feuerstein am 16. Februar 2003 20:14:09:
Hallo,
wenn Noel Tyl mit seinen astrologischen Prognosen recht hat, beginnt der Krieg um den 24. März und endet etwa Mitte April.
Seine Prognosen wiederholte er mehrmals in seinem Forum seit letzten September; weil viele sich auf den momentanen sehr spannungsgeladenen Zeitraum versteiften.
Wenn dieser Termin stimmen sollte, dann ist das wieder eine Meisterleistung von Nostradamus, indem er den Teil des Märzes für den Kriegsbeginn nennt, der dem April nahe ist.
Auch fällt mir dazu der Eber und Leopardvers von Nostradamus ein, den wir schon mehrmals diskutiert hatten. Auch hier wird der Monat März genannt, wo ein Adler um die Sonne tanzt.
Habt ihr die tollen Bilder von Komet V2 schon gesehen?
Viele Grüße
Astro>Bezgl. des Monats des Beginns der Teuerung gibt es einen "schönen" Vers bei Nostradamus:
>Centurie III Vers 5.
>Pres loing defaut de deux grands luminaires.
>Qui suruiendra entre l´Auril & Mars:
>O quel cherre´! mais deux grands debonnaires
>Par terre & mer secourront toutes pars.
>Lange werden die Gebrechen der beiden großen Lichter andauern. Das wird sich zwischen April und März (s.u.) ereignen: Oh, welche Verteuerung! Doch zwei große Wohltäter werden über Land und Meer überall zu Hilfe eilen.
>Allgeier übersetzt Mars mit März.
>"Zwischen April und März" gibt für mich aber keinen rechten Sinn: damit wäre ja ein ganzes Jahr gemeint. Logischer klingt für mich, wenn man "Mars´" mit "Krieg" übersetzt.
>Damit könnte man die Zeile so übersetzen:
>"Das wird sich zwischen April und Krieg(sbeginn) ereignen: Oh, welche Verteuerung!"
>
>Bezgl den "deux grands luminaires" habe ich im Apr./2001 einen Forums-Beitrag geschrieben:
>II/41
>La grand estoille par sept iours bruslera,
>Nuee fera deux soleils apparoir,
>Le gros mastin tout nuict hurlera,
>Quand grand pontife changera de teroir
>Übersetzung nach Allgeier:
>Der große Stern glüht sieben Tage lang,
>Eine Wolke bewirkt, daß man zwei Sonnen sieht.
>Der große Mastin wird die ganze Nacht hindurch heulen,
>Zu dieser Zeit verläßt der große Papst den Vatikan.
>Nostradamus unterscheidet in seinen Quatrains, aufgrund seiner sehr guten astronomischen und astrologischen Fähigkeiten, sehr wohl zw. Komet und Stern. Es gibt ein paar Quatrains, in denen eindeutig von einem Auftauchen eines Kometen (frz.: comet) berichtet wird.
>In diesem, und einigen anderen Vierzeilern ist aber vom Auftauchen eines Sterns die Rede: frz. étoile = Stern. Wir erfahren also, daß dieser Stern 7 Tage glüht, was wiederum nicht auf einen Kometen hindeutet, da deren Umlaufzeiten, auch in Sonnennähe, erheblich länger sind.
>Es handelt sich hier m.E. eindeutig um eine Nova bzw. Supernova. Die dritte Möglichkeit eines Gamma-Ray Bursters würde ich ausschließen, da diese bisher beobachteten Ausbrüche sehr viel kürzer verliefen -> Zeiraum bisher : Sekunden bis Minuten. (derzeitiges Erklärungsmodell: 2 sich umkreisende Neutronensterne die zu einem schwarzen Loch crashen).
>Eine Nova bzw. Supernova ist dagegen ein kollabierender sehr massereicher Stern ( mehr als 10 Sonnenmassen) , der im letzten Todeskampf in einer ungeheueren Explosion ein Großteil seiner Masse in den Weltraum schleudert. Bei der Nova steigt die Leuchtkraft in sehr kurzer Zeit um den Faktor 100 bis 100000, bei einer Supernova um den Faktor 10000000000 (im Vgl. zu unserer Sonne), d.h. die Leuchtkraft kann sogar die Leuchtkraft der Heimat-Galaxie um einiges übersteigen.
>Im zweiten Satz erfahren wir auch etwas von einem „Nebel“, der bewirkt, daß man 2 Sonnen sieht. Ich denke hier hat Allgeier nicht ganz korrekt übersetzt, da als gebräuchliche Wort für Nebel „brouillard“ verwendet wird. Altfrz. „nuee“ = neufrz. „nuée“ bedeutet: Schwarm, Haufen, große Wolke, Unmenge. Damit kommen wir der wahrscheinlichen Lösung schon etwas weiter: Was könnte im Weltraum bewirken, daß man von EINER Sonne ZWEI Sonnen sieht: Es ist die schon von Einstein proklamierte, und in unserer Zeit mehrfach entdeckten GRAVITATIONSLINSEN. Als Gravitationslinsen fungieren massereiche Objekte, z.B. Neutronensterne, Galaxien, schwarze Löcher etc. Da Nostradamus von einer GROßEN Wolke, bzw. Haufen berichtet, dürfte es sich hier um eine Galaxie handeln. Diese Linse bewirkt nun, daß wir von einem Objekt, welches sich normalerweise von uns aus gesehen unsichtbar dahinter verbirgt, entweder bei genau im Zentrum befindlichen Objekten ein Einsteinring (Das Objekt bildet einen Lichtkreis um die Linse), oder bei nicht zentral liegenden Objekten genau ZWEI Abbilder sehen, die sich durch leichte Rotverschiebung unterschiden. Hier ein schönes Beispiel dafür:
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>mit freundlichen Grüßen
>Fred