Re: Was Lafontaine so alles sagt

Geschrieben von XI am 12. Februar 2003 17:05:48:

Als Antwort auf: Biblischer Reichtum geschrieben von XI am 12. Februar 2003 14:59:53:

US-Politik mit El Kaida verglichen

Ex-SPD-Chef Oskar Lafontaine hat mit harschen Tönen gegen die „imperialen Pläne“ der USA gewettert. Auf einer Friedenskundgebung in Saarbrücken sagte Lafontaine am Montagabend: „Terrorismus ist, wenn man unschuldige Menschen tötet, um politische Ziele durchzusetzen. Nicht nur El Kaida wendet diesen Terrorismus an.“

Lafontaine sagte, es sei zulässig, Jagd auf den El- Kaida-Anführer Osama bin Laden zu machen. „Wenn man Verbrecher jagt, bombardiert man aber keine ganzen Stadtviertel.“ Bei internationalen Konflikten werde inzwischen in immer größerem Ausmaß die Zivilbevölkerung in Haft genommen, um politische Ziele durchzusetzen.

Lafontaine vertrat die Ansicht, der Krieg gegen Irak habe längst begonnen. Die irakische Zivilbevölkerung werde schon seit Jahren bombardiert. Das Embargo habe nach Schätzungen der Vereinten Nationen bereits zum Tod von einer halben Million Kindern geführt. „Auch das Embargo ist eine Massenvernichtungswaffe.“ So könne in der internationalen Gemeinschaft nicht gehandelt werden“.

Der US-Regierung warf Lafontaine vor, die Nato komplett verändern zu wollen. Die Allianz sei längst nicht mehr allein ein Beistandspakt gegen Angriffe von außen. „Die Bush-Administration glaubt, sie könne die Nato in den Dienst ihrer imperialen Pläne in der ganzen Welt stellen. Aber dafür ist die Nato nicht gegründet worden“, polterte er.

Für ihre internationalen Militäraktionen brauchten die USA ihre Stützpunkte in Deutschland, sagte Lafontaine weiter. Daher müsse man jetzt auch über die Zukunft dieser Militärbasen nachdenken, fügte der bereits kurz nach dem ersten rot-grünen Wahlsieg von allen Posten zurückgetretene SPD-Politiker.



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