Re: Annäherung an eine stabile menschliche Welt?

Geschrieben von Dunkelelbin am 15. Oktober 2002 17:43:49:

Als Antwort auf: Annäherung an eine stabile menschliche Welt? geschrieben von Torsten am 15. Oktober 2002 16:52:35:

Hi Torsten,

>bei der erneuten Beschäftigung mit Prophezeiungen, ihrer Herkunft und Wirkung ist mir folgende Idee gekommen:
>Was ist, wenn viel mehr Bereiche des menschlichen Lebens von Visionen betimmt sind, als wir annehmen?

Sicher ist, dass wir alle uns beständig in Kontakt zu unserem "höheren Selbst" als auch zum Überbewußtsein befinden. Dieser gedankliche und intuitive Austausch erfolgt so selbstverständlich, dass wir uns dessen gar nicht gewahr werden.
Plötzliche Einfälle, Ideen, Richtungswechsel im eigenen Verhalten aber auch Entscheidungen die wir "einfach so" zu treffen scheinen haben ihren eigentlichen Ursprung nicht in uns sondern werden uns vielmehr eingegeben - dafür muß man nicht unbedingt den kleinen Mann im Ohr haben oder gar Stimmen hören..:)))


>Natürlich weiß man nicht, inwiefern das den Tatsachen entspricht, aber sowohl im Alten Testament als auch in der griechischen Antike wie in den Überlieferungen der Naturvölker spielen Träume und Visionen (wenn man das überhaupt klar trennen kann) eine wichtige Rolle für Entscheidungen und Handlungen. Das Déjà-vu kennt wohl Jeder. Die meisten unserer Handlungen vollziehen wir automatisch, was üblicherweise mit Lernen und Erfahrung begründet wird. Vorahnungen sind eine häufige Erscheinung.
>Bleiben wir bei Vorahnungen: So ist zwar zunächst naheliegend, daß man ein Ereignis ahnt und abwendet (z.B. Unfall, was mir schon öfter passiert ist). Was aber, wenn man nur den Schreck geahnt hat, den Einem eine Situation einjagt, ohne daß ein Unfall "vorgesehen" ist, sondern die Vermeidung?

Diese "kleinen" Vorahnungen um uns einen Schreck einzujagen haben durchaus einen Sinn. Sie zeigen, dass die Welt multidimensional ist und sich unsere Wahrnehmungen nicht nur auf die reale Ebene beschränken sollten. Durch diese Erfahrungen lernen wir auf das zu hören, was für uns vielleicht eines Tages das Leben retten wird, - und dies wiederum unseren individuellen Glauben stärkt, was für jedes beseelte Lebewesen zur geistigen Weiterentwicklung unerlässlich ist.

>Bisher gab es wohl in der Menschheitsgeschichte nur wenige langzeitstabile Zustände. Wenn Epochen stabil erscheinen, dann wohl nur, weil uns ausreichendes Detailwissen fehlt. Ständig gab es Veränderungen innerhalb und zwischen Gruppen: Wissenschaftlicher Fortschritt, Machtwechsel, Kriege. Zwar hat der Mensch immer das Bedürfnis nach Stabilität, aber einen noch stärkeren Drang zur Veränderung.

Immer ist das Dasein ein stetes werden und vergehen. Geburt-Leben-Tod-Geburt-Leben-....
Dieses beschränkt sich nicht allein auf den physischen Tod. Auch Situationen, Lebensabschnitte sind diesem steten Wandel unterlegen. Anzunehmen, dass es jemals eine Zeit der "Ruhe" geben wird, ist absolut gegen den Rythmus der Natur und wäre auch nicht förderlich für die Pulsfrequenz die wir Leben nennen. Der Mikrokosmos der Welt ist gleichzeitig der Makrokosmus.

>In der Umgangssprache hat dieser Drang zur Veränderung unter Anderem den Namen "Träume" (wird häufig auf Jugendliche angewandt, bevor sie im Erwachsenenalter die Träume den Erfordernissen opfern). Vielleicht sagt der Begriff mehr, als auf den ersten Blick ersichtlich ist?

Während des Schlafes verlässt unser Bewusstsein ( Astralkörper wie es so schön heißt )unseren materiellen Körper, ohne jedoch die Bindung zu ihm zu verlieren, wie es beim Eintritt des Todes geschieht und nimmt sich die Freiheit in den Dimensionen umherzuziehen und mit anderen Energien in Kontakt zu treten, die wir während unseres Wachbewusstseins nur selten wahrnehmen. Teils weil es so anerzogen ist, oft aber auch, weil wir es nicht zulassen. Die Phase des Schlafes und der Träume allein vom medizinischen Standpunkt aus zu betrachten und dem Regenerationsbedürfnis des Körpers zuzuschreiben ist sehr kurzsichtig und wenig objektiv.

>Was ich mit den vielen Worten sagen will: Was, wenn wir von der Zukunft genauso bestimmt werden, wie von der Vergangenheit, und zwar jeder Einzelne, nur mit unterschiedlicher Sensibilität? Daraus würde sich ergeben, daß das Reich Gottes das feststehende Ziel ist, dem wir uns nähern und welches mit zunehmender Annäherung immer mehr Menschen bewußt wird.

"Das Reich Gottes" ist ein Begriff, der durch das Christentum geprägt wurde und den ich für meine spirituelle Entwicklung ablehne,- wie übrigens weitere 82% der Weltbevölkerung..;)
Abgesehen von diesem Begriff, scheint mir das Ziel eher in der Entwicklung der einzelnen Seelen zu liegen die, ist sie weit genug entwickelt, nicht mehr der materiellen Dimension bedarf.

Dafür würde sprechen, daß spirituelle, also sensiblere Menschen, immer wieder dieselben Vorstellungen von dieser neuen Form des Zusammenlebens entwickeln. Wenn in verschiedenen Prophezeiungen dann von langen glücklichen Zeiten die Rede ist, dann vielleicht, weil kein Entwicklungsdruck auf die Form des Zusammenlebens besteht. Und wenn davon die Rede ist, daß der Mensch dann ungeahntes Wissen und Fähigkeiten besitzen wird, dann vielleicht, weil wissenschaftlicher Fortschritt und Entfaltung der menschlichen Möglichkeiten zentrales Ziel wird.

Den sogenannten "Entwicklungsdruck" machen wir uns selbst, weil viele noch nicht erkannt haben, dass der Fortschritt nicht in Technik und pharmazeutischen Weiterentwicklungen zu finden ist sondern nur in uns.


Grüße
Dunkelelbin


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