Ein paar Zusätze

Geschrieben von franke43 am 11. September 2002 11:23:38:

Als Antwort auf: Re: Welche Nation verrät ihre Freunde? geschrieben von MacBeth am 11. September 2002 10:20:52:

Hallo

>1. Mit "Westlich" meine ich nicht die Produkte und Dienstleistungen, die >wollen die Chinesen alle haben und letztendlich selber machen. Im Moment >klauen die Chinesen geistiges Eigentum wie die Weltmeister (oder wie ehemals
> die Japaner). Ich glaube auch, dass alle Joint Ventures in China nur dieses >Ziel haben. Speziell zum Transrapid gab's ja schon Schlagzeilen, dass die >Chinesen ThyssenKrupp unter Druck setzen, um die "Geheimnisse" der >Antriebstechnik zu lernen. Danach wollen die Chinesen dann ihre eigenen Zuege >bauen.

Dazu kommt, dass man in China einen Unterschied zwischen Westen und
Westen macht. Der europäische Westen ist dort viel populärer als der
nordamerikanische.

>2. Mit "Westlich" meine ich die westlichen politischen Gebilde, vor allem die >USA. Die Chinesen haben nie vergessen, wie die Kolonialmaechte sie vor 100 >Jahren zerstueckelt haben und die Japaner ueber sie herfielen.

Auch das ehemalige britische Empire hat sich unrühmlich hervorgetan, als
die chinesischen Häfen im Opiumkrieg von der englischen Kriegsmarine
("Britannia rules the waves") mit Hilfe der Ironside-Methode geöffnet
wurden. Und das nur um in China billiges Opium verkaufen zu können.
Die Briten als Rauschgifthändler ......

Von der ehemaligen deutschen Kolonie Tsingtao ist den Chinesen
wenigstens eine Bierbrauerei geblieben, die auch noch produziert.

Sowas ist in China nie vergessen worden.

>Das gibt schon mal eine solide Basis fuer Fremdenhass. Dazu kommt, dass sich >die Chinesen selbst als kommende Grossmacht sehen und nicht bereit sind, sich >irgendjemandem unterzuordenen.

Nicht nur als kommende, sondern auch als gewesene Grossmacht. Wir
sollten nie vergessen, wie China in der eigenen Sprache genannt
wird: Tschung Kuo, das "Reich der Mitte". Das ist das chinesische
Selbstverständnis seit über 2000 (!!) Jahren.

>Und der einzige, dem sie sich im Moment noch unterordnen muessen, sind die >USA.

Für ein uraltes Reich wie China ist es eine unglaubliche Beleidigung,
sich einem Emporkömmling wie USA ohne die Spur einer alten Kultur
unterordnen zu müssen.

>Der Flugzeugzusammenstoss vor einem Jahr war sozusagen eine "Prophezeiung" der >kommenden Auseinandersetzungen. Somit ist das Pulverfass gesetzt, jetzt fehlt >nur noch der Funke, welcher Taiwan heisst. China rasselt schon seit >Jahrzehnten mit den Saebeln und baut fleissig seine Marine auf. Die USA kann >in keinem Fall eine solche Invasion zulassen, wenn sie als Weltmacht bestehen >will. Wiederum: Dumitru Duduman hat eine Prophezeiung dazu geliefert, schau >Dir bitte meinen Beitrag von vor ein paar Tagen an.

Taiwan ist ja nicht nur eine Systemfrage, sondern eine Frage der
nationalen Identität. Taiwan ist - spiegelbildlich - Chinas Nordkorea.

>Somit haben wir Kriegsgegner, offiziellen und inoffiziellen Kriegsgrund nach >klassischem Muster.

Nur wird China vermutlich den krieg in erster Linie um Taiwan, in
zweiter Linie gegen die USA und nicht gegen Europa führen.

Denn Europa und China kommen einander schon rein geographisch nicht
ins Gehege. Es ist unwahrscheinlich, dass nochmal wie zu Dschingis
Khans Zeiten Truppen bis nach Europa geschickt werden.

Die USA hingegen werden dort vor Ort Flagge zeigen und damit direkte
Kriegshandlungen auf sich ziehen. Den Prophezeiungen zufolge sollen
diese dann bis zu einem Invasionsversuch in Alaska führen. Das ist
zwar geographisch schwer vorstellbar, aber immerhin leichter zu
bewerkstelligen als eine chinesische Intervention auf einem
europäischen Kriegsschauplatz. Sollten US-amerikanische Flotten-
verbände im grossen Stil in der Golfregion und im Mittelmeer
beansprucht werden, reicht das Kontingent um Taiwan vielleicht nichyt
aus. Es könnte ja sein, dass die USA gegen China eine Seeschlacht
verlieren und dann der chinesischen Marine im Pazifik kurzfristig
niemand mehr entgegensteht. Dann wäre der Seeweg bis Alaska offen.

>Noch ein Kommentar zur "Chinesen helfen Deutschland Prophezeiung". Die halte >ich fuer ein Windei, niemand (auch nicht in den naechsten 25 Jahren) hat die >Transportkapazitaeten, um Material, vor allem Panzer in entscheidender Menge >von China nach Europa zu bringen.

Genau meine Meinung (s.o.). Die gelbgesichtigen Truppen, die bei
Irlmaier oder dem Waldviertler erwähnt werden, können auch russische
Föderationstruppen aus Ostsibirien sein, oder Hilfstruppen aus
mongolischen ehemaligen Sowjetrepubliken.

>Und die blitzeschleudernden Panzer sind ja eher Perry Rhodan, die Bundeswehr >kann sich noch nicht einmal einen neuen Transportpanzer leisten. Von dieser >Prophezeiung halte ich garnichts, sie passt auch ueberhaupt nicht ins Bild der >uebrigen.

Schwer zu beurteilen, was in geheimen Arsenalen bereitliegt.

>Alles Gute
>MacBeth

Dasselbe

Gruss

Franke 43



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