Nachforschungen zu den Pest-Beschreibungen in Prophs zu 3.Wk

Geschrieben von Fred Feuerstein am 04. September 2002 20:41:47:


Der Seher Franz Kugelbeer (1922)
Finsternis von drei Tagen und Nächten. Beginn mit einem furchtbaren Donnerschlag mit Erdbeben.... Vergebens flehen diese um Verlängerung ihres Lebens. Es herrscht die Pest, große schwarze Flecken am Arm sieht man. Schwefeldämpfe erfüllen alles, als wenn die ganze Hölle los wäre. Ein Kreuz erscheint am Himmel. Das ist das Ende der Finsternis. Die Erde ist ein Leichenfeld wie eine Wüste. Die Menschen kommen ganz erschrocken aus den Häusern. Die Leichen werden auf Wägen gesammelt und in Massengräbern beerdigt. Es fahren weder Eisenbahnen noch Schiffe, noch Autos in der ersten Zeit. Die Fabriken liegen still, das rasende Tempo früherer Zeit hat aufgehört.


Der alten Linde Sang von der kommenden Zeit (um 1850)
Eine Kerze gibt die ganze Zeit allein,
Wofern sie brennen will, dir Schein.
Gift'ger Odem dringt aus Staubesnacht,
Schwarze Seuche, schlimmste Menschenschlacht.

Gleiches allen Erdgebor'nen droht,
Doch die Guten sterben sel'gen Tod.
Viel Getreue bleiben wunderbar
Frei von Atemkrampf und Pestgefahr.

Eine große Stadt der Schlamm verschlingt,
Eine andere mit dem Feuer ringt,
Alle Städte werden totenstill,
Auf dem Wiener Stephansplatz wächst Dill.


Weissagung des »Spielbähn« Bernhard Rembold (1689–1783)
101. Des Feindes Rest entflieht bis zum Birkenbäumchen.
102. Hier wird die letzte große Schlacht gekämpft für die gute Sache.
103. Die Fremden haben den schwarzen Tod mit ins Land gebracht.
104. Was das Schwert verschont, wird die Pest fressen.
105. Das bergische Land wird menschenleer sein und die Äcker herrenlos.
106. Also, daß man ungestört von der Sieg bis zu den Bergen wird pflügen können.
107. Die in den Bergen verborgen sind, werden die Äcker wieder aufbauen.


Marie Mesmin (20. Jahrhundert)
Diese Frau aus Bordeaux wurde 1905 in Lourdes von einer schweren Krankheit geheilt. Ihre Frömmigkeit wurde ebenso gerühmt wie die heitere Sicherheit ihres Geistes, mit der sie sich zu ihrer Sendung bekannte. Schon 1902 hatte sie verkündet:

Wenn ihr wüßtet, was geschehen wird, wäret ihr in Angst und Schrecken. Es kommt ein Krieg, wie man einen solchen noch nie erlebt hat. Bis zu fünfzig Jahren werden alle Männer in den Krieg ziehen müssen. Ich sehe, wie große Vögel Feuer auf die Städte fallen lassen. Es wird außer Krieg auch Pest und andere, gänzlich unbekannte Krankheiten geben, von denen die Ärzte nichts wissen. Es kommen große Erdbeben, und Berge werden sich bewegen. Es kommt Hungersnot und Revolution; man wird sich verstecken müssen. Es kommt der Tag, wo die Reichen ebenso leiden wie die Armen, wo das Geld zu nichts sein wird.

Die Offenbarung des Johannes († um 100 n. Chr.)
Der Tod, und die Hölle folgte ihm nach. Und ihnen wurde Macht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit Schwert und Hunger und Pest und durch die wilden Tiere auf Erden.

------------------------------------------------------------------------------------
Soviel zur Quellenlage.
Bisher war ich der Meinung die Seher haben die mit der "3-tägigen" Verfinsterung einhergehnde "Verpestung der Luft" beschrieben, aber nach Vergleich der entsprechenden Textpassagen ist eindeutig die Pest und ihre Auswirkungen beschrieben. In der "3-tägigen" Verpestung der Luft sterben die Leute SOFORT durch die unmittelbare Gifteinwirkung:
Taigi (1837, Italien, Rom) :
"...Wer während der Finsternis aus Neugierde das Fenster öffnet und hinausschaut, oder aus dem Haus geht, wird auf der Stelle tot umfallen..."

Wenn dies zutrifft, wäre natürlich die nächste Frage:
Was ist der Auslöser dieser Pestepidemie, wahrscheinlich schon zu Beginn des 3.Wk?

Schon in der Bibel wird die Beulenpest im Zusammenhang mit massivem Auftreten von Mäusen erwähnt, sie grassierte im Sechsten, Vierzehnten und Siebzehnten Jahrhundert in Europa. 1575 starben in Venedig mehr als 46.000 Menschen. Die Wundärzte erkannten sehr richtig, daß die Erkrankung mit dem "Pesthauch" übertragen wurde und trugen neben Handschuhen, langen Umhängen vor allem Pestmasken, deren lange schnabelartige Nasen mit Kräutern gefüllt
waren.

Heutzutage werden die Erreger jedoch üblicherweise früh iagnostiziert und dementsprechend mit einem passenden Antibiotikum schon im Anfangsstadium abgetötet. Meistens werden die Überträger von den Haustieren eingeschleppt, wobei überwiegend Hunde die infizierten Flöhe mitbringen. Haben die Flöhe bei ihrem Biß den Erreger übertragen, können die Yersiniabakterien sich als langsame Beulenpest oder als rasant ablaufende Lungenpest entwickeln.
Bei der Beulenpest können die befallenen Lymphknoten bis zu Faustgröße anschwellen. Die Erkrankung erhält oft auch den Namen "Schwarze Pest", dies ist durch ausgedehnte, schwarz erscheinende Blutungen unter die Haut bedingt.

Ist die Krankheit aus dem tierischen Reservoir der Nagetiere in die menschliche Bevölkerung geraten, geht sie leicht in die gefährliche Form der Lungenpest über. Hierbei kommt es durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch zu direktem Befall der Lungen. Beim Sprechen und Husten werden winzige Eiterpartikel mit lebendigen Yersiniakeimen als unsichtbare schwebende Tröpfchen in die Luft geschleudert, die dann von anderen Personen eingeatmet werden.
Die Erkrankung an der Lungenpest verläuft rasend schnell. Meist verstreichen nur 48 bis 72 Stunden bis zum Auftreten eines sehr hohen Fiebers um 39 bis 41 Grad Celsius. Gleichzeitig bestehen starke Kopfschmerzen und oft Schüttelfrost, schnell stellt sich wegen der massiven
Schleimhautzerstörungen der Atemwege Atemnot ein, die Haut verfärbt sich infolge Sauerstoffmangels bläulich. Falls bei der Lungenpest keine umgehende stationäre Behandlung erfolgt, ist die Ansteckungsgefahr für die Umgebung extrem hoch.

Da im Normalfall heutzutage Ratten als Auslöser der Pest nicht in Frage kommen und auch leicht durch Antibiotikagabe einzudämmen wäre gibt es nur eine besorgniserregende Möglichkeit:
Wir haben zusätzlich zum Problem der mehr als 3-tägigen Verpestung der Luft nach Meteoriteneinschlag somit schon in den ersten Kriegstagen mit großflächigem B-Waffeneinsatz zu rechnen !!!


Spätestens seit dem Erscheinen von Ken Alibeks Buch «Direktorium 15» und dem Buch «Germs» (dt. Titel: Viren) von drei Mitarbeitern der «New York Times» wissen wir, dass die Erreger der Lungenpest auch als biologischer Kampfstoff verfügbar sind .
Pest als B-Kampfstoff:
aufgrund der leichten aerogenen Übertragung möglich, führt zu Lungenpest;
relativ resistent gegen Umwelteinflüsse (Temp.-Bereich: -2 - 45 °C)
virulente und antibiotikaresistente !!! Mutanten wurden in Laboratorien bereits isoliert!!!

Die Herstellung von biologischen Waffen ist technologisch recht einfach. Unter idealen Laborbedingungen können heute biologische Kampfstoffe leicht und schnell hergestellt werden.
Zu den gängigen B-Kampfstoffen gehören Tularämie, die Pest, Milzbrand und Pocken. Viele dieser Krankheitserreger sind von militärischen Labors nachhaltig genetisch verändert worden und gegen Antibiotika immun.

Zur Info:
ABC Kampfstoffe


Frage:
- Wie plausibel haltet ihr das, oder haben die Seher doch Pest mit Verpestung verwechselt?

Wenn nicht haben wir zusätzlich zur "3-tägigen" Verpestung der Luft dann schon zu Beginn mit großflächigem B-Waffeneinsatz zu rechnen. Nicht sehr ermutigend , aber unbedingt in die Vorbereitungsmaßnahmen einzukalkulieren!!

mit freundlichen Grüßen
Fred


Antworten: