Re: "Blödsinn!", Hehehe, wer, ich? Legs di auf, da legs di nieder.
Geschrieben von Klaus2 am 26. August 2002 22:00:09:
Als Antwort auf: Re: "Blödsinn!", Hehehe, wer, ich? Legs di auf, da legs di nieder. geschrieben von SoL333 am 26. August 2002 19:21:02:
Hallo SOL
Ich will mich eigentlich nicht in euren Duell einmischen, aber ich muß das einfach loßwerden.
Vertrauen? Tolle sache vor allem mit der Deko Granate in der einen und der Gaspistole in der anderen Hand, ich hoffe nur du bringst nicht mir einmal Vertrauen entgegen :-))))
ansonsten gut geschrieben, ließt sich wie ein modererner Lederstrumpf, absolut Realitätsnah.
Gruß
Klaus
>Hi B.W. :-)
>Eigentlich hatte ich ja gehofft, das Du diesen Thread hier übersiehst, aber Mist, jetzt hattes wohl mich erwischt. Gut, ich nehme das Duell mit Dir auf, edler Ritter des schlechten Landes, ich, holder Ritter von Utopia nehme es gern mit Dir auf um mich in der Argumentationskunst zu messen, Angarde' (oder wie immer man das auch schreibt) :-).
>Nah, dann wollen wir mal, wird n Kinderspiel *hauchaufdieFingernägel*:
>Das ist schon der Tatbestand zu umstürzlerischen Zwecken.
>Huuuuuhuuuuuhuuu. Na und wenn? Ich sehe das mal so: ich bin ich und das George Dabbelju Bush (& Co.). Einer von uns ist ein absoluter Idiot, der Kriegsspielereien für ein Computerspiel hält, und besser nicht eine Supermacht anführen sollte. Meiner Meinung nach, die in diesem Fall wohl nicht die verkehrte ist, siehe anhand des Kyotoprotokolls, der Bush-Doktrin etc. etc. etc. Ich habe gewiss nichts gegen Amerikaner als solche, sondern denke, daß das viele liebe Leute sind (mit einigen Eigenheiten und Ausnahmen gewiss), die auch nur in Frieden leben wollen, aber genauso machtlos sind wie wir und genauso im Arsch gekniffen sind. Aber auch gegen Russen habe ich eigentlich nichts, denn auf bestimmte Art und Weise, kann ich ihre Beweggründe sogar verstehen, weil sie nur REAGIEREN werden, Bush dagegen AGIERT, im großen Schachspiel um Öl, bei dem die Russen eher äußerst clever sind. Nebenbei ist mir die Idee des Kommunismus eher sympathisch als die des Kapitalismus, "Idee" wohlgemerkt. Wir sind nur am Arsch gekniffen, weil wir geografisch näher dran sind und das einzig eher Erreichbare im Kampf gegen den Westen ohne in einem nuklearen Holocaust zu enden (so nehmen sie das zumindest im Vorfeld an).
>Ich habe viele Russen kennengelernt, und auch sie waren immer sehr nett und umgänglich zu mir, auch sehr gastfreundlich, und saufen konnten die und feiern, ja hörmal.
>Das Dilemma ist, daß im Endeffekt alle Seiten meinen, das Gute und das Richtige zu tun. Nur die wenigsten würden von sich sagen, sie wären abgrundtief böse, ganz im Gegenteil, sie sagen: alle anderen sind es. Und diese einflußreichen Leute bringen Menschenmassen, die einfach nur leben wollen, unter Ihre Kontrolle zu bringen und wissen sie auszunutzen und im Bösen zu erziehen, statt im Guten. Einen König Artus gibt es leider nicht mehr, oder zumindest nicht dort, wo er sein sollte.
>Dich haben sie in ihren Zwecken sozialisiert, daher trennst Du zu scharf zwischen Gut und Böse. Nicht die Russen sind böse (der kleine Wehrdienstleistende dort hat genauso viel Schiß wie Du), sondern einige ihrer Machthaber sind es. Genauso wie bei den Amis. Ein "Putsch" durch die Richtigen und so gut es geht gewaltlos hier und dort? Ja bitte, her damit, aber Dalli.
>Und wer schützt uns dann vor den Arabern und Russen?
>Ich kenne genug Araber, die mir nie etwas tun würden und ich denke, Ihre "Welt" hier wird genauso angegriffen, Ihre Frauen und Kinder sterben, Ihr Auto kommt weg, die Wohnung zerbombt. Einige von Ihnen können Deutsche vielleicht nicht besonders gut leiden, die Russen werden sie dagegen hassen und deshalb auf der deutschen, westlichen Seite stehen, denn haben zwei einen gemeinsamen Feind, so verbünden sie sich in aller Regel miteinander. Das schweißt die Menschen hier vor Ort sicherlich zusammen und neue Freundschaften entstehen, denn man ging zusammen durch dick und dünn und hat viiiieeeleicht überlebt und ein Türke aus einem Gethho hat vielleicht zwei Deutschen das Leben gerettet oder umgekehrt, man schuldet sich Dank und kennt sich. = "Freund"
>Doch konstruktive Kritik ist ja eigentlich gegenstandslos ohne angemessenen Gegenvorschlag, also hier kommt meiner:
>Ansonsten schützt am besten immer der Eindruck absoluter Gewaltlosigkeit mit einem freundlichen Lächeln und absoluter Behutsamkeit in allem was man tut, denn das Problem ist, das sie meist einen sprachlich nicht verstehen und DICH erst einmal als eine Bedrohung ansehen. Außer bei ängstlichen und zitternden Wehrdienstleistenden aller Seiten ist das bei einigen wohl nicht möglich daher sollte man auch für den Notfall gewappnet sein und den einzigen Vorteil den man haben wird ausnutzen: die Überraschung und ggf. einen hohen IQ. Ich werde niemanden töten, sondern ich werde sie verarschen oder als "Freund" gewinnen. Schlimmeres nur im äußersten Notfall bei keinem anderen Ausweg. Am besten sich nicht sehen lassen, versteckt halten, und wenn man doch mal auf einen versprengten Soldaten trifft (der noch halbwegs Mensch geblieben ist) und der hungrig und ängstlich einem seine Pistole zitternd vor die Nase hält, so heißt es: keine Gefahr sein, Lächeln, kein Haß in den Augen und das wichtigste: Ihn zum Essen einladen! Im eine Zigarette anbieten, beruhigend mit ihm verständigen, nach Möglichkeit mit Wörterbuch oder ein paar Bruchstücken seiner Sprache, auf denen man aufbauen kann. Oder mit Händen und Füßen oder allgemein verständliche Zeichen gekratzt im Boden. Die Möglichkeit beim Essen nutzen, um Ihm klarzumachen, wer wir sind und das wir einfach nur mit dem Krieg nichts zu tun haben wollen, Religion und ein gutes Herz als Grund angeben, nicht Feigheit, d.h. man muß trotzdem selbstbewußt und bestimmt auftreten, nicht ängstlich wimmernd oder wütend. "Cool" aber im Sinne von "Groovy" sozusagen. Ans Herz appelieren, nach seiner Familie fragen, Fotos zeigen lassen, selbst Fotos zeigen oder seine (ggf. angebl.) schwangere Freundin oder Frau vorstellen, immer die Hand schütteln oder bei einem Chinesen z.B. den Kopf verneigen wie es Brauch ist. Dann zeige ich im das Buch "Krieg dem Kriege" von Ernst Friedrich und beweise damit, daß ich selbst "Kommunist" (= Freund) bin und selbst den Kapitalismus nicht mag, einer "gleichen" Idee folge und mein absolutes Unverständnis für Krieg. Irgendwann vielleicht, wenn er Vertrauen gewonnen hat, desertiert er vielleicht mit, wenn er begreift, das 100% + 100% bei zwei Personen nicht = 200% bedeutet, sondern durch sinnvolle Organisation bei einiger Vertrauensbasis = 220% oder mehr. Gefangenendilemma eben. Das gilt natürlich nur, wenn man einen Menschen vor sich hat, kein blindwütiges Tier. D.h. immer einen joker in der Tasche haben. Wenn er das Lager verläßt, (je früher umso wahrscheinlicher) ist die Gefahr groß, daß er es verrät oder sich auch nur aus Versehen verplappert, d.h. immer Umziehen sofort.
>Durch die Bekanntschaft hat man das, was vorher von außen dehumanisiert wurde, wieder humanisiert und zwar von innen heraus, mittels Herz. Aus Feinden wurden zwei Menschen und der eine von beiden hat erkannt, daß der ihm gegenüber eigentlich voll in Ordnung ist und überhaupt kein Feind, er hat ihn satt gemacht und vielleicht seine Wunden versorgt. Er will nur genauso leben wir der neue Freund selbst, denn auch der Russe will wieder heim zu Frau und Kind. Man muß ihm glaubhaft machen, daß die eigene Alternative das eher wahrscheinlich macht.
>Eine solche Zusammenarbeit gab es z.B. im ersten Weltkrieg an der Westfront an einigen wenigen Abschnitten, an denen sich Engländer und Deutsche monatelang gegenübersaßen, aber so gut wie niemand getötet wurde. Jede Seite wusste, daß für jede Granate die sie rüberschießt, 2 zurückkommen und es im Endeffekt doch nur um ein paar Meter geht. Scharfschützen beider Seiten zeigten ihre Künste damit, indem sie nicht auf Menschen, sondern auf Steine oder hochgehaltene Helme etc. schossen. Sie haben sogar angefangen zu "spielen", indem sie der Gegeseite extra immer schwere Ziele anboten und sich beide Schützen miteinander maßen ohne zu verletzen. Auch die Artillerie spielte dort mit, indem sie immer minutengenau auf immer dieselben Stellen schoß. D.h. sie bildeten eine Regelmäßigkeit, nach denen sich die Gegenseite orientieren konnte, ohne das jemand zu schaden kommt, d.h. genauer, man bat ein Handlungsalternative an, sprich: keine Frustration = ein wichtiger Aggressionsgrund weniger. Das muß noch nicht einmal sprachlich vereinbart worden sein, sondern gewissermaßen von selbst, d.h. Kommunikation durch Handlungen.
>Das wird vielleicht nicht mehr so im Großen passieren, aber im kleinen ganz sicher. Und man muß alles tun, um eine solche Entwicklung zu begünstigen, aber trotzdem: immer einen Joker in der Tasche haben. Eine Handgranaten-Imitation eignet sich dafür psychologisch ganz gut, denn niemand rechnet im Krieg damit, daß die Gegenseite nur ne Deko in der Luft hält. Und würden sie aus näherer Nähe schießen wollen, wenn sie selbst (angbl.) mit drauf gehen?. Dann muß man diese Situation nutzen um zu beschwichtigen oder z.B. eine Entwaffnung erzwingen in dem man zusätzlich noch eine Schußwaffe (kann auch nur ne Gaspistole sein, was der ebenfalls nicht erwartet) zieht, d.h. Schach und Matt. Dann kann man übereinkommen, daß man ihn unbewaffnet laufen läßt oder ihn der "Anti-Weltmensch" Gehirnwäsche a'la SoL unterziehen, natürlich gefesselt, was sonst. Handschellen, die er selbst anlegen kann, während man ihn aus Abstand bewacht. Am besten um einen Baum, ein festes Rohr oder so. Dann haut man ab über alle Berge und verwischt alle Spuren hinter sich, d.h. durch Bäche und Flüss waten, Fußspuren verwischen, nach Möglichkeit nichts verlieren und keine Zweige abbrechen, Umwege gehen, Sackgassen legen bei genügend Zeitraum.
>Man muß die Stimuli bestimmen und kontrollieren. Nicht einfach an die Wand stellen lassen und abknallen. Dafür bin ich nicht der Typ, sondern habe immer ein Aß im Ärmel und meistens auch zwo, oder drei oder unbekannt :-).
>und mit den Arabern im Vierten Weltkrieg. Von daher sehe ich das als völlig daneben an.
>Wo nimmst Du denn den 4. Weltkrieg her? Das steht nirgends und ist auch Unsinn, weil nach der Finsterniss (die auch ganz sicher kommt, wenn der Krieg ganz sicher gekommen ist) nur noch die leben, die auch leben sollen. Ein Globaler Reset und zwar auf allen Seiten.
>Wer hat uns denn damals von der Hitlerei befreit
>Ich bin dankbar dafür, daß Hitler weg ist, aber "befreit"? Naja, naja, ich denke, wir haben nur eine Diktatur gegen eine andere ausgetauscht, die sich hinter dem Mantel "Demokratie" versteckt. Das Gefängnis ist nicht mehr außen (wie in den ehem. Warschauer Pakt Staaten oder China), es ist im Kopf. Und das ist noch viel schlimmer. Das "Außengefängnis" muß nur bewacht werden, auf Gefahren von außen wird nur reagiert. Das Gefängnis im Kopf aber führt dazu, daß man agiert und somit den Grund für eine Reaktion liefert. Es gab nur wenige Kriege in der Geschichte, die Russland wirklich begonnen hat, meist waren es welche in Reaktion auf einen Angriff, nicht selten aus Richtung Europa. Um genau zu sein, reicht es sogar, wenn die Mächtigen nur eine Bedrohung wahrnehmen, d.h. nicht, daß auch wirklich eine existieren muß. Aber ich denke mal, für die Russen ist die Gafahr von uns (als Staaten mit den Münchhausenern an der Spitze) durchaus real.
>Ich mag den Bush auch nicht, aber er ist nun mal da, und überhaupt wird der nur ein vorübergehendes Problem sein, wenn sich die Vorhersagen erfüllen.
>Im Endeffekt ging es mir um etwas ganz anderes, und da muß ich dem lieben Johannes zustimmen (vielen Dank übrigens *zwinker*).
>Bereite dich lieber darauf vor, in den Badlands durchzukommen.
>Bin ich doch, wie Du weißt und zwar nicht zu knapp. Ich kann zwar nicht in Gottes Pläne schauen, aber müsste ich mein Geld darauf wetten, wer von uns mit welcher allgemeinen Einstellung eher durchkommt, dann würde ich eindeutig auf mich setzen. Du hast zuviel Aggressionspotential in Dir, befreie Dich davon, mein lieber Freund, sonst reißt es Dich mit in den Abgrund. Es ist eine Weltmenschen-Schlacht, die stattfindet. Und Du bist doch kein Weltmensch, oder? Na, also. Es ist deren Krieg und nicht unser. Sollen sie ihn haben, ich halte mich raus. So ähnlich wie Muhammed Ali einmal sagte, als er nach Vietnam eingezogen werden sollte: "Ich habe keinen Ärger mit dem Vietkong, kein Vietkong hat mich je "Nigger" genannt." Daraufhin wurde ihm sein Weltmeister-Titel aberkannt und zahlreiche Repressionen prasselten auf ihn ein. Aber er ist stark geblieben und feierte ein grandioses Comeback. Oder auch wie Albert Einstein, der klug genug war vorherzusehen, was passieren wird und rechtzeitig die Flatter machte.
>>Dies ist wahrscheinlich das letzte Jahr, wo man noch einigermaßen Spaß haben kann, die nächsten werden heftig!
>Dann genieß es.
>Liebe Grüße und sieh nicht alles immer so ernst, es ist alles harmloser als es den Anschein hat, wie auch dieser Beitrag hier :-). Ich nenne so etwas "verbales Judo", manche sagen auch "Totlabern" dazu :-)))). Kleiner Psycho-Trick.
>Chrisi
>P.S.: Na, wahrscheinlich klingelt gleich wieder das Telefon :-) (sollte keine Einladung sein, war nur n Witz).
>
>>Hi, Chrisi!
>>Das ist schon der Tatbestand zu umstürzlerischen Zwecken. Und wer schützt uns dann vor den Arabern und Russen? Das ist mehr bals ärgerlich. Gemäß der Prophezeiungen werden wir noch genug Streß haben mit den Russen im Dritten Weltkrieg und mit den Arabern im Vierten Weltkrieg. Von daher sehe ich das als völlig daneben an.
>>Wer hat uns denn damals von der Hitlerei befreit und uns Caepakete geschickt und uns beigestanden im Pakte, als Iwan ante portas stand und die beiden Blöcke noch existierten? Ich mag den Bush auch nicht, aber er ist nun mal da, und überhaupt wird der nur ein vorübergehendes Problem sein, wenn sich die Vorhersagen erfüllen. Bereite dich lieber darauf vor, in den Badlands durchzukommen. Dies ist wahrscheinlich das letzte Jahr, wo man noch einigermaßen Spaß haben kann, die nächsten werden heftig!
>>Badland Warrior