hochinteressanter Artikel von M.Bröckers, Chefredakteur der TAZ

Geschrieben von Theo Stuss am 21. August 2002 18:58:44:

An alle Interessierten,

Hauptvorwurf von Bröckers:

Der nun dermalige Chef des pakistanischen Geheimdienstes, General Mahmud Ahmed,
überwies auf ein Konto des Todesfliegers Mohammed Atta die Summe von $100.000,
während er zur gleichen Zeit mit den Leitern der Geheimdienstausschüsse des Parlaments -
Bob Graham und Peter Gross -
gemütlich bei einem Frühstücks-Meeting saß. Als im Oktober dann von
der "Times of India" und ABC enthüllt wurde, dass im Auftrag des
Generals 100.000 US-Dollar an den "Terrorpiloten" Mohammed Atta
überwiesen worden waren, trat Mahmud "überraschend" zurück.


Ich persönlich erinnere mich, daß der BND, {laut eines Artikels der SÜDDEUTSCHEN am 1.11.2001(?)
auf der Titelseite}, den Amerikanern die peinliche Frage gestellt hatte, wer denn diese Person gewesen sei,
die, von Saudiarabien aus, an Atta die Summe überwiesen hatte. Der Artikel der SÜDDEUTSCHEN nannte, soweit
mich mein Erinnerungsvermögen nicht trügt, den pakistanischen Geheimdienst als die heißeste Spur des BND.

Der Artikel erschien auf jeden Fall am Anfang eines Monats des letzten Quartals 2001 in der SÜDDEUTSCHEN.
Ich erinnere mich, weil ich damals in München war und den Artikel in einem Hotel beim Frühstücken gelesen hatte.
Wie auch immer, der Artikel von Bröckers ist ausreichend und die SÜDDEUTSCHE ist eine weitere Facette.

Theo


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Im Bett mit dem Feind

Mathias Bröckers   13.08.2002

The WTC Conspiracy LII

Als Banker und Chef der "Hamburg-Amerika-Linie" unterstützte Prescott
Bush Hitler, der nach der Pearl Harbor-"Überraschung" beseitigt wurde.
Sein Sohn George Bush installierte als CIA-Chef Saddam Hussein, der
dann nach der Kuwait-"Überraschung" zum Erzfeind im Golfkrieg mutierte.
George W. Bush machte Geschäfte mit der Bin Ladin Familie, deren Spross
Usama nach der WTC-"Überraschung" nun den Sündenbock für den "war on
terror" abgibt.

Das merkwürdige Muster dieser Politik - [1]Die netten Hurensöhne der
USA: Hitler - Saddam - Bin Laden - war uns zwar schon im September
aufgefallen, und dass der enge Freund der Familie - und eigentliche
Chef der derzeitigen Regierung - Vizepräsident Dick Cheney tief in das
[2]bushistische Business verwickelt ist, kann auch nicht mehr als
Neuigkeit gelten. Schön ist aber dann doch, wenn nun sogar
[3]Radiospots darüber erscheinen, dass ausgerechnet Cheney, der
lautstark zum Angriff auf Saddam bläst, mit seiner "Halliburton Inc."
seit 1998 für 23 Millionen Dollar Technologie an den Irak verkauft hat.

Keine große Summe, verglichen mit den Milliarden, die in den Büchern
von Halliburton während Cheneys Amtszeit im Enron-Stil verkocht worden
sein sollen, aber mehr als der Öindustrie- und Militär-Versorger
Halliburton hat kein anderes US-Unternehmen an den Chef der "Achse des
Bösen" verkauft. Und mehr als Halliburton profitiert auch niemand an
dem durch den "War on Terror" nunmehr geebneten afghanischen
[4]Pipelineprojekt. Bis August 2001 hatten US-Vertreter bekanntlich mit
den netten Hurensöhnen namens Taliban verhandelt und ihnen (für die
Unterbindung des mittlerweile wieder boomenden [5]Opiumanbaus und
Heroinhandels) im Mai noch 43 Millionen Dollar Bestechungsgeld
überwiesen - worauf die (mit derlei Peanuts offenbar unbestechlichen)
Taliban im Oktober den angedrohten "Teppich voller Bomben" bekamen.

Davor geschah freilich der 11. September, an dem ein weiterer netter
Hurensohn, General Mahmud Ahmed, amtierender Direktor des
pakistanischen Geheimdiensts ISI, mit den Leitern der
Geheimdienst-Ausschüsse des Parlaments - Bob Graham und Peter Gross -
gemütlich bei einem [6]Frühstücks-Meeting saß. Als im Oktober dann von
der "Times of India" und ABC enthüllt wurde, dass im Auftrag des
Generals 100.000 US-Dollar an den "Terrorpiloten" Mohammed Atta
überwiesen worden waren, trat Mahmud "überraschend" zurück. Die
heißeste Spur auf die direkten Hintermänner des 11.9. versandete - und
Präsident Bush warnte vor dem UN-Kongress vor "frevelhaften
Verschwörungstheorien".

Seitdem wurde alles dafür getan, die CIA-ISI-Mahmud-Atta-Connection
aus den Nachrichten herauszuhalten, selbst noch als Bushs
Sicherheitsberaterin Condolezza Rice am 16. Mai direkt danach befragt
wurde. Im [7]Transkript des Interviews wurde von CNN und der Website
des Weißen Hauses der Hinweis auf den "ISI-Chief" entfernt.

"Q: Dr. Rice? Dr. Rice?
Ms. RICE: Yes?
Q: Are you aware of the reports at the time that ----- was in
Washington on September 11th; and on September 10th, $100,000 was wired
from Pakistan to these groups in this area? And why was he here? Was he
meeting with you or anybody in the administration?
Ms. RICE: I have not seen that report, and he was certainly not
meeting with me. "

Der Investigativ-Journalist Tom Flocco, dem diese dezente Auslassung
aufgefallen war, fragte bei CNN nach und ließ sich das
Originaltranskript zumailen, dort war der Name des ISI-Chefs Mahmud
Ahmed durch ein "(inaudible)" (unhörbar) ersetzt.

"Mahmuds wochenlange Präsenz in Washington (vom 4.-13.9. MB) hat
Spekulationen über die Agenda seiner mysteriösen Treffen im Pentagon
und Nationalen Sicherheitsrat ausgelöst. Offizielle Quellen bestätigen,
dass er (CIA-Chef George) Tenet in dieser Woche traf. Er hatte außerdem
längere Gespräche mit verschiedenen Offiziellen des Weißen Hauses und
des Pentagon. Doch der wichtigste Gesprächspartner war Staatsekretär
Marc Grossmann. Man kann sicher annehmen, dass die Gespräche sich um
Afghanistan gedreht haben... und um Osama Bin Laden...."

Dies meldete "News Pakistan" am 10. September, [8]einen Tag vor den
Anschlägen), als Dr. Rice von gar nichts wusste. Genausowenig wie der
Präsident, dem CIA-Chef Tenet jeden Morgen um acht Uhr mündlich die
aktuelle Lage erläutert. Dass er berichtet, was er mit seinem Kollegen
Mahmud - dem ranghöchsten und wichtigsten militärischen und
geheimdienstlichen Partner in Zentralasien - besprochen hat, davon wäre
eigentlich auszugehen. Doch der Präsident darf natürlich nichts wissen
- und da er anders als seine Vorgänger die täglichen CIA-Briefings
nicht schriftlich fixieren lässt, wird ihm zumindest in dieser Hinsicht
nie etwas nachzuweisen sein.

Und auch ansonsten sorgt das Weiße Haus ungeniert und in bester
Ganovenmanier für wasserdichte Verhältnisse: das von Ermittlungen gegen
Bin Ladin und Al Quaida abgehaltene FBI wird jetzt mit Ermittlern und
Lügendetektoren auf Kongressabgeordnete gehetzt, um die "Lecks" aus den
Untersuchungsausschüssen zu stopfen. Die Öffentlichkeit soll unter
keinen Umständen erfahren, welches Spiel die US-Geheimdienste mit
islamistischen Partnern wie Mahmud Ahmad und Usama Bin Ladin spielen.

Dass die verfassungsmäßige Trennung von Legislative und Exekutive
dafür mal kurz aufgehoben werden muss - und die Polizei im Parlament
[9]Einzug halten kann -, selbst das regt im bushistischen Amerika kaum
noch jemanden auf. Anderswo, freilich nicht in Deutschland, merken
Journalisten immerhin langsam etwas. "Yes, we need a 'regime change' in
this rogue state..." forderte ein [10]Kommentar im britischen
"Independent" - und gemeint war nicht der Irak.

Links

[1] http://www.heise.de/tp/deutsch/special/wtc/9563/1.html
[2]
http://www.fromthewilderness.com/free/ciadrugs/bush-cheney-drugs.html
[3] http://www.gwbush.com/spots/trans.shtml
[4] http://www.videoactivism.org/warandoil.html
[5] http://www.observer.co.uk/afghanistan/story/0,1501,772741,00.html
[6] http://globalresearch.ca/articles/CHO206A.html
[7] http://globalresearch.ca/articles/RIC206A.html
[8] http://globalresearch.ca/articles/FLO208A.html
[9] http://www.rollcall.com/pages/news/00/2002/08/news0801c.html
[10]
http://argument.independent.co.uk/regular_columnists/adrian_hamilton/sto
ry.jsp?story=322726

Artikel-URL: http://www.telepolis.de/deutsch/special/wtc/13085/1.html

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