Greenpeace zu Hochwassergefahr in Gorleben

Geschrieben von Mabo am 21. August 2002 14:45:19:

Hallo Leute!

Als BW seine Befürchtungen bez. Gorleben hier reinstellte, habe ich Greenpeace angeschrieben und folgende Antwort habe ich soeben erhalten.

Gruß
Mabo

>>
vielen Dank für die Email. Hier unsere derzeitige Einschätzung:

Endlagerbergwerk Gorleben:
Das Endlagerbergwerk besteht aus zwei über 800 Meter tiefen Schächten, die
bis in den Salzstock reichen und die am unteren Ende durch einen Stollen
verbunden sind. Dieses Endlagerbergwerk ist bis heute nicht in Betrieb - es
befindet sich dort kein Atommüll unter der Erde. Es besteht also keine
Gefahr, dass durch das Hochwasser radioaktive Stoffe aus einem
unterirdischen Lager wieder an die Erdoberfläche gespült werden.

Zwischenlager Gorleben:
Das Zwischenlager Gorleben besteht aus zwei oberirdischen Hallen. In der
einen (Transportbehälterlager TBL oder Castorhalle genannt) stehen Behälter
mit hochradioaktiven Abfällen. In der zweiten Halle stehen Fässer mit
leicht- und mittelradioaktiven Abfällen (Faßlager). Das Lager liegt von der
Elbe aus gesehen rund zwei Kilometer im Landesinneren. Laut Aussagen der
Gorleben-Betreibergesellschaft BLG liegt die Deichkrone der Elbe auf Höhe
Gorleben 21 m ü. NN. Das Zwischenlager liegt mehr als einen Meter höher.
Es erscheint auch Greenpeace als eher unwahrscheinlich, dass der große,
flache Bereich hinter dem Gorlebener Deich so voll läuft, dass der
Wasserspiegel auf mehr als einen Meter über der Deichkrone ansteigt und das
Zwischenlager unter Wasser setzt.
<<


Antworten: