Re: kleiner, grosser, verbaler JIHAD

Geschrieben von Savonarola am 07. Juni 2002 13:10:13:

Als Antwort auf: Das Meiste ist Strunz .... geschrieben von Istanbulian am 07. Juni 2002 00:30:02:

Hallo Istanbulian

In keinem islamischen Staat darfst du eine Bibel mitnehmen.
In keinem islamischen Staat darfst du Alkohol oder Schweinefleisch konsumieren.
In keinem islamischen Staat darf man Missionieren oder Gotteshäuser bauen, es
sei denn für den Islam.

In Europa und in den USA dürfen Moslems Moscheen bauen und ihren Glauben
ausleben. Umgekehrt ist das nicht gestattet.
Wo bleibt da die viel beschworene Religionsfreiheit und Toleranz?

Der Islam strebt die Weltherrschaft an, genau wie es der Kommunismus und
Adolf Hitler tat.

Genau wie es in der Sowjetunion und im dritten Reich Leute gab, die sich von
ihrer Führung distanzierten, gibt es auch im Islam Leute die eine wirklich friedliche
Gesinnung haben. Was sich letztendlich durchsetzt hängt immer von den Leuten ab,
die an der Macht sind.
Momentan zielen aber im Islam alle Bestrebungen darauf ab, mit Gewalt ein Ziel,
nämlich das der totalen Unterwerfung aller Nichtmoslems, voranzutreiben.

"Alle Religionen sind gleich und gut, wenn nur die Leute, die sich zu ihnen bekennen, ehrliche Leute sind.

Wenn, das Wörtchen, wenn, nicht wär ....

Der Westen hat einen islamischen Fundamentalismus mit seinem Heiligen Krieg ausgerufen und es zu einer globalen Bedrohung für westliche Wertvorstellungen erklärt.

Womit der Westen nicht ganz unrecht hat. Die Bedrohung geht aber nicht zu Lasten
westlicher Wertvorstellungen, sondern in erster Linie zu Lasten zahlloser
unschuldiger Menschenleben (Attentate auf US Botschaften, zivile Bevölkerung,
WTC, Taliban Regime, Christenverfolgungen etc.)

Ein wichtiges Schlagwort des Fundamentalismus ist der Heilige Krieg, das ich ein wenig ausbauen möchte.
Der Heilige Krieg, wurde nicht etwa von dem aufgeklärten absolutistischen obenerwähnten Herrscher, ... eingeführt, sondern erlangte seine welthistorische Bedeutung, sowie wir es heutzutage kennen, während der Synode in Clermont am 27. November l095.
Damals rief Papst Urban II. die Christen zum Heiligen Krieg auf, um das heilige Land von den Händen der Heiden, d.h. der Muslime, zu befreien. ...

Niemand versucht hier die "christlichen Kreuzzüge" der Vergangenheit zu
rechtfertigen. Es wird die Frage diskutiert, ob der Islam gegenwärtig eine
Bedrohung darstellt (ursprünglich war auch noch der Kommunismus und
die USA im Gespräch).
Natürlich waren diese Kreuzzüge alles andere, als im Sinne Gottes.


Demnach ist der Dschihad einfach nur eine aggressive Tendenz, die dem Islam innewohnt, ohne Rücksicht auf die Geschichte, Umstände, Ort und Kräfteverteilung.

Nur eine agressive Tendenz? Diese Zeilen sprechen eigentlich schon für sich.


"Der Dschihad umfaßt alle materiellen und geistigen Kräfte und Tätigkeiten die zusammengebracht werden, um ein Ziel mit guten Absichten auf dem Weg Gottes zu erlangen."

Daraus resultierend hat sich im Laufe der Zeit der Begriff , kleiner Dschihad verselbständigt. Kriege die gegen Nicht-muslime geführt wurden, hießen nun einfach Dschihad.

In der Sure 2S, Vers S2, taucht dieser spezielle Begriff al-cihâd al-kabîr im Zusammenhang einer Aufforderung auf.
Dort heißt es:
"Unterwerfe dich nicht den Ungläubigen; Sondern setze dich mit dem Koran in großem Eifer (Dschihad) gegen sie ein."

Deutlicher geht es kaum!

Der Ungläubige ist hier nicht etwa der Christ oder Jude, sondern die arabischen Polytheisten.

Frei interpretiert, Erol Pürlü!

Das Wort Dschihad bezeichnet in erster Linie eine entschlossene geistige Haltung. Ausgehend von dieser Grundbedeutung bezeichnet Dschihad, das Bemühen für den Islam schlechthin, mit der Betonung auf den Einsatz von Vermögen und Leben.

Geistige Haltung und Bemühen des Islams zielen gegenwärtig darauf ab, den grossen Satan (Israel) und den kleinen Satan (USA, Westen) zu vernichten.

Denn der Islam verbietet offen den Zwang in der Religion (Sure 2, 255), d.h. die gewaltsame oder zwanghafte Bekehrung zum Islam.

Sehr schön kam das unter der Führung der Taliban in Afganistan zum Ausdruck.
Nicht einmal die eigenen Frauen dürfen dort eine Schule besuchen oder unterrichten.
In der ganzen moslemischen Welt, darf niemand Bibeln einführen, sich zum
christlichen Glauben bekennen. Keiner darf Schweinefleisch verzehren, Alkohol
trinken oder eine christliche Kirche bauen, geschweige denn Missionieren. Das im
dritten Jahrtaudend! Schöne Religionsfreiheit! Wo bleibt sie denn?


2. Der kleine Dschihad, al-cihâd assagîr
Wie bereits erwähnt bezeichnete der Prophet Muhammed (F.s.m.I.) den Einsatz mit der Waffe im Vergleich zum spirituellen Kampf gegen das Ego als "al-cihâd assagîr ", das heißt kleiner Dschihad.

Im Wesentlichen bedeutet der Dschihad von seinem Wortstamm her weder Krieg führen noch töten, also beinhaltet in diesem Sinne keine Aggression ...

Ob kleiner, grosser oder verbaler JIHAD, was der Islam gegewärtig auf der ganzen
Welt repräsentiert (nicht nur im Nahen Osten), zeigt deutlich die Absichten dieser
Religion.

Zwar bezeichnen die Schriftgelehrten den militärischen Einsatz mit Dschihad, aber mit der Intention ihn von dem Krieg, der auf Plünderung, Unterdrückung und Zerstörung beruht, zu unterscheiden.

Leider sieht man von dieser Unterscheidung nichts.

Denn das Ziel des Dschihad ist nicht Länder zu erobern, andere Völker zu unterwerfen oder gar das Christentum oder das Judentum auszulöschen; gilt also keinesfalls als eine allgemeine Regel, sondern ist zuallererst ein Verteidigungskrieg für die Aufrechterhaltung der islamischen Gemeinde und danach erst die Verkündigung an die Menschheit von der Existenz Gottes.

So so, Unterwerfung ist nicht das Ziel des Islams. Mehr als tausend Jahre Geschichte
beweisen das Gegenteil.
In erster Linie ein Verteidungskrieg zur Aufrechterhaltung der islamischen Gemeinde,
danach die Verkündigung an die Menschheit von der Existenz Gottes?
Bleibt dir das nicht selber fast im Hals stecken?

Es gibt unzählige Beispiele für den Mißbrauch der Religion, um Kriege zu rechtfertigen, sowohl auf der muslimischen, als auch der christlichen Seite.

Stimmt!


"Erlaubnis, (sich zu verteidigen) ist jenen gegeben, die getötet werden, weil sie Gegenstand der Tyrannei geworden sind. Gott hat gewiß die Macht, ihnen aus der Not zu helfen. Das sind jene, die gegen jegliches Recht aus ihren Heimen vertrieben wurden, schuldig nur, weil sie sagen: Unser Herr ist Allah. "

Umso Fraglicher für den Islam, der ohne die gegebenen Gründe, Persien, Syrien,
Palästina, Ägypten, Nordafrika, Südspanien, Teile Indiens, Java, Sumatra, Philipinen etc. anektierte.

"Und rüstet gegen sie auf; soviel ihr an Streitmacht und Schlachtrossen aufbieten könnt, damit ihr Gottes Feind und euren Feind - und andere außer ihnen die ihr nicht kennt, abschreckt. " (Sure 8, Vers 61)
>Herr Dr. Majih Khadduri von der Johns Hopkins Universität in New York weist in seinem Buch "War and Piece in Islam" auf die Tatsache hin, daß der Islam aus den sich zu ihm bekennenden Völkern eine Völkerfamilie zustande gebracht hat, die Jahrhunderte hindurch ein harmonisches Leben zu führen vermochten. "Das Ziel des Dschihads ist also", schließt er daraus "der Friede auf Erden, und das wird auch sein Ergebnis sein."

Schliesst Dr. Majih Khadduri daraus. Schön, lassen wir ihn seine Schlüssen ziehen
und ihn im Glauben leben, dass der Islam Frieden auf Erden bringen wird.


Modelle friedlichen Zusammenlebens sind reichlich vorhanden; sei es in der Frühgeschichte des Islam, sei es im osmanischen Reich oder auch im islamischen Andalusien, wo Christen, Juden und Muslime jahrhundertelang mit gegenseitigem Vorteil zusammenlebten; wo Wissenschaft und Kunst, die von dem Zusammenwirken arabischer Gelehrsamkeit und jüdischer Philosophie profitierten und enorme Förderung erfuhren.

Sicher, es bestreitet auch niemand, dass es nicht solche Zeiten gegeben hat.
Gott sei Dank!


Liebe Grüße Savonarola


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