Re: Überraschung und Täuschung
Geschrieben von FBA am 11. April 2002 09:04:19:
Als Antwort auf: Überraschung und Täuschung geschrieben von franke43 am 11. April 2002 08:05:34:
>>>Der Angreifer macht einen plötzlichen Linksschwenk
>>>(nach Süden) und geht stattdessen über Cham und Zwiesel
>>>vor. Von dort aus stösst er auf die Autobahn Regensburg-
>>>Passau und folgt dieser donauaufwärts.
>>>Widerstand: keiner.
>Hallo
>>Und dann?
>Das ist für die Strategen ein Rechenexempel mit Vormarschstrassen,
>Vormarschgeschwindigkeiten und Reichweite der Panzer auf eine
>Tankfüllung.
>>Dann hat der Angreifer die Verteidiger im Rücken, wodurch keine Versorgung der angreifenden Armeen mehr möglich ist, die ja möglichst schnell bis nach Frankreich hinein vorstoßen sollen.
>Der Angreifer rechnet damit, dass die zweite Angriffswelle dann
>die inzwischen isolierten Truppen des Verteidigers erledigen
>kann. Wenn die nämlich plötzlich den Feind hinter ihren Linien
>haben, wissen sie nicht mehr, wohin sie sich wenden sollen,
>wodurch die Gefahr der Verzettelung entsteht. Dazu tritt die
>Angst vor Einkesselung. Der Trick, plötzlich dem Gegner aus-
>zuweichen und ihn weiträumig zu entgehen, ist schon oft erfolgreich
>verwendet worden. Beispiele:
>Hannibal erzwang auf diese Art seinen Sieg am Trasimenischen See
>Friedrich II. gewann so die Schlacht bei Leuthen
>Ludendorff erzielte damit die Anfangserfolge der grossen
>Westoffensive im März 1918
>Der Mansteinplan im Frankreichfeldzug 1940 baute ebenfalls darauf
>>Die Achse über Stribro-Neustadt-Gravenwöhr war schon in den 60er Jahren die Hauptangriffsroute im süddeutschen Raum. Wie Planungen aus dieser Zeit belegen, sollten entlang dieser Strecke zwei Nachschubstraßen sowie sogar eine Pipeline aufrechterhalten werden. Das ganze Gebiet östlich von Nürnberg wäre damals unmittelbar nach Beginn des Angriffs mit Kernwaffenschlägen eingedeckt worden.
>Jaja, das sollen die Verteidiger ja auch denken. Dazu kommt, dass
>die erste Angriffswelle sich noch aus dem Land versorgen kann, also
>plündern. Die Panzer tanken eben gratis an allen Tankstellen, die
>auf dem Weg liegen. Aber erst, wenn sie genügend Vormarsch geschafft
>haben. Wenn ich der russische Kommandeur wäre, würde ich die Panzer
>bei Pilsen noch mal Halt machen und proppenvoll tanken lassen
>einschl. Reservetanks, und dann in einem Schwupp durchbrechen bis
>Regensburg. Frühestens dort wäre die nächste Tankaktion.
>Gruss
>Franke 43Hallo Franke 43,
ich glaube diese Überlegungen gehen in die falsche Richtung.
Die Angreifer werden mit einer solchen Übermacht anrücken, dass ein vorpreschen durch Panzereinheiten in alle Richtungen möglich ist.
Im Gebiet des bayerischen Waldes sind zwar einige Bundeswehrtruppen stationiert, diese sind aber nur dort stationiert, um die Angreifer aufzuhalten, und dadurch Zeit zu gewinnen, um erstens die Donaubrücken zu sprengen, und um zweitens eine Verteidigungslinie entlang der Autobahn Regensburg - Weiden zu bilden. Die amerikanischen Truppen in Hohenfels und Grafenwöhr spielen dabei eine wichtige Rolle.
Seht euch mal eine Landkarte an, dann könnt ihr die Verteidigungstaktik genau erkennen.
Was das auftanken der Panzer betrifft, ist davon auszugehen, dass diese soviel Sprit dabei haben um bis zum Rhein zu fahren.FBA
- Überlegungen franke43 11.4.2002 11:12 (1)
- Re: Überlegungen FBA 11.4.2002 13:32 (0)