Hintergrundinfos

Geschrieben von Badland Warrior am 24. März 2002 14:35:45:

Als Antwort auf: Re: der Islam als das Böse? geschrieben von Badland Warrior am 24. März 2002 14:11:31:

Hi, MP 42!

hier nochmals Infos. Sie sind aus verschiedenen Foren gezogen, vor Längerem.

Badland warrior


[ Christlich-Islamisches Dialogforum ]

Israelnetz-Korrespondent Johannes Gerloff (Jerusalem) beantwortet in diesem
Hintergrundbericht, warum der Judenstaat für den Islam ein Problem ist. (hn)

"Der Friedensprozeß widerspricht grundlegend unserer Ideologie und Religion!" Der
erklärt säkulare Moslem Rashid bemüht sich, mir zu erläutern, warum es auf
palästinensischer Seite so viel Widerstand gegen die diplomatischen Anstrengungen zu
einer aus westlicher Sicht vernünftigen Lösung des Nahostkonflikts gibt.

Im Mai 2001 sprachen sich in einer Umfrage 76,1 Prozent der befragten Palästinenser
für Selbstmordbombenanschläge gegen Israel aus. Das liegt nicht nur an mehr als 30
Jahren israelischer Besatzung und den damit verbundenen Leiden. Auch die
Heimatlosigkeit von 3,5 Millionen Palästinensern begründet nicht, daß sich Teenager
bereitwillig zu lebendigen Bomben ausbilden lassen, Eltern stolz darauf sind, wenn ihre
Sprößlinge freiwillig in den Tod gehen und geistliche Führer das Ganze unverhohlen
absegnen.

Der Hauptgrund für den erbitterten Widerstand der islamischen Welt gegen den
Judenstaat ist religiös begründet. Rashid, der Versicherungsmakler aus el-Azariya
erklärt stellvertretend für Millionen von Moslems: "Nach islamischer Lehre dürfen wir
auch nicht das kleinste Stückchen Land Palästina aufgeben."

Die islamische Lehre teilt die Welt in zwei Machtbereiche. Das "Haus des Islam" (Dar
al-Islam), das auch "Haus des Friedens" (Dar e-Salaam) genannt wird, ist das
Territorium, das unter der "Sharia", dem islamischen Recht, steht. Das sind alle Länder,
in denen der Islam Staatsreligion ist.

Der Rest der Welt wird als "Haus des Krieges" (Dar al-Charb) bezeichnet. Das sind
alle (noch) nicht-islamischen Länder.

Einer der entscheidenden Unterschiede zwischen Islam und Christentum wird hier
deutlich. Aus biblischer Sicht beginnt das Reich Gottes im Herzen einzelner Menschen
und dehnt sich von dort auf eine Gemeinschaft von Gläubigen aus. Entscheidend ist,
was im Leben einzelner Menschen geschieht, nicht Landbesitz oder geltendes Recht.

Im Islam dagegen ist das Rechtssystem, das über ein bestimmtes Territorium herrscht,
entscheidend. So können auch Staaten zum "Haus des Islam" gerechnet werden, die
große nicht-moslemische Bevölkerungsteile haben.

Das Mittel zur Islamisierung der Welt heißt im Arabischen "Jihad", "Heiliger Krieg".
"Jihad" ist alles, was der Ausdehnung des "Hauses des Islam" dient. Das sind nicht nur
herkömmliche kriegerische Mittel, der Terror der radikalen Islamisten, sondern
zuallererst der Aufruf an die Ungläubigen zur freiwilligen Hingabe (Sure 2,256; 3,20;
8,7-8).

Es gehört zum "Jihad", wenn in einem islamischen Zentrum in Deutschland die Weisung
ausgegeben wird, deutsche Frauen zu heiraten. "Jihad" ist, wenn Moslems den Koran in
Hotels auslegen oder im Westen Moscheen bauen. Alles, was der Ausbreitung des
Islam dient, ist "Heiliger Krieg", auch Methoden, die wir im christlichen Bereich unter
"Mission" oder "Evangelisation" zusammenfassen würden.

Die "Leute des Buches", wie Juden und Christen im Koran genannt werden, haben als
"Dhimmi", als Menschen zweiter Klasse, nach der "Sharia" ein (vorläufiges)
Existenzrecht. Entscheidend ist nicht, was die Menschen im "Haus des Islam" denken,
glauben oder fühlen. Entscheidend ist, welches Rechtssystem ihr Leben regiert. Deshalb
ist es möglich, daß Moslems, Juden und Christen Jahrhunderte lang friedlich
nebeneinander leben konnten unter islamischer Herrschaft.

Dabei haben Juden allerdings eine niedrigere Stellung als Christen. Nach Aussage des
Korans stehen Juden, im Gegensatz zu den Christen, auf einer Stufe mit Heiden und
zeigen sich "den Gläubigen gegenüber am meisten feindlich" (Sure 5,82). Deshalb ist
Allahs erklärte Absicht für die Juden: "Im Diesseits wird ihnen Schande zuteil, und im
Jenseits haben sie ein gewaltige Strafe zu erwarten" (Sure 5,41). Juden verdienen
"nichts als Schande im diesseitigen Leben. Und am Tag der Auferstehung werden sie
der schwersten Strafe zugewiesen werden" (Sure 2,85).

Das "Haus des Islam" dehnt sich nach der Lehre des Korans immer weiter aus. Das
liegt nicht an den Menschen, sondern weil Allah durch seine Gläubigen kämpft
(vergleiche dazu Sure 8,10.17). Weltweit wird immer mehr Land der Sharia
unterworfen. Daran läßt sich das Wesen Allahs, die Allmacht des Gottes des Islam,
erkennen.

Allah ist allmächtig, heißt es. Und: Allah ist der einzig wahre Gott. Mohammed
behauptet: "Der Islam ist immer überlegen, es gibt nichts Höheres als ihn."

Dieser Anspruch zeigt sich im Gottesdienstruf, wo der Ruf des Muezzin lauter ist als
das Läuten der Kirchenglocken, und auch in der Architektur, wo neben einer Kirche
auch eine Moschee steht, deren Minarett höher ist, wie beispielsweise neben der
Geburtskirche in Bethlehem oder neben der Grabeskirche in Jerusalem.

Der Koran sagt (Sure 5,56): "Die auf Gottes Seite stehen, werden Sieger sein". Eines
Tages wird, nach der Lehre des Islam, die ganze Welt "Dar al-Islam", "Haus des
Islam", sein. Das Leben aller Menschen wird dann von der "Sharia", islamischem
Recht, beherrscht, auch wenn nicht alle Menschen Moslems sein werden.

Das Reich Allahs ist identisch mit der politischen Ausdehnung des Islams und der
Gültigkeit der Sharia. Ein Gebiet, das einmal islamisch war, kann nach islamischer
Lehre nie wider de-islamisiert werden. So ist in der Theologie der Moslems zum
Beispiel auch Spanien oder der Balkan "waqf", islamisches Territorium. Und die
Armeen Allahs sind dazu verpflichtet, islamisches Gebiet, das einmal verloren gegangen
ist, wieder zu erobern.

Der Orientalist Moshe Sharon, Professor für islamische Geschichte an der Hebräischen
Universität in Jerusalem, kommt zu dem Schluß, daß mit der Errichtung des Staates
Israel im Jahre 1948 sämtliche islamischen Gesetze in Bezug auf Territorium, heilige
Stätten und die Stellung der Juden gebrochen wurden. Schlimm ist dabei für Moslems
nicht nur, daß die heiligen Stätten des Islams in Jerusalem in jüdische Hände gefallen
sind, sondern vor allem auch, daß Juden in Israel über Moslems herrschen.

Deshalb forderte der Großmufti von Jerusalem Scheikh Ekrima Said al-Sabri am 4.
Februar 2001 die Moslems in Israel auf, nicht zu wählen. Zwei Tage, bevor Israel an
die Urnen ging, um einen neuen Ministerpräsidenten zu wählen, ermahnte das geistliche
Oberhaupt aller Moslems in Israel und in den Palästinensischen Autonomiegebieten, die
jüdische Herrschaft über islamisches Territorium nicht anzuerkennen.

Gibt es dann gar keine Aussicht auf einen (auch nur vorläufigen) Frieden im Heiligen
Land? Wahre Freundschaft zwischen Moslems und Ungläubigen ist grundsätzlich
ausgeschlossen (Sure 3,118; 4,89-90.138-139; 4,144-145). Der Prophet Mohammed
ermahnt seine Nachfolger: "Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Juden und die Christen
zu Freunden! Sie sind untereinander Freunde, aber nicht mit euch. Wenn einer von
euch sich ihnen anschließt, gehört er zu ihnen und nicht mehr zu der Gemeinschaft der
Gläubigen" (Sure 5,51).

Das heißt im Klartext: Ein Moslem, der echte Freundschaft mit Ungläubigen eingeht,
echten Frieden schließt, exkommuniziert sich dadurch automatisch selbst aus der
Gemeinschaft der wahren Moslems.

Und doch bietet die islamische Theologie einen Ausweg. Wenn der nicht-moslemische
Feind zu stark ist und nicht überwunden werden kann, ist ein Waffenstillstand möglich
(vergleiche Sure 3,28; 4,101).

Der Präzedenzfall dafür liegt in Mohammeds eigener Biographie. Im Jahre 628 wollte
er als Pilger in seine Heimatstadt Mekka zurückkehren. Doch die Stadt wurde von den
Stämmen von Kureish beherrscht, die sich seiner Herrschaft nicht unterwerfen wollten.
Weil die Leute von Kureish zu stark waren und von Mohammed nicht unterworfen
werden konnten, schloß er einen Waffenstillstand mit ihnen.

Die Kureish fühlten sich sicher und rüsteten ab. Doch im Jahre 630 marschierte
Mohammed mit 10.000 Soldaten in Mekka ein und richtete ein furchtbares Blutbad an.
Beides, das Massaker und der Vertragsbruch sind nach islamischem Recht gerechtfertigt, weil sie der Ehre Allahs dienten.

Yasser Arafat hat mehrfach die Verträge von Oslo vor seinen moslemischen
Mitgläubigen als "Verträge von Kureish" gerechtfertigt.

Ein starker Gegner ist nötig zu solch einem Scheinfrieden. Ein schwacher Feind
hingegen zwingt jeden Moslem aufgrund der Lehre des Koran, den Kampf wieder
aufzunehmen. "Aber wir sind zu schwach," meinte denn auch der Versicherungsmakler
aus el-Azariya resigniert.

Rashid glaubt nicht, daß die Palästinenser um ein Arrangement mit dem Judenstaat
herumkommen werden. Aber deshalb werden islamische Fundamentalisten auch immer
wieder den Kampf gegen Israel aufnehmen müssen, sobald sie den jüdischen Staat
überwindbar glauben.

Die jordanische Zeitung "El-Rai" zitierte am 12. November 1992 den als gemäßigt
geltenden Arafat-Rivalen Faisal el-Husseini, der am 31. Mai 2001 in Kuwait einer
Herzattacke erlag: "Wir müssen anerkennen, daß zum gegenwärtigen Zeitpunkt der
Slogan ‚vom Meer bis zum Jordan nicht durchsetzbar ist... Früher oder später aber
werden wir die israelische Gesellschaft zwingen, mit der größeren, arabischen
Gesellschaft zu kooperieren, was letztendlich zur schrittweisen Auflösung der
‚zionistischen Größe führen wird."

Palästinenserchef Yasser Arafat hat sich bislang beständig geweigert, ein "Ende des
Konflikts" auch nur als Möglichkeit zu nennen.

Vielleicht ist es deshalb im Juli 2000 in Camp David zu keinem Friedensschluß
gekommen. US-Präsident Clinton hatte damals erreicht, daß Israels Premier Ehud
Barak den Palästinensern 97 Prozent des biblischen Judäa und Samaria, einschließlich
eines Teils Jerusalems und die Oberhoheit über die heiligste Stätte des Judentums, den
Tempelberg, angeboten hatte. Der Vertragstext enthielt aber auch die Klausel vom
"Ende des Konflikts". "Wer vom Ende des Nahostkonflikts redet, redet Unsinn", meint
Moshe Sharon, Berater des ehemaligen Ministerpräsidenten und Friedensnobelpreisträgers Menachem Begin. "Dieser Konflikt ist ein Krieg Allahs mit seinen Feinden." Auch wenn Moslems echten Frieden wollten, dürften sie den nicht schließen.

Denn wenn der Judenstaat Israel wirklich Zukunft hätte, wäre das aus islamischer Sicht
eine Kapitulation des allmächtig geglaubten Allah.

Gläubigen Moslems geht es bei der Existenz eines jüdischen Staates auf moslemischem
Territorium um die Frage, wer ist der wahre Gott. Ist es der "Gott Abrahams, Isaaks
und Jakobs" oder ist es der "Gott Abrahams, Ismaels und Esaus"?

Solange auch nur das kleinste Fleckchen Erde im "Haus des Islam" von einem jüdischen Staat besetzt wird, ist seine bloße Existenz strenggenommen eine Bankrotterklärung Allahs.

Ein weiteres Posting, aus einem anderen Forum:

Geschrieben von: Claudio ccasula@hbv.de (194.233.182.20)
Datum: 12 Oktober 2001 at 07:21 (GMT) als Antwort auf: Islam und Toleranz (Rick)

"Bekämpft sie, bis aller Glaubensstreit ein Ende hat und keine andere Religion mehr besteht als jene Allahs" (Sure 2, Vers 216)

"Kämpft gegen diejenigen unter den Schriftbesitzern [Juden und Christen], die nicht Allah und den Jüngsten Tag glauben und die nicht als verboten achten, was Allah und sein Prophet verboten haben, und die nicht die wahre ehre befolgen, - bis sie mit eigener Hand den Tribut errichten und sich unterwerfen. Die Juden sagen, Esra sei Allahs Sohn, und die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn. Das ist das Wort ihres Mundes. Sie
ahmen die Rede derer nach, die vordem ungläubig waren. Allahs Fluch über sie! Wie sind sie irregeleitet! Allah ist es, der seinen Gesandten geschickt hat mit der Führung und dem wahren Glauben, auf dass er ihn obsiegen lasse über alle (andern) Glaubensbekenntnisse." (Sure 9, El Tauba, Vers 29-30 und 33) [Bemerkung: es war und ist islamische Sitte, einen Tribut (z.B. Geldzahlung) von den Juden und Christen zu entrichten dafür, dass
sie sich nicht zum Islam bekehren]

"Und ihr Gläubigen, freundet euch nicht mit Juden und Christen an" (Sure 5, Vers 56).

"Kämpft wider die Ungläubigen, bis keine Verfolgung mehr ist und aller Glaube auf Allah gerichtet ist" (Sure 8 Vers 40).

"Wenn ihr den Ungläubigen begegnet, dann schlagt ihnen den Kopf ab, bis ihr ein Blutbad unter ihnen veranstaltet habt (Sure 47, Vers 4).

"Denen, die nicht glauben und von Allahs Weg wegführen und so als Ungläubige sterben, verzeiht Allah nie. Lasst euch deshalb nicht ermüden und bietet ihnen keinen Frieden an, solange ihr stärker seid" (Sure 47, Vers 36-37).





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