Gigantische Wasservorräte...
Geschrieben von Apollo am 12. März 2002 20:12:59:
hallo foris
mal eine recht aussergewöhnliche Forscherstudie :
>Dienstag 12. März 2002, 18:08 Uhr
Riesige Wasser-Reservoires im Erdinneren
(ExpeditionZone) - Der blaue Planet birgt möglicherweise mehr Wasser als vermutet. Tief im inneren der Erde sollen gigantische Wasservorräte schlummern - rund fünf mal mehr, als in den Ozeanen enthalten ist.
Ein japanisches Forscherteam um Dr Motohiko Murakami und Prof Kei Hirose vom Department of Earth and Planetary Sciences des Tokyo Institute of Technology stellt diese Behauptung im Rahmen einer sowohl in "Nature" als auch in "Science" erschienenen Studie auf und stellt damit bisherige Annahmen über den Wassergehalt von Tiefengestein auf den Kopf.
In Hochdruckexperimenten simulierten sie die Zustände, die im inneren oder unteren Erdmantel herrschen. Verschiedene Mineralien wurden dabei Temperaturen von 1600 Grad Celsius und dem 250.000-fachen Luftdruck ausgesetzt und folglich mittels Sekundär-Ionen Massenspektroskopie auf ihren Wasserstoffgehalt untersucht - er soll demnach selbst bei diesen Umweltbedingungen noch rund 0,2 Prozent des Eigengewichts ausmachen.
Sollte hochkomprimiertes Gestein bis in Tiefen von fast 30 Kilometer tatsächlich einen so hohen Wasseranteil beherbergen, hätte dies weitreichende Auswirkungen auf bestehende Modelle und Theorien der Erdentstehung und der Plattentektonik.
Ein höherer Wassergehalt in Tiefengestein, das sich bereits in der Anfangszeit der Erde bildete, würde darauf hinweisen, dass damals schon wesentlich mehr Wasser vorhanden war und es würde den inneren Mantel weicher und durchlässiger machen, als bisher angenommen.
Schon bisherge Theorien sind davon ausgegangen, dass es in der Übergangszone zwischen dem äußeren und dem inneren Erdmantel in Tiefen von 400 bis 650 Kilometer einen hohen Wasseranteil geben könnte, doch darunter müsste es eigentlich nahezu staubtrocken sein.
Murakami hingegen schätzt aufgrund der Experimente, dass im wesentlich mehr Masse umfassenden inneren Mantel noch einmal soviel Wasser eingeschlossen ist, wie in den Übergangszonen.
"Die Forschungen an Tiefengestein stellen noch immer ein weites, unbekanntes Feld dar und wir werden besonders die Auswirkungen von Wasser auf die Gesteinseigenschaften wie Viskosität und Elastizität hin näher studieren müssen", so Murakami. <
gruss apollo