Re: 11.9. 2001 - War's das?
Geschrieben von katzenhai2 am 11. März 2002 03:32:33:
Als Antwort auf: 11.9. 2001 - War's das? geschrieben von KLL am 11. März 2002 00:05:28:
Das ist auch so etwas typisches:
Ohne zu verurteilen sehe ich jedoch, wie viele Leute, die äußerst stark an Prophezeiungen glauben (ohne jemals welche erlebt zu haben, die eingetroffen sind!! Ist schon eine komische Merkwürdigkeit...), sich wünschen, daß bestimmte exakt so eintreffen, wie sie geviewt wurden. Mal von den Sehern abgesehen, die ihre eigenen Views selbstverständlich sehr persönlich nehmen und sich nur mit dem exakten Eintreffens einer Vision zufriedenstellen lassen, weil sie sonst an ihren Fähigkeiten zweifeln würden, so brauchen die anderen Leute eine exakte Erfüllung einer Vor-Prophezeiung (hier vor dem Weltuntergang bzw. Einmarsch der Russen), damit ihrem Glauben an die späteren, größeren Prophezeiungen auch Gehör geschenkt werden kann.
Dahinter stecken sehr persönliche Ambitionen, ein Touch von Weltretterheldentum und die Chance auf einen erhobenen Zeigefinger (oder sollt ich sagen "Stinkefinger"?) auf die, die diesen Leuten früher das Leben schwer gemacht haben und diese deshalb die Gesellschaft nicht mehr leiden können.Das hat schon psychische Gründe.
Für mich sind Prophezeiungen absolut nix persönliches, da ich die Zukunft objektiv sehe und nicht als Chance, mich vor den anderen als Weltretter auszuspielen oder andere, die mich früher gequält haben, Leiden zu sehen nach dem Motto: "Jetzt sehen sie endlich auch mal wie das ist zu leiden!"
Ich sehe Prophezeiungen eher als Möglichkeit an zu verstehen, wie PSI funktioniert und natürlich auch ein bißchenneinen Einblick in die zukünfitge Entwicklung zu bekommen. Ich habe aber genug Erfahrungen gesammelt um zu wissen, daß keine Vision bisher exakt eingetroffen ist (mal von kleinen Visionen wie die Vorhersagung des Einsturzes eines bestimmten Gebäudes abgesehen). Was ich meine sind aber komplexe Szenarien.
So bewußt denken viele nicht darüber nach, aber unbewußt stecken diese Gedanken und Gefühle in ihnen drin.Ich spreche jetzt nicht nur (oder überhaupt?) von einige Boardteilnehmern hier, sondern allgemein über starke Prophezeiungsanhänger im Internet.
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>Ich habe unlängst wieder mit jemand gesprochen, der nicht möchte, dass sein (Deck-)Name fällt, um nicht wieder ständig belästigt zu werden.
>Ich möchte diesen Herrn daher in Zukunft "Christian Wagner" nennen, wie es Herr Gann in seinem ausgezeichneten Buch erstmals tat.
>Wagner ist nach wie vor davon überzeugt, dass der Anschlag vom 11.9. NICHT die beschriebene Vision war, eben weil Details anders waren.
>Auf der Seite
>http://www.geocities.com/karl_leopold/Manhattan.html
>stellte ich einen Vergleich an.
>Die Unterschiede sind deutlich, aber seit wann darf es denn bei Visionen keine Verfälschungen mehr geben? Es ist doch immer so, dass das Geschehen in einen menschlichen Rahmen gefasst wird. Sind da nicht immer Verzerrungen zu erwarten?
>Persönlich bin ich mir deshalb nicht so sicher, dass die Vision sich nicht auf den 11.9. bezog...
>Mit besten Grüßen,
>KLL