THERMOBOMBE!!
Geschrieben von peacemaker2002 am 05. März 2002 00:17:50:
ist schon intererssant, wenn man thermobombe eingibt.??
Die Schlacht um XamourXavier Jeamour befolgte die Befehle von Aurec. Die Flotte zog sich dicht zusammen und versuchte, den Bereich über der Station mit Sperrfeuer abzuriegeln. Doch die Schlachtschiffe MODRORs,
die alle möglichen Formen besaßen, griffen immer wieder an.»Lage?« wollte Jeamour von Fraces wissen.
»Die Schiffe verfügen über sehr starken Schutzschirm. Insbesondere die Würfelschiffe und die langgezogenen Raumer«, berichtete der Erste Offizier.
»Was raten Sie?« fragte Jeamour.
»Wir können vielleicht noch 20 Minuten ohne große Verluste durchhalten, dann sollten wir schleunigst von hier verschwinden.«
Der Ire scheute keinen Kampf, doch er wusste, dass der Kampf von knapp 200 Raumschiffen gegen 20.000 Raumer von MODROR Selbstmord war.
Jeamour wusste dies auch, deshalb gab er an Cascal den Funkspruch, dass sie in 20 Minuten flugtüchtig sein sollten.
Die ersten Divisionen an Skelettsoldaten standen unmittelbar vor der Station. Capt. Storm und Leutnant Buffar hatten die Einsatzleitung. Ihnen standen knapp 700 Soldaten zur Verfügung. Der
Rest war mit der Evakuierung beschäftigt. Eine Space-Jet nach der anderen startete und flog in Richtung IVANHOE.Doch schon jetzt griffen feindliche Jäger an und schossen einige Space-Jets ab. Cascal wollte Luftunterstützung geben, doch dazu hatten sie keine Möglichkeit.
»Sie greifen an!« brüllte Buffar.
Capt. Storm gab den Feuerbefehl. Ein harter und erbarmungsloser Schlagabtausch zwischen den beiden Armeen begann. Die Skelettsoldaten agierten ohne große Deckung. Sie fielen einer nach
dem anderen um, doch immer mehr kamen aus der Wüste und aus dem Wald. Schnell war die Station eingekesselt.Etwa zwei Dutzend Maschinen brausten über die Station hinweg und warfen Thermobomben ab. Eine gewaltige Feuerwelle zischte über den äußeren Ring hinweg. Generatoren wurden getroffen
und die Stromversorgung mitsamt dem Schutzschirm für den inneren Ring brach zusammen.»Buffar an Storm! Mindestens 200 Tote. Sie brechen durch!«
Capt. Storm nahm mit Sorge die Nachricht hin. Er gab die Meldung sofort an Joak Cascal weiter. Nun hieß es, um das nackte Überleben zu kämpfen.
»Buffar, machen Sie, dass Sie da raus kommen!« brüllte Storm, der nicht ahnen konnte, was sich gerade bei Buffars Linie abspielte.
Die KARAN feuerte auf die feindlichen Linien und landete direkt vor dem brennenden Generator. Leutnant Buffar hatte das Schiff als das von Cau Thon und Goshkan erkannt. Er gab Befehl, es
zu vernichten.Die knapp fünfzig Soldaten schossen mit allem, was sie aufbieten konnten auf das H-förmige Raumschiff. Jedoch hielt der Schutzschirm stand. Die KARAN feuerte zwei Salven zurück und tötete
mindestens dreißig Soldaten. Buffar wurde von der Wucht der Explosion ebenfalls zu Boden geworfen.Als er sich wieder aufrappelte, hatte die KARAN eine Strukturlücke erschaffen und Goshkan lief auf die Station zu. Er wurde von etwa vierzig Skelettsoldaten eskortiert. Alle terranischen
Soldaten, die sich ihm in den Weg stellten, wurden getötet. Sie hatten nicht den Hauch einer Chance gegen den versierten Schwertkämpfer.Buffar suchte seinen Thermaldetonator und wollte ihn auf Goshkan werfen, dabei fiel dem verletzten Offizier die Thermobombe aus der Hand, bevor er sie aktivieren konnte. Sie rollte in eine
keine Senke. Er versuchte dort hinzukriechen. Plötzlich stand Goshkan vor ihm. Leutnant Buffar rappelte sich auf und wollte auf den Zweiten Sohn des Chaos schießen, doch der schlug ihm die
Waffe aus der Hand. Dann packte er Buffar am Kragen und hob ihn hoch. Die drei dunklen Augen des Katronen durchdrangen den Terraner, der vor lauter Angst gelähmt war.Goshkan genoss diesen Augenblick der Macht. Sein Körper zuckte vor Erregung. Er würde diese erbärmliche Kreatur töten. Daran bestand kein Zweifel. Er freute sich schon darauf, das Leben
des Terraners auszulöschen. Es bereitete ihm größte Genugtuung die Angst in Buffar zu spüren. Der verletzte Terraner zitterte vor Angst. Er fürchtete um sein Leben.»Wo ist Cau Thon?« wollte Goshkan wissen.
»Ich weiß es nicht«, log Leutnant Buffar.
Goshkan nahm einen Dolch und rammte ihn in den Arm des Terraners. Er fuhr bei anderen, weniger wichtigen Körperteilen fort. Er wollte Buffar nicht töten. Noch nicht! Goshkan wollte ihm nur
Schmerzen zufügen.»Ich... ich... im Inhaftierungstrakt... im Gebäude 200 Meter links von hier...« stöhnte Buffar mit letzter Kraft.
Goshkan war zufrieden. Er schleuderte Buffar zu Boden und beendete das Leben des Leutnants mit seinem Schwert. Mehrmals stieß er zu und erfuhr einen Adrenalinstoß, so schön war der Tod
des Soldaten für ihn. Abrupt zog er das Schwert aus dem leblosen Körper und steckte es in seinen Halfter.Er verschwendete keinen weiteren Gedanken mehr an den Terraner. Für ihn war er unwürdiges Leben.
»Mir nach!« rief der Katrone und hielt mit den Skelettsoldaten auf den Inhaftierungstrakt zu.
Rodrom hatte inzwischen die WORDON erreicht. Das kleine Intermezzo auf Xamour war für ihn amüsant gewesen. Zykkth, der Kommandant der WORDON, informierte seinen Meister über den
Verlauf der Schlacht.»Durch das Kreuzfeuer kommen wir schlecht an sie heran. Ebenfalls halten sie eine Passage für ihre Artgenossen unten frei«, erklärte der Ziehvone.
»Wie weit ist Pestol mit dem SONNENHAMMER?« wollte Rodrom wissen.
»Wir könnten gleich mit der Operation beginnen, doch ich nehme an, wir warten auf Sohn des Chaos Goshkan und Sohn des Chaos Cau Thon?«
Rodrom stimmte zu. »Greift die Schiffe an. Ohne Rücksicht auf Verluste!«
Der Ziehvone führte den Befehl aus. Sofort verließen 2000 Schiffe die Formierung der MODROR-Raumer und griffen die 200 Schiffe der Cartwheeler an. Eine erbitterte Schlacht entbrannte, bei
dem die MODROR-Raumschiffe zuerst hohe Verluste hatten. Doch nach dem dritten Angriffswall machte sich die Taktik bezahlt. Die Cartwheeler hatten ebenfalls hohe Verluste zu beklagen und
mussten sich aufteilen.Jonathan Andrews, Gal'Arn und Jaktar hatten den Inhaftierungsblock erreicht. Ihnen kamen die beiden sehr verwirrten Frauen Ottilie Braunhauer und Inge Bohmar entgegen.
»Was ist denn das nur für ein Krach? Ich bin eine alte, leidende Witwe. Könnt ihr nicht einmal etwas ruhiger sein?« zeterte Ottilie, die überhaupt nicht begriff, was passierte.
Inge Bohmar schien wieder nach ihrem Mann zu suchen. Sie kreischte panisch »Werner« und hoffte wohl so ihren Mann zu finden.
»Jaktar, bring die beiden zur nächsten Space-Jet«, befahl Gal'Arn.
Der Ghanakke seufzte, dass ausgerechnet er diese unrühmliche Aufgabe erledigen musste, folgte aber den Anweisungen seines Ritters der Tiefe.
Während Jaktar versuchte die Braunhauer und Bohmar herauszubringen, hielt Andrews Funkkontakt mit Wallace und Jan Scorbit, die dafür sorgen sollten, dass Jezzica Tazum unbeschadet zur
JAY JAY gebracht wurde.Der Ghanakke war bald in der Medostation verschwunden, die direkt zur Kommandostation führte, die wiederum direkter Zugang zum Landeplatz der restlichen Space-Jets war.
Irwan Dove begrüßte Gal'Arn knapp. Trotz Zusammenbruchs der Stromversorgung hatte Cau Thon keinerlei Anstalten eines Ausbruchversuchs gezeigt. Da folgte plötzlich eine Erschütterung
nach der anderen. Teile der Decke stürzten herab.Jaktar wäre beinahe erschlagen worden und konnte nicht mehr verhindern, dass ein Balken auf den Kopf von Ottilie Braunhauer fiel. Ottilie schrie wie am Spieß. Sie klagte lauthals über ihre
Schmerzen, dann verlor sie die Besinnung»Werner, wo ist Werner?« kreischte Inge Bohmar.
»Wenn du weiter so viel schreist, siehst du ihn gleich wieder!« drohte Jaktar genervt.
Natürlich meinte er es nicht wirklich so. Er hob den Balken, unter dem Ottilie Braunhauer lag, hoch. Sie hatte eine schwere Kopfverletzung erlitten.
Kathy Scolar rannte dem Pferdewesen entgegen. Sie suchte Aurec. Jaktar erklärte ihr, dass er noch in der Zentrale war und bat sie so schnell wie möglich zur JAY JAY oder TERSAL zu gehen.
Kathy hatte dem Ghanakken geholfen, den Balken von Ottilie Braunhauer zu nehmen. Es war eine mühevolle Arbeit, doch die beiden schafften es.Jaktar verarztete Ottilie Braunhauer mit dem Verbandsmaterial in der Medostation. Es war nur notdürftig, stoppte jedoch die Blutungen für eine Weile.
»Ich bringe Ottilie zur Kommandozentrale. Ich bin gleich wieder da«, erklärte Jaktar. Er wollte, dass Inge Bohmar mitkam, doch in dem Moment traf eine weitere Salve die Station. Putz und
Beton krachten auf den Boden. Kathy Scolar schrie in Panik auf. Der Weg zu Jaktar war verschüttet. Dem Ghanakken blieb nichts anderes übrig, als Ottilie zur Space-Jet zu bringen und von
außen zur Medostation zur gelangen.Kathy nahm alle Kraft zusammen und packte Inge Bohmar. »Komm mit!«
»Du hast mit Werner geschlafen!« brüllte plötzlich Inge Bohmar.
»Du spinnst!« zeterte Kathy.
Sie hatte keinen Nerv auf die Verrückte. Doch Inge war außer sich vor Wut. In den Augen der alten Frau stand der Wahnsinn. Sie griff Kathy an und warf die Terranerin zu Boden. Scolar
rappelte sich wieder auf, doch im nächsten Moment schlug die rüstige Frau der jungen Terranerin mit der Faust ins Gesicht. Kathy fiel mit einem dumpfen Schrei zu Boden. Mit einem hysterischen
Aufschrei warf sich Inge Bohmar mit vollem Gewicht auf Kathy Scolar. Die beiden Frauen rangen miteinander. Dabei stießen sie einen Tisch mit Stahlskalpellen um. Inge packte Kathys Hals und
drückte fest zu.»Du wirst nie wieder herumhuren! Mein Mann ist und bleibt heilig!«
Kathy röchelte und versuchte zu Luft zu kommen. Der schwere Körper von Bohmar schien Scolar noch mehr die Luft zu rauben. Die Wahnsinnige hatte erstaunliche Kräfte entwickelt. Kathy
versetzte Bohmar einen Tritt in die Nierengegend. Erschöpft ließ sie von Scolar ab.Sie stand auf und fuchtelte wild mit den Armen herum. Eine nächste Erschütterung suchte die Station heim. Monitore und Apparaturen fielen zu Boden. Eine kleine Explosion im Raum warf beide
Frauen zu Boden. Feuer wurde entfacht.»Werner! Bandit! Sie verbrennen!« brüllte Inge Bohmar panisch.
Kathy wollte die Gelegenheit nutzen, um zu fliehen, doch Inge packte die Terranerin an den Haaren und schleuderte sie zu Boden. Dann schrie sie laut auf und beklagte den »Tod« ihrer beiden
imaginären Liebsten.»Sie verbrennen elendlicht im Feuer. Gott helfe mir!« heulte Inge Bohmar.
Kathy Scolar rappelte sich auf und versuchte sich zu orientieren. Sie sah die kreischende alte Frau vor dem Feuer stehen. Dann drehte sich Bohmar plötzlich um. Ihre Haare waren zerzaust und
hingen ihr in Strähnen im Gesicht. Schweiß rann der geistig Verwirrten von der Stirn.Dann brüllte sie los und stürzte sich auf die verängstigte junge Terranerin. Bohmar warf Scolar erneut zu Boden und schnappte sich zwei Skalpelle. Sie versuchte Kathy die Messer in die Brust zu
drücken.Tränen schossen Kathy ins Gesicht als sie schon beinahe ihr Leben am Ende sah. Sie nahm alle Kraft zusammen, drehte die auf ihr liegende Bohmar selbst zu Boden, so dass sie auf ihr lag und
presste die Skalpelle in den Leib von Inge Bohmar.Ein lautes Kreischen hallte durch den Raum. Bohmar gab schmerzerfüllte Laute von sich. Kathy Scolar weinte, denn sie wollte die alte Frau nicht töten, doch die Irrsinnige hatte ihr keine andere
Wahl gelassen.Das Röcheln und Husten von Inge Bohmar verstummte. Sie war tot!
Kathy stand auf und versuchte sich zu beruhigen. Sie rannte aus dem Raum und begab sich auf die Suche nach Aurec. Kaum war sie aus der Medostation, stand auf einmal Goshkan vor ihr.
Erschrocken wich sie zurück und lief wieder in die Medostation, wo die Leiche von Inge Bohmar lag.Goshkan blickte sie ohne Mimik an. Die Muskeln in seinem Gesicht zuckten. Langsam zog er sein Schwert.
»Tötet sie!« rief er als drei Skelettsoldaten anmarschiert kamen.
In diesem Moment sprang plötzlich Inge Bohmar mit einem lauten Gebrüll auf und nahm die Skalpelle. Sie rannte, mit gezückten Messern, auf Goshkan und Scolar zu. Goshkan reagierte sofort
und schlug Bohmar in zwei Teile. Die Skelettsoldaten schossen auf die Einzelteile und dösintegrierten sie.Scolar hatte die Gelegenheit genutzt und war aus dem Raum gerannt. Damit war sie Goshkan entkommen.
Der Katrone blickte auf die Stelle, wo noch eben Inge Bohmar stand, die nun wirklich tot war und schüttelte den Kopf.
Die Raumschlacht tobte unvermindert. Xavier Jeamour beobachtete, wie ein Schiff nach dem anderen in einer gewaltigen Explosion verging.
»Wir können das nicht mehr lange durchhalten. Schicken Sie die anderen Schiffe aus dem Xamoursystem!« befahl Jeamour. »Wir verstecken uns in der Korona der Sonne.«
James Fraces führte die Order aus und erteilte den Raumschiffkommandanten den Befehl des Rückzugs. 89 Schiffe waren bis jetzt zerstört worden. Einige Schiffe waren so in Kampfhandlungen
verstrickt, dass sie überhaupt nicht fliehen konnten. Wieder wurden drei Einheiten zerstört. Bei einem weiteren Schiff brach der Schutzschirm zusammen. Es driftete direkt gegen einen zweiten
Kugelraumer, dessen Schirm nun auch zusammenbrach. Beide explodierten als sie miteinander kollidierten.Die Schlacht war von Anfang an verloren gewesen. Jetzt galt es nur noch das Leben der Wesen auf Xamour zu retten.
Kathy Scolar erreichte mit Mühe und Not den Kommandoraum. Dort waren nur noch Joak Cascal, Capt. Storm, der gerade Bericht erstattete, Jan Scorbit, Mathew Wallace, Jezzica Tazum und
Aurec.Gucky versuchte überall Leute aufzusammeln und zu den letzten Space-Jets zu bringen, während Lorif und Tym Elahrt die JAY JAY startklar machten.
»Kathy, was machst du hier? Du solltest doch schon längst mit einer Space-Jet evakuiert werden«, sagte Aurec ermahnend.
»Dieser Goshkan ist hier in der Station«, berichtete sie außer Atem. Sie verschwieg den tödlichen Kampf mit Inge Bohmar.
»Verdammt!« fluchte Cascal.
Aurec machte sich sofort mit Kathy Scolar auf dem Weg.
»Ich werde sehen, ob ich Gal'Arn und Andrews helfen kann«, rief Aurec. »Der Rest soll machen, dass er hier wegkommt! Ich werde mit der TERSAL folgen.«
Bevor Cascal noch etwas erwidern konnte, war Aurec mit Kathy Scolar bereits verschwunden. Aurec wollte Kathy nicht alleine lassen. So konnte er sichern gehen, dass ihr nichts passierte, denn
er würde sie mit seinem eigenen Leben verteidigen.Jezzica meckerte lauthals. Jan Scorbit versuchte sie zu beruhigen. Er bemerkte, daß sie im Rausch war.
»Immer wieder müsst ihr schießen und alles vernichten. Ich habe diesen Mist satt. Ich will nach Terra, feiern und das Leben genießen. Ich lebe nur einmal und will mein Leben nicht mit diesem
Müll vergeuden.«Scorbit packte sie an den Schultern.
»Reiß dich zusammen«, ermahnte er sie, doch Tazum trat dem Anführer der nUSO in Cartwheel einfach zwischen die Beine. Verwirrt rannte sie davon und war aus dem Raum, bevor
irgendjemand sie aufhalten konnte.Jan Scorbit rappelte sich auf und lief hinterher. Er wusste, daß Jezzica in diesem Zustand keine Chance hatte den Planeten lebend zu verlassen.
Irwan Dove, Gal'Arn und Jonathan Andrews wollten gerade den Inhaftierungsblock mit Cau Thon verlassen, als Jaktar hereingestürmt kam.
»Goshkan ist hier!« rief er.
»Wir dürfen keine Zeit verlieren«, stellte Gal'Arn fest.
In dem Augenblick setzte sich Cau Thon auf den Boden.
»Steh auf!« forderte Irwan Dove, doch der Sohn des Chaos blieb in einer Art meditativen Starre.
Dove packte ihn und trug ihn auf den Armen. Kaum hatten sie das Gebäude verlassen, wurde auf die geschossen. Von der anderen Seite stürmte Goshkan heran. Andrews wich seinem Schlag
gerade noch rechtzeitig aus und zog sein Vibrationsschwert.»Zur Kommandozentrale!« rief Gal'Arn.
Goshkan warf Andrews unsanft zur Seite. Jaktar lief zur TERSAL, um sie startklar zu machen. Cau Thon erwachte plötzlich aus seiner Starre und versetzte Dove einen schmerzvollen Tritt. Der
Oxtorner ließ überrascht den Xamouri los, der mit einigen Saltos zu seinen Soldaten hechtete.»Er ist entkommen!« rief Dove enttäuscht.
»Wir müssen jetzt unser Leben retten«, rief Gal'Arn.
Aurec und Kathy Scolar kamen aus dem Inhaftierungsblock. Sofort wurden sie angegriffen. Aurec konnte die Skelettsoldaten abwehren. Cau Thon kehrte zu dem Gebäude zurück, da dort noch
sein Caritstab war.Aurec schoss auf ihn, doch Cau Thon wich aus. Von hinten stürmten Skelettsoldaten heran und überwältigten Aurec und Kathy Scolar.
Thon nahm seinen Caritstab in die Hand.
»Nun endlich bist du doch in meiner Gewalt«, sprach Cau Thon mit einer Genugtuung. Im nächsten Moment wurde er wieder ernst. »Wo ist Ansunara? Wo ist ihr Leichnam?«
»Ich weiß es nicht.«
»Zu dumm, Aurec! Schafft sie beide zur KARAN«, befahl Cau Thon.
Aurec und Kathy Scolar versuchten sich noch zu wehren. Vergeblich!
»Sie hat nichts damit zu tun, lass sie in Ruhe«, bittete Aurec.
Cau Thon hatte nur Spott für den Saggittonen übrig. »Du sollst sehen, wie es ist um sein Weib zu trauern! Schafft sie weg!«
Nun waren sie in der Hand von Cau Thon. Damit war ihr Schicksal besiegelt. Weder Aurec noch Kathy Scolar sollten jemals wieder Cartwheel lebend erreichen.
Gal'Arn bemerkte die Entführung. Er wollte sofort die Verfolgung aufnehmen, wurde allerdings von einigen Skelettsoldaten aufgehalten. Gal'Arn konnte sie alle abschütteln. Er folgte Cau Thon,
während Andrews noch mit Goshkan beschäftigt war. Der Terraner flüchtete zur Kommandozentrale.Dort waren nur noch Joak Cascal, Capt. Storm und drei weitere Soldaten. Sie harrten der Dinge bis die JAY JAY kam.
»Wo ist Jezzica?« wollte Andrews wissen.
Cascal erklärte ihm, was passiert war. Sofort stürmte Andrews raus und suchte Jezzica. Sie war nicht weit gekommen, denn Scorbit hatte sie eingeholt. Er versuchte sie wieder zur Zentrale zu
bringen, doch Jezzica war wie von Sinnen. Sie bespuckte Scorbit und kratzte ihm ins Gesicht.Andrews lief hin und wollte Jezzica beruhigen. Sie riss sich los und sank auf den Boden. Langsam robbte sie zurück und lehnte sich an eine Wand zurück, wo sie die Knie anwinkelte und ihren
Kopf vor den Knien vergrub.Andrews ging zu ihr und streichelte behutsam ihr Haar. Jezzica weinte.
»Jan, geh zu Cascal. Wir kommen gleich«, sagte er rasch.
Scorbit wollte die beiden nicht alleine lassen, tat aber, was Andrews sagte.
»Ich will nicht mehr. Ich habe dieses Abenteuer satt. Johnny, lass uns nach Terra gehen«, jammerte Tazum.
Andrews wollte Gal'Arn in dieser schweren Zeit nicht alleine lassen. Er wollte Ritter der Tiefe werden und gegen MODROR kämpfen. Ob mit oder ohne Jezzica. Doch das wollte er ihr nicht sagen.
»Wir reden darüber auf der Space-Jet. Nun komm mit, sonst sterben wir beide hier!«
Er nahm Tazums Hand und zog sie hoch. Sie folgte ihm, da stand plötzlich Goshkan vor ihnen. Der Katrone grinste.
»Jonathan Andrews, welche Freude dich wiederzusehen. Du hast mir das Massaker im Bett deines Bauernmädchens immer noch nicht vergeben, oder?«
Andrews zog sein Vibrationsschwert.
»Ach, du willst kämpfen? Wie ich sehe ist die Blondine doch deine Freundin. Hätte ich das gewusst, hätte ich schon vorher zerstückelt, aber das kann man ja nachholen.«
Andrews stürzte sich auf Goshkan und drängte ihn etwas zurück.
»Jezzica, lauf zu Cascal!«
Sofort rannte Tazum los, taumelte jedoch und fiel zu Boden. Die Wirkung der Drogen hatte ihre Koordinationsfähigkeiten vermindert.
Unterdessen hielten Cascal und die anderen weitere Skelettsoldaten auf. Auch Irwan Dove kam hinzu und konnte mühelos die knöchernen Kämpfer abwehren. Plötzlich schoss die JAY JAY über
das Gebäude hinweg.»Raus hier!« brüllte Joak Cascal
Wallace ging langsam herab. Gucky schob die feindlichen Soldaten und Goshkan telekinetisch hinweg. Irwan Dove übernahm den Rest.
Andrews rannte zu Jezzica und wollte ihr helfen. Goshkan nutzte die Situation und traf Andrews am Arm. Dann versetzte er ihm einen Tritt in den Magen. Keuchend blieb Andrews auf dem
Boden liegen. Goshkan rammte sein Schwert durch Andrews Bein in den Boden. Jonathan versuchte sich zu befreien, doch es war unmöglich.Jezzica war orientierungslos. Sie kroch auf Andrews zu, doch Goshkan packte sie an den Haaren und zog sie hoch. Dann riss er ihr mit bloßen Händen eine große Wunde in den Kehlkopf.
»NEIN!« schrie Andrews verzweifelt. Nicht schon wieder. Jezzica durfte nicht sterben. Das konnte Goshkan ihm nicht antun. Hass, Wut und Verzweifelung stiegen in Andrews auf. Die Schmerzen
im Bein waren groß, doch er riss das Schwert aus seinem Bein. Laut schrie er vor Schmerzen auf.Goshkan ließ Tazum fallen, die qualvoll ersticke. Andrews kroch mit letzter Kraft zu ihr und wollte die Wunde zuhalten. Es war zu spät. Jezzica starrte ihn mit weit geöffneten Augen an. Doch
diese Augen waren tot!Goshkan lief lässig zu seinem Schwert und nahm es in die Hand. Er grinste.
»Weißt du, ich habe das genossen. Es war mir eine Freude sie zu töten. Bis zum nächsten Mal, Terraner.«
Goshkan verließ den schrecklichen Ort. Zurück blieb Andrews mit der toten Jezzica Tazum. Entkräftet wurde er ohnmächtig. Als die anderen ihn bemerkten, sprang Gucky sofort aus der
Space-Jet und holte Andrews sowie den Leichnam von Jezzica Tazum zur Space-Jet.»Wo sind Gal'Arn und Aurec?« rief Wallace.
Doch niemand wusste ihm das zu beantworten. Goshkan hatte sich zurückgezogen und die Skelettsoldaten feuerten noch auf die Space-Jet als diese schon fast einem Kilometer über der Station
war.»Kurs IVANHOE. Sie hat Schutz in der Korona der Sonne gesucht«, erklärte Mathew Wallace.
Cau Thon erstattete Rodrom Bericht.
»Mein Meister, ich bin wieder frei. Die Terraner haben eine bittere Niederlage erlitten. Der Sieg ist unser. Xamour ist nun auch das Grab von Aurec!«
Rodrom war höchst erfreut, falls er so ein Gefühl wie Freude überhaupt empfinden konnte. Er gab Cau Thon den Befehl sofort mit der KARAN den Planeten zu verlassen, denn es wurde Zeit, die
letzten Spuren auf Xamour zu beseitigen.Cau Thon erteilte seinen Soldaten und Goshkan den Befehl den Planeten zu räumen. Die KARAN hob wenige Minuten später von der Welt Xamour ab. Cau Thon verabschiedete sich von seinem
Heimatplaneten. Er blickte zu dem terranischen Schiff IVANHOE und spürte, dass dort Ansunara war. Er würde jeden Terraner eigenhändig töten, der den Körper seiner Geliebten berührt hatte.Gal'Arn versuchte Cau Thon einzuholen. Dabei wurde er von drei Skelettsoldaten angegriffen. Zwei von ihnen konnte er niederschlagen, ein dritter stieß ihn zu Boden. Gal'Arn wich einem Schuss
aus und trat dem Gegner in die Beine. Sofort rappelte sich der Ritter auf und streckte den taumelnden MODROR-Soldaten nieder.Plötzlich stand eine schwarze, klobige Gestalt vier Meter von ihm entfernt. Es war Evspor. Der Kyberklon war wieder zum Leben erwacht. Er richtete seine Waffen auf Gal'Arn. Hinter dem
Ritter der Tiefe tauchten vier Skelettsoldaten auf. Er war umzingelt. Gal'Arn warf die Waffe weg und wollte sich ergeben, doch der Kyberklon reagierte nicht darauf. Er schoss!Die JAY JAY hatte die IVANHOE beinahe erreicht. Dabei bemerkten sie, wie der SONNENHAMMER ebenfalls in die Korona der Sonne eintauchte. Unverzüglich schoss die IVAHOE aus der Sonne.
»Sofort auf Lichtgeschwindigkeit gehen. Hier fliegt gleich alles in die Luft«, hörten sie die Stimme von Fraces.
»Der SONNENHAMMER!« stellte Cascal bitte fest.
Wallace wusste sofort, was er tun musste. Er bereitete sofort einen Metagravflug vor. Egal wohin, nur weg aus dem System.
Die Flottenteile der Feinde verließen das System ebenfalls sehr schnell. Die restlichen Schiffe der Cartwheeler, es waren noch ganze 17, schickten sich ebenfalls an so schnell wie möglich aus dem
Gefahrenbereich einer Supernova zu entkommen.»Beeile dich!« rief Cascal.
»Wir haben doch noch Zeit«, konterte Wallace.
In dem Moment flammte die Sonne auf. Sie fiel kurz in sich zusammen und begann dann sich aufzublähen.
»Ach ja?« wetterte Joak.
»Na gut, nicht mehr viel...«
Die JAY JAY sauste mit Höchstgeschwindigkeit von der Sonne weg, doch sie kam immer näher und näher. In letzter Sekunde schaffte es die Space-Jet auf Überlichtgeschwindigkeit zu gehen und
sich in sicherer Entfernung vor der Supernova zu retten.Die Welt Xamour wurde ausgelöscht. Der SONNENHAMMER, die WORDON und KARAN begaben sich wieder auf den Weg in das Reich MODROR.
Cau Thon war sich sicher, dass die Terraner und Saggittonen sich nicht mehr von dieser Niederlage erholen konnten, denn sie hatten zuviel verloren. Der Sieg für die Söhne des Chaos war
perfekt.Nun konnte man in die nächste Phase gehen.
Aurec, Gal'Arn, Jezzica...« flüsterte Andrews tonlos.
Er hielt den toten Körper der Terranerin in den Armen und nahm Abschied von ihr. Die Trauer war groß und er verfluchte Goshkan. Doch nicht auch noch Aurec und Gal'Arn! Nicht sie!
Die IVANHOE und die restlichen nur noch 12 Schiffe berichteten, dass weder die TERSAL noch ein anderes Schiff im Umkreis von 10 Lichtjahren außerhalb des Xamoursystems materialisiert war.
Die JAY JAY war das letzte Raumschiff der Alliierten, die das System verlassen hatte, so die Abtaster der IVANHOE und TAKVORIAN.
Damit stand fest, dass Aurec und Gal'Arn Xamour nicht mehr verlassen hatten. Sie waren tot! Aurec, der Prinz Saggittors und der Ritter der Tiefe Gal'Arn mit seinem Orbiter Jaktar.
Andrews weinte über die drei Freunde, die für ihn Vorbilder waren. Er konnte nicht fassen, dass sein Meister und Mentor Gal'Arn nicht mehr lebte. Er beugte sich über die tote Jezzica. Die
anderen ließen ihn in seinem Schmerz allein.Eine düstere Stimmung machte sich an Bord der zwölf Schiffe breit.
Sie traten den Heimweg an. Die Nachrichten, die sie brachten waren alles andere als erfreulich.
Mit Aurec und Gal'Arn waren die zwei größten Hoffnungsträger in Cartwheel gestorben. Jetzt waren nur noch Sam, Joak Cascal und der Marquese übrig. Auf ihnen lastete nun die ganze
Verantwortung des Projekts von DORGON.Cascal wusste nicht, ob er dieser Verantwortung gerecht werden konnte. Es würden schwere Zeiten auf Cartwheel zukommen.
Jeder an Bord der JAY JAY nahm auf seine Art und Weise Abschied von Aurec und Gal'Arn...
ENDE
Eine düstere Stunde für die Cartwheeler! Aurec und Gal'Arn, die wichtigsten Protagonisten im Kampf gegen MODROR sind tot!
Was aus Cartwheel wird, erzählt Nils Hirseland im nächsten Heft. In diesem Roman gibt es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten, denn es ist
DIE RüCKKEHR DES SILBERNEN RITTERS