Re: Sucht Lehmann die Konfrontation mit dem Islam?

Geschrieben von JoeKaiser am 10. Dezember 2004 19:01:06:

Als Antwort auf: Re: Sucht Lehmann die Konfrontation mit dem Islam? geschrieben von Valanice am 10. Dezember 2004 09:01:17:

>>Das Problem ist, daß es 'Den Islam' sowenig gibt wie 'Das Christentum'. Auch wenn Christen ihr Christentum für Das Christentum halten.

Viellicht sind die jetzigen Formen des Islam alles Irrlehren? Wer weiß was Mohammed eigentlich wollte, könnte gut sein das seine Lehren von finsteren Gestalten umgebogen wurden und das die sich selbst bezeichnenden gläubigen Muslime in der Hölle anstatt im Paradies landen werden.
Damit meine ich nicht die Menschen die 'menschlich' handeln und zufällig auch Muslime, Hindu, Christen oder Atheisten sind.

>Für jede Stelle aus dem Koran, die ich als Hammer benutzen kann, finde ich eine in der Bibel. Das ist überhaupt kein Problem.

Einen Vorteil hat die Bibel, obwohl auch dort z.b. brutale und menschenverachtende Strafen bei Vergehen gefordert werden wird heute einem Christen kein Zahn oder Auge ausgeschlagen falls der vorher in einer wirtshaus-Schlägerei seinem Gegenüber einen Bierkrug über den Schädel gezogen hat.
Wir haben die Bibel neben dem BGB, bei den muslimischen Ländern ist die zivilsierte und aufgeklärte Entwicklung leider noch nicht so weit, nun gut, warten wir die paar 100 Jahre ab. Wer will den schon auf die Dauer ohne Tanz, Musik und Bilder-büchern in einer Taliban-Gesellschaft wohnen.

>Allerdings darf Lehmann die Frage stellen, ob der Dialog so zu führen ist.
>Ich tue das auch. Denn, wenn es viele Islams gibt, die sich übrigens ja auch gegenseitig bekämpfen, mit wem willst Du den Dialog führen? Solange der Dialog islamintern nicht weltweit funktioniert sehe ich da meine Probleme. Was im Augenblick bleibt ist der Dialog mit dem Einzelnen oder einer Gruppe von Moslems, die, die sich gerade einig sind. Nur dürfen wir die Ergebnisse dieses Dialogs nicht der nächsten Gruppe ungefragt ans Bein binden.

Richtig, deswegen bin ich für einen europäischen Islam, wer in Europa wohnt sollte sich europäisch verhalten und nicht das Verhalten von Kameltreibern nachahmen wollen. Hier gibt halt keine Kamele und keine Wüste. Wir sollten mit den Menschen hier auskommen, die mit uns und sich nicht drum scheren was finstere Gesellen in Kairo, Teheran oder Riad für wirres Zeugs reden.

>(Und das Ergebnis kann auch sein, daß man sich lieber aus dem Weg geht.)

Ja, wir hier und die dort falls sie mit uns nicht können, diese Lösung gefällt mir.

>Nur, dort wo wir Christentümer differenziert betrachten können, erscheint uns der Islam homogen. So wie für uns alle Chinesen gleich ausschauen. Die können uns Europäer übrigens auch nicht auseinanderhalten.

Den homogenen Islam gibts nicht, ebenso wenig wie eine homogene islamische Lehre, Mohammed würde sich im Grabe umdrehen was manche aus seiner Lehre gemacht haben. Es geht im Grunde nicht um den Islam oder das Christentum, es geht um den einzelnen Menschen.
>Valanice

Joe


Disclaimer: dieser künstlerische Beitrag enthält Satire



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