Re: Schule in Beslan gestürmt...viele Tote/Zusatz

Geschrieben von Sekhmet am 04. September 2004 17:39:44:

Als Antwort auf: Re: Schule in Beslan gestürmt...viele Tote geschrieben von Sekhmet am 04. September 2004 17:27:38:

Zusatz:

Dazu fällt mir "Das Bildnis des Dorian Gray" ein, der selber zwar für alle sichtbar immer leuchtend schön bleibt, sein Bild jedoch immer schrecklicher wird.

Seit Tagen habe ich vor, etwas über die Hintergründe der New Age Esoterik zu posten, weniger um zu missionieren, sondern vielmehr um zum Nachdenken anzuregen, und vielleicht doch den einen oder anderen dazu zu bringen, zu hinterfragen, was denn nun tatsächlich hinter einer Ideologie steht, die sich golden glänzned präsentiert, oft, sogar sehr oft, ist es nämlich nicht alles Gold, was glänzt, sondern eben nur billiger Lack. Und dahinter erscheint dann das Bildnis des Dorian Gray.

Vielleicht sollten wir alle allmählich von der Oberflächlichkeit Abschied nehmen (was ja nicht heissen muss, daß man auch mal locker sein kann) und uns den wirklich wichtigen Dingen mehr zuwenden.

liebe Grüße

Sekhmet

>>Gleichgültigkeit und Leere
>>)O;
>Ja, ich glaube, das ist es, was es mit uns zu tun hat....
>Wir sollten vielleicht wirklich wieder lernen, Emotionen zuzulassen, eine gerechte Wut zu empfinden, wenn ungerechte Sache geschehen, ganz egal, wie wohl vielleicht die eigene Vorinkarnation oder die der Opfer ausgesehen haben mag. Auch egal, wie groß das Unrecht vielleicht auch war, das den Tätern zugefügt worden ist. (Der Russeneinmarsch in Tschetschenien war sicherlich genauso furchtbar, nur gibt das neimandem das Recht, jestzt seinerseits ein Unrecht zu begehen)
>Wir sollten uns auch hier einfach den IST-Zustand ansehen, und der ist furchtbar ! Meiner Meinung nach können wir jemanden/eine Situation nur heilen/verbessern, wenn man eben diesen IST-Zustand zu erkennen begnnt, und dazu muss man eben auch leider die ganze Palette der aufsteigenden Emotionen, seien das nun Unverständnis, Wut, Zorn, Hass zulassen, ansonsten ist eine Verbesserung nicht möglich. Nur im Er-Kennen und in dern Ent-Täuschung liegt der Erfahrungswert, der dazu führt, es anders machen zu können und diese werden, ob wir das wollen oder nicht, immer mit Emotionen verbunden sein. Im Falle von so schrecklichen Untaten definitiv verbunden mit sehr starken Emotionen.
>Wir sollten vielleicht am Besten gleich damit beginnen, Gleichgültigkeit und Leere als ein Warnzeichen zu sehen, daß etwas in uns drinnen, und sei es auch nur als eigenes inneres Frühwarnsystem, defekt ist, wenn wir bei so etwas gleichgültig und "cool" bleiben können.
>Emotionslos zu sein ist übrigens ein Zeichen einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Gerade bei den Esoterikern des New Age ist das besonders verbreitet. Jeder will erleuchteter als der andere sein, Emotionen haben dabei keinen Platz mehr. Daß Emotionen jeglicher Art aber auch ein Ausdruck lebendigen Menschseins bedeuten, das haben diese Menschen in ihrem Wahn, bereits das höhere Selbst per se zu sein, oder gar Gottheit selber, bedauerlicherweeise (fast) vergessen, ein meiner Meinung nach sehr gefährlicher Prozess, da eben dieser nämlich unbedingt notwendig ist um eben Kontakt zum höheren Selbst zu bekommen, das kann nicht mehr erkannt werden.
>Da wird von Licht und Liebe gesprochen, und andererseits davon, daß man "das Ego" auschalten solle. Wie, so frage ich, will man denn ohne den natürlichen Lernprozess, der eben über die Emotionen (und der daraus resultierenden Wirkungen der kosmischen Gesetze) läuft, überhaupt zur "Erleuchtung" gelangen (so dies in unserem kleinen Homo sapiens sapiens Zustande überhaupt möglich ist) ?
>Wenn wir noch nicht einmal fähig sind, bei einer so entsetzlichen Sache Wut, Trauer, Mitgefühl zu empfinden, wie wollen wir denn jemals auch nur rudimentär den Dingen auf den Grund gehen, die so elementar sind, wie es eben auch die Gefühle sind.
>Aber ich glaube, da erzähle ich Dir eh nichts Neues *gg*
>Dir einen lieben Gruß
>Sekhmet :-))



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