Re: ist ja schon merkwürdig
Geschrieben von detlef am 03. September 2004 21:37:09:
Als Antwort auf: Re: ist ja schon merkwürdig geschrieben von JoeKaiser am 03. September 2004 16:55:37:
>>meine mutter, die bei ende wkII 21 jahre war, hatte zeit ihres weiteren lebens nahrung, seife etc. fuer mindestens sechs monate im haus.
>>der gedanke ist also nicht neu.
>>gruss,detlef
>Hallo Detlef,
>Du mußt zugeben daß Deine Mutter diese Vorrathaltung seitdem NIE in Anspruch nehmen mußte.....
>So gesehen wars für die Katz un diente nur der psychischen Beruhigung. Ein Unternehmensberater würde ihr jetzt vorrechnen wieviel Geld sie durch die dauernden hohen Lagerbestände verloren hat :-)hallo,
irrtum! hat sie nicht. da sie von allem sowieso immer viel liegen hatte, hat sie ihren sport beim schnaeppchenjagen gehabt. wenn z.b. seife im super- niedrigsonderangebot war,(oder auch mal ein raeumungsverkauf) hat sie einen jahresbedarf eingekauft. erst die alte verbraucht, und bevor der vorrat zu klein wurde, wieder nach seifenangeboten ausgeschaut... wenn du dann noch die inflation von knapp 4% in rechnung setzt...
der einzige haken, wenn sie nicht als freiberufliche schriftstellerin ihre zeit haette einteilen koennen, haette sie aus zeitmangel oft unguenstiger einkaufen muessen.wer so wie ich, anfang der fuenfziger aufgewachsen ist, der erinnert sich noch an das ewige "iss nich" "zu teuer" "nicht zu kriegen".
da ist so ein "bisschen vorratshaltung schon fast im blut.
und "nur psychische beruhigung" hat auch ihren wert. - der unternehmensberater ist dann unter 40 jahre alt, wohlstandsyuppie und bei der kleinsten versorgungsstoerung entweder taeter oder opfer.ich weiss allerdings auch nicht richtig, wie ich unsere traditionelle lebenseinstellung so erklaeren kann, dass "moderne" menschen das verstehen.
ich habe 1970 einmal einen kredit ueber 6000DM gehabt, seitdem habe ich immer erst gespart, und dann gekauft. ich benutze nicht mal die ueberziehungskredite von girokonten.ich bin auch nie zum "ratenkaufsklaven" geworden. die meisten leute haben doch nie das gute gefuehl kennengelernt, wenn der lohn/einnahmen zur freien verfuegung stehen.
gruss,detlef
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